Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Sport Regional 3. Liga sonnt sich im Erfolg - Sorge um Attraktivität
Sportbuzzer Sport Regional 3. Liga sonnt sich im Erfolg - Sorge um Attraktivität
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:03 21.12.2009
Anzeige
Leipzig

Eineinhalb Jahre nach deren Einführung kündigen sich aber auch Sorgen in Form aufstrebender Ausbildungsteams der Bundesligisten an. „Wir wissen, dass eine weitere Erhöhung von zweiten Mannschaften uns vor Probleme stellen wird. Es wird die Attraktivität leiden und das wird sich auf Zuschauerzahlen, TV-Zeiten und Vermarktung negativ auswirken“, erklärte Helmut Sandrock, zuständiger Direktor des Deutschen Fußball- Bundes (DFB), und kündigte an: „Insofern müssen und werden wir uns des Themas mit Kollegen der Deutschen Fußball-Liga annehmen.“

Nach den derzeitigen Drittligisten Werder Bremen II, Borussia Dortmund II, dem VfB Stuttgart II und dem FC Bayern München II drängen sechs weitere zweite Mannschaften aus den Regionalligen nach oben. „Nach derzeitigem Stand, das möchte ich noch einmal deutlich machen, ist es nur eine zweite Mannschaft, nämlich die des 1. FC Nürnberg, die sich auf einem Aufstiegsplatz befindet“, sagte Sandrock beschwichtigend.

Noch aber freuen sich die Funktionäre des DFB und der Clubs über ihr Erfolgsprodukt. „Die Vereine haben in der ersten Saison der 3. Liga beispielsweise im Bereich Ticketing und Sponsoring höhere Einnahmen erzielt als sie ursprünglich geplant hatten. Ein wichtiges Element für die Vermarktung ist dabei die hohe Fernsehpräsenz der 3. Liga, die für die Eigenvermarktung der Vereine die beste Voraussetzung schafft“, bilanzierte Sandrock. Auch in sportlicher Hinsicht hat die 3. Liga die Erwartungen des DFB erfüllt. „Wir fühlen uns weiter in der Tendenz bestätigt, dass die 3. Liga ein Stück näher an die 2. Bundesliga herangerückt ist“, sagte der DFB-Direktor.

Trotz der guten Vermarktungschancen ist in finanzieller nicht alles eitel Sonnenschein in der Liga. Größtes Sorgenkind ist der FC Carl Zeiss Jena. Mitte Dezember hatte der Verein eine Liquiditätslücke für die Rückrunde von 947 000 Euro bekanntgegeben und musste sein Tafelsilber verscherbeln. Der Club verkaufte die Rasenheizung im Ernst-Abbe-Sportfeld für 350 000 Euro an die Stadt. Für die Finanzklemme sind nach Meinung von Geschäftsführer Michael Born hausinterne Probleme verantwortlich. „Ich denke, dass die Situation in Jena nichts mit der allgemeinen Situation der 3. Liga zu tun hat“, meinte er. Ausschlaggebend sei die Insolvenz des Hauptsponsors gewesen, aber auch Planungsfehler in der Vergangenheit seien mitverantwortlich für die Finanznöte.

Trotz der prekären Situation seines Clubs sieht auch Born die 3. Liga als Erfolgsstory. „Ich denke, dass sie eine Verbesserung für die Vereine bedeutet“, sagte er. Einziges Manko ist seiner Meinung nach der immer noch sehr große Abstand zur 2. Bundesliga. „Eine Annäherung hat zwar schon stattgefunden, diese ist aber sportlich wesentlich stärker ausgefallen als wirtschaftlich.“

Frauke Sievers, dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Schwimm-Star Paul Biedermann, Speerwerferin Steffi Nerius mit ihrem Gold-Coup und die fantastischen deutschen Fußball-Frauen sind die „Sportler des Jahres“ 2009. Sie erhielten bei der populären Proklamation jeweils mit klarem Vorsprung die meisten Stimmen von mehr als 1400 Sportjournalisten.

20.12.2009

Die Berg- und Talfahrt des SC Magdeburg in der Handball-Bundesliga hält weiter an. Dank eines starken Starts in die zweite Halbzeit besiegten die Bördeländer am Sonntag vor 4195 Zuschauern in eigener Halle den Tabellenletzten TSV Dormagen mit 32:29 (16:16).

20.12.2009

An den Erfolg verschwendete Steffen Baumgart bereits kurz nach dem Schlusspfiff keinen Gedanken mehr. „Das war eine gute Veranstaltung mit gutem Fußball - aber jetzt freuen wir uns nur noch auf den verdienten Urlaub“, bilanzierte der Trainer des 1. FC Magdeburg nach dem Sieg beim 11. Super Regio Cup in Riesa.

20.12.2009
Anzeige