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Spielberichte Traum von der ersten Liga ist passé - SC DHfK Leipzig schenkt gegen Aue den Aufstieg her
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SC DHFK
18:18 17.05.2014
DHfK-Spieler Philipp Weber wird im Sachsenderby von Aues Bjarki Mar Gunnarsson (l.) und Kevin Roch (r.) in die Mangel genommen. (Archivbild) Quelle: Christian Nitsche
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Leipzig

Einen möglichen Sieg schenkten sie im ersten Spieldrittel. 1800 Zuschauer verfolgten die Partie – darunter gut 50 Fans aus der Messestadt. „Die Enttäuschung ist natürlich groß“, so der Leipziger Trainer Christian Prokop nach der Partie.

Gegen den Tabellen-Dreizehnten kam besonders die Offensive nicht ins Spiel. Zwar trafen die Gäste als erste, doch gelangen ihnen lediglich vier Tore in den ersten 20 Minuten. Die Gastgeber in der Erzgebirgshalle hingegen fanden immer wieder die Lücken in der Abwehr der Leipziger. Besonders über die rechte Seite wurden sie dem Tor von Henrik Ruud Tovas und Gabor Pulay gefährlich. „Es waren viele Kleinigkeiten, die da schief gelaufen sind“, so Prokop,

Schon im Hinspiel im Dezember führte das Team von Chefcoach Runar Sigtryggsson den SC DHfK vor. Lange führten damals die Erzgebirgler die Hausherren in der Arena, bevor sich diese in einem kräftezehrenden Schlussspurt zu einem 34:31-Sieg kämpften.

Nach der zweiten Auszeit schien der Groschen bei der Prokop-Sieben dann gefallen. In den letzten zehn Minuten trafen die Gäste noch viermal, die Auer jedoch auch. Leipzig-Keeper Gabor Pulay parierte 5 Sekunden vor dem Pfiff noch einen Siebenmeter, Max Emmanuel griff sich das Rund, doch verfehlte das Tor knapp. Mit 12:8 ging es in die Pause. „Nur acht Tore in einer Halbzeit, dass ist in dieser Saison noch nicht vorgekommen.“ Überhaupt so der DHfK-Coach, war es eine sehr schwache Halbzeit.

Aue macht Stimmung - SC DHfK fängt sich

Alexander Feld traf – dank eines abgefälschten Schusses – nach der Pause als erster. Doch die Gastgeber zogen gleich nach, hielten die Westsachsen auf Distanz. Der Vier-Punkte-Vorsprung wollte einfach nicht schmelzen. Während Aue durch schnelles Passspiel den Ball am Laufen hielt, liefen beim SC DHfK die Spieler und rieben sich auf. Zwar funktionierte das Angriffsspiel der Leipziger nun besser, der Erstliga-Aspirant agierte aber höchstens auf Augenhöhe mit dem Team aus dem Erzgebirge. „Die zweite Halbzeit lief besser“, sagte Prokop. „Vor so einer Kulisse wie in Aue weiterzukämpfen, das ist keine einfache Aufgabe.“

Allmählich setzten sich die in schwarz auflaufenden Auer weiter ab. 18:12 – und der SC DHfK hing eine gute Viertelstunde vor Schluss deutlich hinterher. Alexander Feld wuselte sich in der 44. Minute durch die Abwehrreihen der Auer und verkürzte. Kurz darauf ging er nach einem Griff ins Gesicht zu Boden, konnte aber weiterspielen. Die anschließende Unterzahlsituation nutzen Philipp Weber und Lucas Krzikalla um auf 18:15 zu verkürzen. Fünf Minuten dauerte es, und Lukas Binder brachte das Team mit 18:16 auf Tuchfühlung.

Doch Aue konterte und wieder waren es drei Tore Rückstand. Eric Meinhardt als bester Torschütze und Spielgestalter der Veilchen stellte dann wieder den Vier-Punkte-Vorsprung  her. Ladislav Brykner: 21:18. Wieder verloren die Grün-Weißen den Zug zum Tor.

Drei Minuten vor Abpfiff, der SC DHfK lag drei Tore zurück fing sich Aue in Gestalt von Brykner noch eine Zeitstrafe. Die Grün-Weißen nutzten die Überzahl-Situation, kamen noch mal auf zwei Tore heran. In der 59. Minute dann erstmals die Tuchfühlung mit dem 25:24. Aue spielte auf Zeit. Die Schiedsrichter pfiffen drei Sekunden vor dem Abpfiff. Doch Max Emmanuel warf nicht! Prokop: „Das war ärgerlich.“ Die Hausherren gewannen mit nur einem Tor Vorsprung.

Für den SC DHfK ist der Aufstieg in die erste Liga passé. Gegen die TSG Friesenheim in der kommenden Woche geht es dann nur noch um Ergebniskosmetik beim vor 37 Spielen ausgegebenen Saisonziel: dem einstelligen Tabellenplatz. Und der ist der Prokop-Sieben sicher. „Wir haben ein Team mit jungen Leistungsträgern. Uns fehlt noch die Abgezocktheit. Aber wir haben in dieser Saison eine tolle Entwicklung durchgemacht“, lobte der Trainer seine Mannschaft. „Wir werden diesen Weg der Nachhaltigkeit und der Identifikation weiter beschreiten. Dieses Team hat Perspektive, und die erkaufen wir nicht.“ Das Fernziel bleibe weiter der Aufstieg in die erste Liga.

Johannes Angermann

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