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Sport Regional Aus der Traum vom Final Four: SC DHfK Leipzig erhält eine Lehrstunde
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11:01 07.03.2018
Der SC DHfK Leipzig hat gegen Rhein-Neckar Löwen verloren. Quelle: dpa
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Mannheim

Bittere Pokalklatsche für den SC DHfK Leipzig in Mannheim: Die Mannschaft von Trainer Michael Biegler schied bei den Rhein-Neckar Löwen mit 23:35 (8:17) aus dem Wettbewerb aus. „Wir hatten keinen ganz so verkehrten Plan, um zumindest den Versuch zu unternehmen, die Rhein-Neckar Löwen zu ärgern. Gegen die Qualität könnten wir aber nichts anbieten und sind dafür selbst verantwortlich“, sagte Biegler.

Die Partie war gestern bereits nach knapp 20 Minuten entschieden, als die Gastgeber schon mit 11:4 in Führung lagen. „Die Jungs haben gezeigt, dass sie unbedingt nach Hamburg wollen. Es war ein Tag an dem viel geklappt hat, gegen die vielleicht kämpferisch stärkste Mannschaft der Liga“, analysierte Löwen-Coach Nikolaj Jacobsen.

Davor dem Anpfiff war die Hoffnung bei den 350 Leipziger Fans riesig, die extra mit einem Sonderzug zur SAP-Arena angereist waren.

Schon in der Anfangsphase mussten sie sich eingestehen: Das ist ein bärenstarker Gegner, der auch bei vier Spielen innerhalb von acht Tagen nichts schleifen lässt. „Wenn man hier antritt, muss man am Limit spielen, um für irgendetwas in Frage zu kommen. Wir waren von Hamburg so weit weg wie vom Mond und konnten keine Energie aufs Spielfeld bringen. Vielen Dank an die Fans, die viel auf sich genommen haben“, sagte Leipzigs Andreas Rojewski.

Mit 23:35 (8:17) hat der SC DHfK Leipig am Dienstag gegen die Rhein-Neckar Löwen verloren. Der Traum vom FinalFour ist damit trotz der großen Fan-Unterstützung geplatzt.

Die Rhein-Neckar Löwen legten eine schnelle 4:1-Führung vor. Die Gäste dagegen ließen im Angriff erneut Wünsche offen. Nach zehn Minuten standen wie zuletzt gegen Magdeburg und Berlin wieder nur zwei Treffer in der Statistik. „Die  Löwen waren in allen Mannschaftsteilen überlegen. Wir waren auf den Punkt nicht da. Es tut uns und auch den Fans unheimlich weh“, stellte Philipp Weber fest.

Allerdings gestattete Nationalverteidiger Hendrik Pekeler im Innenblock mit seinen beiden Nebenleuten auch kaum etwas. Kam dann doch einmal ein Ball durch, dann war Torhüter Mikael Appelgren zur Stelle. Bis zur Halbzeit schraubte er seine Quote auf 55 Prozent hoch – ein Wert mit dem Prädikat Weltklasse. Biegler versuchte alles, zog früh die erste und auch die zweite Auszeit, wechselte auf den Positionen. Die Wende blieb aus. Auch in der zweiten Halbzeit agierte der Meister gnadenlos und traf vor allem aus dem Rückraum nahezu nach Belieben. Wie in einem Rausch klappte bei den Mannheimern irgendwie alles.

DHfK Leipzig am Sonntag gegen Lemgo

Die Rhein-Neckar Löwen feierten am Ende neben dem Sieg die Rückkehr von Kim Ekdahl du Rietz aus der Handballer-Rente, mit 28 Jahren. "Vom Aufwachen bis zum Spiel, ich habe heute alle Emotionen durchlebt, die es gibt", so Ekdahl du Riez nach dem Abpfiff.

Jetzt wollen die Löwen den ersten DHB-Pokalsieg in der Vereinsgeschichte holen. Die Aussichten sind bestens. Angstgegner SG Flensburg-Handewitt ist nicht mehr dabei. Gegen die Nordlichter scheiterten die Löwen zuletzt fünf Mal in Folge. „Wir sind jetzt sicher der Favorit auf den Pokalsieg“, meinte Patrick Groetzki. Der SC DHfK muss dagegen die Pleite schnell aus den Trikots schütteln, am Sonntag kommen die starken Lemgoer in die Arena.

Statistik

Rhein-Neckar Löwen: Appelgren, Palicka - Schmid 8, Sigurdsson, Radivojevic 2, Baena González, Tollbring 6/2, Mensah Larsen 3, Pekeler 2, Groetzki 2, Reinkind 1, Taleski, Petersson 7, Ekdahl du Rietz 4, Keller

SC DHfK: Vortmann, Putera - Rojewski 2, Jurdzs, Krzikalla 3, Binder 1, Janke, Pieczkowski 2, Kunkel 2/1, Roscheck, Weber 10/3, Rivesjoe 1, Strosack, Remke 2, Meschke, Milosevic

Zeitstrafen: RNL  4 Minuten, DHfK 8 Minuten. 

Zuschauer: 6657

Mattias Roth

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