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Annett Böhm beendet ihre Judo-Karriere

Annett Böhm beendet ihre Judo-Karriere

Der Judo Club Leipzig muss in Zukunft auf sein Aushängeschild verzichten: Annett Böhm beendet ihre Karriere als Leistungssportlerin, um sich in Zukunft ganz ihrem Beruf als Sportjournalistin zu widmen.

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Annett Böhm beim Uni-Radio Mephisto.

Quelle: Christian Nitsche

„Judo hat in den vergangenen 15 Jahren mein Leben bestimmt. Doch jetzt ist es an der Zeit, einen neuen Lebensabschnitt zu bestreiten. Ich habe eine neue Herausforderung für mich entdeckt, nämlich den Sport-Journalismus“, sagt die 29-Jährige, die mit sieben Jahren beim PSV Glauchau/Meerane mit dem Judo begann.

Für Norbert Littkopf zählt Annett Böhm zu den drei größten Judokas, die er je trainiert hat. „Annett hat klassisches, schönes Judo beherrscht“, sagt  ihr Heim- und Bundestrainer, der seit vielen Jahren mit ihr zusammenarbeitet.

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Annett Böhm freut sich während der Siegerehrung über ihre Bronzemedaille während der Olympischen Spiele 2004 in Athen.

Quelle: dpa

Zu ihren größten Erfolgen gehören neben der Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft 2003 in Osaka zwei Teilnahmen bei den Olympischen Spielen, wo sie 2004 in Athen Bronze und 2008 in Peking den 5.Platz erkämpfte. Neben mehreren deutschen Meistertiteln sammelte sie auch eine Vielzahl internationaler Weltcup-Medaillen.

Als Annett Böhm in den Monaten nach Peking eine alte Fußverletzung auskurierte, widmete sie sich ihrer beruflichen Ausbildung und schloss ihr Journalistik Studium ab. „Spannend fand ich die Arbeit in den Sportredaktionen vom MDR und der dpa. Ich wusste die Schlagzeilen schon, ehe sie danach im Fernsehen oder in der Zeitung auftauchten“, meinte Böhm, die seit Februar dieses Jahres beim Universitäts-Sender „Radio Mephisto“ arbeitet, wo sie mittlerweile die Sport-Redaktion leitet. „Diese Arbeit hat mir gezeigt, dass es für mich eine neue Herausforderung nach dem Sport gibt, der meine volle Konzentration gelten soll“, betont Annett Böhm.

Anne Ulbricht / dpa

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