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Bewegung beim Millionen-Deal: Spanischer Investor stellt 1. FC Magdeburg sein Konzept vor

Bewegung beim Millionen-Deal: Spanischer Investor stellt 1. FC Magdeburg sein Konzept vor

Sportlich befindet sich der 1. FC Magdeburg nach wie vor im freien Fall. Der Ligakonkurrent von RB Leipzig hat in dieser Saison noch keinen Heimsieg errungen, liegen mit 20 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz und haben in den vergangenen sieben Regionalliga-Spielen gerade zwei Tore erzielt.

Magdeburg/Leipzig. Einziges Trostpflaster für die Blau-Weißen: In dieser Saison steigt wegen der Ligareform kein Team ab.

Die Clubverantwortlichen wollen nun die Weichen für die Zukunft stellen. Hilfe erwarten sie aus Spanien. Dort steht die Asap-Gruppe in den Startlöchern und denkt über ein Engagement beim einzigen Europapokalsieger der DDR nach.

Seit Januar wird in Sachsens-Anhalts Hauptstadt über einen millionenschweren Einstieg der Südeuropäer spekuliert. In trockenen Tüchern ist noch nichts. Am Donnerstag teilte der Viertligist nun mit, dass Sportvermarkter Asap dem Verein seine Vorstellungen für eine mögliche Zusammenarbeit von Sommer 2012 an übermittelt hat.

„Wir stehen zu unserem Wort und haben den Verantwortlichen des 1. FC Magdeburg heute unsere Eckpunkte übermittelt. Wir stehen dem Verein für weitergehende Erläuterungen zur Verfügung“, erläuterte der Deutschland-Repräsentant von Asap, Mario Reig Leffler. Einzelheiten nannte er nicht.

Auch die Elbestädter gaben sich bedeckt. Guido Nienhaus, Vizepräsident des 1. FC Magdeburg, erklärte: „Wir haben die Übermittlung der Eckpunkte gegenüber Mario Reig Leffler bestätigt und werden nun kurzfristig gemeinsam mit dem Aufsichtsrat und dem Ehrenrat die weitere Vorgehensweise besprechen. Danach werden wir wieder auf Asap zugehen.“ Über den Inhalt des Papiers hätten beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

Eingefädelt hatten den Deal der frühere FCM-Präsident Eckhard Meyer und der einstige FCM-Trainer Hans-Dieter Schmidt aus Hannover. Die Spanier wollten sich Meyer zufolge zunächst in Niedersachsen einkaufen. Gemeinsam mit Schmidt lockte der Gastronom die Gruppe an die Elbe. In fünf Jahren solle der 1. FCM mit Hilfe aus Madrid in der zweiten Bundesliga spielen, kündigte Meyer hoffnungsvoll zu Jahresbeginn an.

Die Sportvermarkter hält er für seriös. „Die beiden Asap-Geschäftsführer sind schließlich extra aus Madrid nach Magdeburg angereist“, berichtet Meyer. Das mache niemand nur, um ein bisschen anzugeben. Asap engagiere sich bei Spitzenklubs wie Real Madrid und Udinese Calcio. Außerdem trete die Gruppe als Veranstalter von Rockkonzerten auf. Da sei, so Meyer, das neue Stadion in Magdeburg zusätzlich interessant.

Zunächst sollte alles ganz schnell gehen. Schon zum Start der Rückrunde stellte Asap im Februar einen Trikotsponsor in Aussicht. Er sollte den Magdeburgern eine Summe von 200.000 Euro in die klamme Kasse spülen. Tatsächlich überwiesen wurde aber nichts. Die Magdeburger spielen weiter mit kostenloser Werbung für die Ottostadt auf der Brust.

Das große Geld soll nun im Sommer folgen. Bis zu 30 Millionen Euro wolle Asap in den nächsten Jahren in Magdeburg investieren, berichteten lokale Medien. Die Mannschaft werde außerdem mit spanischen Talenten verstärkt und soll so aus den Niederungen der vierten Liga geführt werden.

Matthias Roth

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