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Sport Regional Basketball-Wölfe: "Leipzig ist existenziell wichtig für uns"
Sportbuzzer Sport Regional Basketball-Wölfe: "Leipzig ist existenziell wichtig für uns"
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18:41 26.11.2014
Attrackives Spiel: Bayern München gegen Mitteldeutschen Basketballclub: MBC-Spieler Djordje Pantelic (l) kämpft unter dem Korb um den Ball. (Archivbild) Quelle: dpa

Doch finanziell sind die Weißenfelser eine kleine Nummer. Ihr Etat, 1,5 Millionen Euro, ist der niedrigste der Liga.

Den 18 Vereinen stehen im Schnitt 4,8 Millionen zur Verfügung, Krösus Bayern München sogar 15 Millionen. "Um langfristig mithalten zu können, brauchen wird ein höheres Budget, mehr Sponsoren und Aufmerksamkeit", sagt MBC-Manager Martin Geissler.

Ein Ausweg: Gastspiele in der Arena Leipzig. Vergangene Saison waren es zwei, diesmal sind es drei. Der Auftakt steigt am Samstagabend (20.30 Uhr) gegen die Frankfurt Skyliners. "Leipzig ist existenziell wichtig für uns", betont Geissler, "zuletzt gegen die Bayern hatten wir einen Reingewinn in sechsstelliger Höhe." 7300 Zuschauer wollten im Januar 2014 den späteren Meister sehen. Ausverkauft.

Die Halle in der Messestadt ist nach der O2-World in Berlin (14 500) und der ÖVB-Arena in Bremen (14 000) die drittgrößte im Basketball-Oberhaus. Am Sonnabend beträgt ihre Kapazität indes nur 4500 Besucher - der Tabellen-13. aus Frankfurt ist nicht ganz so attraktiv, soll aber Appetit machen auf die Spiele gegen Alba Berlin am 24. Januar und gegen die Bayern am 8. März.

"Wir werden nicht generell nach Leipzig umziehen, unsere Heimat bleibt Weißenfels", versichert der Manager. Aber dort stößt der MBC an Grenzen. Die Halle fasst nur 3000 Zuschauer, der Verein hat 140 Geldgeber, jedoch noch keinen Hauptsponsor. Auch da sollen die Leipzig-Partien Signale aussenden.

"Mit einem höheren Etat könnten wir unsere besten Spieler länger halten", erklärt Geissler. Die werden stets von der Konkurrenz weggekauft. So sucht der MBC, der nach zehn Jahren Bundesliga als solide Adresse gilt, ständig nach Akteuren, die sich in Deutschland etablieren wollen und Weißenfels als Sprungbrett nutzen. Sie kommen auch wegen des Coaches. Silvano Poropat, nach Rang neun in der Vorsaison zum zweiten Mal zum Bundesliga-Trainer des Jahres gewählt, genießt überall großen Respekt.

Neun neue Spieler hat der Kroate jetzt geholt und Volltreffer gelandet. Wie Christian Standhardinger, der von der Uni Hawaii kam und mit 14,9 Punkten pro Partie sofort zum besten deutschen Bundesliga-Scorer anvancierte. "Wir haben die richtigen Charaktere und einzigartige Leidenschaft im Team", sagt Poropat. Von den Playoffs will er noch nichts wissen. Anders Martin Geissler: "18 Siege sind für Platz acht nötig, sieben haben wir schon." Und bei Nummer acht soll das Leipziger Publikum helfen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.11.2014

Steffen Enigk

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