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BSG-Chemie-Reserve holt verdienten Dreier beim Roten Stern Leipzig

BSG-Chemie-Reserve holt verdienten Dreier beim Roten Stern Leipzig

„Das war mein erster Sieg gegen den Roten Stern in bestimmt zehn Spielen“, freute sich Gregor Schoenecker nach dem 2:1-Erfolg „seiner“ BSG Chemie II am Freitagabend, die damit einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machte.

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Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Die Leutzscher rangieren mit jetzt 22 Punkten sieben Zähler vor dem ersten Abstiegsplatz. Der Rote Stern bleibt nach der Niederlage vor 300 Zuschauern weiterhin im Mittelfeld der Tabelle.

Das Spiel begann recht zerfahren. Den Hausherren merkte man die 120 kraftraubenden Pokalminuten - sie mussten sich keine 48 Stunden zuvor der Zweitvertretung des SSV Marranstädt mit 2.5 n.V. geschlagen geben - deutlich an. Fehlabspiele und Konzentrationsmängel prägten die ersten Spielminuten, so dass sich kaum ein geordneter Spielaufbau entwickeln konnte. Doch daran allein lag es nicht, dass die Männer von Trainer Thomas Knopf nicht in Schwung kamen. Schon früh wurden sie von den Spitzen der „Chemiker“ attackiert, ließen ihnen kaum Raum zur Entfaltung. Zwingende Möglichkeiten für die Leutzscher ergaben sich daraus jedoch nicht.

Besser machte es dagegen der Rote Stern, der seine erste Möglichkeit gleich zur Führung nutzte. Rudolf „Rudi“ Seufert wurde in der elften Spielminute mit einem langen Pass aus dem Mittelfeld mustergültig freigespielt - zwei Verteidiger der Chemiker sahen hierbei nicht gut aus - und hatte keine Mühe zum 1:0-Führungstreffer zu vollenden. „Wir machen uns das Leben immer wieder durch eigene individuelle Fehler schwer und gefährden dadurch unsere taktische Marschroute“, mahnte Schoenecker nach Spielschluss, hatte jedoch auch gleich versöhnliche Worte für seine junge Truppe parat: „Wenn sie sich an die taktischen Vorgaben hält, dann ist sie durchaus in der Lage, Stadtliga zu spielen.“

Dass sie es eben doch können, bewiesen sie in den folgenden Minuten. Zwar erpielten sich die Sterne ein optisches Übergewicht, Chancen waren aber weiterhin Mangelware. Auch auf Seiten der BSG gab es kaum Aufregendes zu berichten. Einzig ein kurz vor der Torlinie abgeblockter Schuss von Kapitän Florian Lude brachte Gefahr für das Tor. Glück hatten die Gäste dann in Spielminute 33, als Paul Kroneck eine toll geschlagene Flanke ans Lattenkreuz köpfte. Da wäre der weitgehend beschäftigungslose Rene Kamin chancenlos gewesen.

Auch nach dem Pausentee änderte sich am Spielgeschehen zunächst wenig. Die BSG war sichtlich um Spielkontrolle und Offensivaktionen bemüht, der Rote Stern versuchte das Ergebnis in Anbetracht des Kräfteverschleißes vom Mittwoch zu verwalten. „Wir waren doch spätestens ab Minute sechzig platt“, beschrieb Thomas Knopf den körperlichen Zustand seines Teams fast schon entschuldigend, und führte damit wohl den wichtigsten Grund an, warum es dem RSL in der zweiten Spielhälfte nicht mehr gelang, das sonst so schön anzusehende Kurzpassspiel zu zelebrieren. So war es nur eine Frage der Zeit, bis die BSG zum Ausgleich kam. Nach einem perfekt getretenen Eckball köpfte der völlig alleingelassene Stefan Schwarze aus Nahdistanz zum verdienten 1:1-Ausgleich ein. Keine drei Minuten später hatte Gregor Schoneecker an der Seitenlinie erneut Grund zum Jubeln. Nach einem abgewehrten Eckball kam der Ball zu Michael Bomke, dessen Linksschuss aus 22 Metern unhaltbar für Christian Kohn - ihm war die Sicht verdeckt - einschlug.

Der Rote Stern war nun stehend k.o.. Durchdachte Offensivaktionen wollten ihnen nicht mehr gelingen. Besser machte es die BSG, die nun versuchte das Spiel endgültig zu entscheiden. „Wir haben nach der Führung nicht den Fehler gemacht und uns zu weit zurückgezogen. Das haben meine Jungs gut gemacht“ , lobte Schoenecker. Dass dabei jedoch nichts Zählbares heraus sprang, lag zum Einen an Keeper Christian Kohn, der einen Schuss von David Marx glänzend parierte, zum Anderen aber auch an Unkonzentriertheiten im Abschluss. So zielte Marco Blanc freistehend etwas zu genau, sein Schuss ging knapp am rechten Pfosten vorbei.

Doch das sollte sich an diesem Abend nicht mehr rächen, denn mehr als einen harmlosen Schuss kurz vor Spielende durch den eingewechselten Marcus Bieleit hatten die Hausherren nicht mehr zu bieten. „Jeder hat doch gesehen, dass wir schon zum Ende der ersten Halbzeit Probleme hatten“, resümierte Trainer Thomas Knopf, der auf sieben verletzte Spieler verzichten musste. „Ich konnte damit einigen meiner Jungs einfach keine Pause geben.“ Fast schon tröstende Worte fand sein Gegenüber Gregor Schoenecker: “Das Spiel kann man einfach zusammenfassen. Es war ein hart erkämpfter Sieg gegen eine angeschlagene Pokalmannschaft. Ich bin stolz auf meine Jungs. Die tolle Kulisse und die Unterstützung der Fans hat sie noch zusätzlich motiviert.“

Armin Rudolph

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