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Spielberichte Trotz schlechter erster Hälfte: SC DHfK Leipzig gewinnt 29:25 gegen HG Saarlouis
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SC DHFK
19:10 25.03.2012
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Dabei mussten die Hausherren in der zweiten Hälfte eine Energieleistung abliefern, hatten sie in Halbzeit eins doch große Probleme mit dem Gegner und sich selbst gehabt.

Die Hausherren, die ohne den erkrankten René Boese auskommen mussten, hatten große Schwierigkeiten, in die Partie zu finden. Überraschend positiv präsentierte sich zunächst Ersatzmann Maik Wolf auf Rechts, der die ersten beiden Leipziger Tore warf. "Ich hab erst vor dem Spiel in der Kabine erfahren, dass ich spiele", sagte der Publikumsliebling später. "Ich war ganz schön nervös. Aber die Zuschauer haben mir so geholfen. Da ist das dann nach und nach abgefallen."

Ansonsten gab es zunächst wenige erfreuliche Aspekte im Leipziger Spiel. Die Gäste aus Saarlouis, die bereits am Samstag angereist waren, gingen vor allem in der Abwehr äußerst aggressiv und robust zu Werke. DHfK-Kapitän Thomas Oehlrich kam daher in der ersten Halbzeit am Kreis quasi gar nicht zum Zug. Philipp Seitle schien einen rabenschwarzen Tag erwischt zu haben und durfte nach rund 15 Minuten auf der Bank Platz nehmen. Er durfte in Hälfte zwei wieder ran.

Leipzig. Der SC DHfK Leipzig ist zurück in der Erfolgsspur. 29:25 (11:15) hieß es am Sonntag vor 1178 Zuschauern in der heimischen Ernst-Grube-Halle gegen die HG Saarlouis. Dabei mussten die Hausherren in der zweiten Hälfte eine Energieleistung abliefern, hatten sie in Halbzeit eins doch große Probleme mit dem Gegner und sich selbst gehabt.
Steve Baumgärtel präsentierte sich zunächst ähnlich desolat, fand aber kurz vor Halbzeitende dann doch noch zu sich. Ulrich Streitenberger scheiterte zwei Mal vom Punkt. Fehlabspiele en gros komplettierten den mehr als problematischen Eindruck. Auch in der Abwehr hakte es spürbar. Den Gästen gelang es mehrfach, große Lücken in die Leipziger Defensive zu reißen.

"Wie ein aufgeschreckter Hühnerhaufen"

"Im Grunde haben wir in der ersten Halbzeit alles falsch gemacht", bemerkte DHfK-Coach Uwe Jungandreas später treffend. "Wenn man die Schwerpunkte nicht in den Griff kriegt, kommt eins zum anderen und so war es dann auch. Wir haben uns teilweise verhalten wie ein aufgeschreckter Hühnerhaufen."

Einzig Michael Galia schien in Normalform und bewirkte mit seinen Paraden, dass seinen Vorderleuten die Partie nicht gänzlich entglitt. Dennoch: Nach 17 Minuten lagen die Hausherren 4:9 zurück. In der 27. Minute saßen sie immer noch auf einem Fünf-Tore-Rückstand, den sie zur Pause nur auf ein 11:15 verringern konnten. Bei den Gästen agierte vor allem Ingars Dude stark. Insgesamt profitierte die HG von ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit. Das Team war mit nur zwölf Akteuren angetreten, leistete sich aber in den ersten 30 Minuten kaum Patzer. "Wir haben eine tolle erste Halbzeit gespielt", lobte Gästetrainer André Gulbicki denn auch.

Die zweite Halbzeit begann aus Sicht der Gastgeber dann deutlich besser, wenn auch nach wie vor nicht überragend. Jungandreas brachte nun auch Cristian Telehuz, um die Abwehrzentrale zu verstärken, und stellte in der Defensive insgesamt um. Seitle hatte sich inzwischen wieder gefunden und auch Oehrlich konnte sich im Angriff nun besser durchsetzen. All das zeigte Wirkung. In der 41. Minute traf Seitle zum 18:18. Die Hausherren waren wieder dran und gingen in der 45. Minute durch Streitenberger 22:21 in Führung. Als Seitle rund acht Minuten vor Schluss auf 27:24 erhöhte, war die Partie endgültig auf den Kopf gestellt.

"Das Spiel läuft nun mal 60 Minuten. Wir haben den Druck aus der ersten Hälfte einfach nicht in die zweite mitnehmen können", so Gulbicki, der vor allem die taktische Umstellung seines Gegenübers in der Abwehr lobte. "Das war sehr klug gemacht. Da hatten wir dann große Probleme."

In der Schlussphase verließ die Gäste aus Saarlouis auch ein wenig das Glück. Otto Fetser traf nur die Latte. Ein Pass über das gesamt Feld landete statt beim Mitspieler im Aus. Michael Galia hielt neben dem ersten auch den Nachschuss und entwickelte sich immer mehr zur menschlichen Mauer. Am Ende hatte er 22 Schüsse pariert.

"Keine Ahnung, warum das in der ersten Halbzeit so schiefgelaufen ist", resümierte Leipzigs Eric Jacob. "Immerhin haben wir es dann ja deutlich besser gemacht. Aber vielleicht zehren langsam auch die englischen Wochen an uns. Und es ist auch der 28. Spieltag. Aber das geht ja allen so." Das Argument schwindender Kräfte wollte Uwe Jungandreas nicht gelten lassen. "Die zweite Liga ist kein Streichelzoo", stellte er klar. "Wer da nicht die Zähne zusammenbeißt und sich überwindet verliert."

Leipzig:

Galia, Krechel; Müller; Dietzmann; Streitenberger (3); Wolf (3); Baumgärtel (7/4); Oehlrich (3); Binder; Jacob (6); Wagner; Riehn, Seitle (7); Telehuz.

Saarlouis:

Peveling; Jonczyk; Holzner (6); Fontaine (9); Leist; Krings; Janiszewski (1); Dude (4); Fetser (1); Lohrbach; Grgic (2); Julevecourt (2).

Siebenmeter:

Leipzig 4/6, Saarlouis 0/1.

Strafen:

Leipzig 2; Saarlouis: 2.

Antje Henselin-Rudolph

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