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Biegler-Abschied vom SC Magdeburg ohne Tränen

Biegler-Abschied vom SC Magdeburg ohne Tränen

Abschied ohne Tränen: Nach knapp zwei Jahren verlässt Trainer Michael Biegler den Handball-Bundesligisten SC Magdeburg. Beim Heimspiel an diesem Mittwoch gegen den TBV Lemgo gibt der 48-Jährige seinen Ausstand.

Magdeburg. Ab 1. Januar steht er in Diensten des Liga-Kontrahenten TV Großwallstadt. Traurigkeit über seinen Weggang lässt er sich jedoch (noch) nicht anmerken, für Gefühlsausbrüche habe er ohnehin keine Zeit. „So emotional bin ich nicht. Der Tatbestand war ja schon sehr lange Zeit bekannt. Außerdem lässt der Terminkalender emotionale Ausbrüche nicht zu“, sagte er.

Beim ehemaligen Champions-League-Sieger sorgt der Wechsel unterdessen weiter für Unruhe. Denn noch immer ist kein fester Nachfolger für Biegler gefunden. Sicher ist bislang nur, dass der ehemalige Spieler Sven Liesegang ab dem 1. Januar als Interimstrainer fungiert.

Über seine Nachfolge zerbricht sich Biegler nicht den Kopf. Vielmehr beschäftigen ihn die Zeit in Magdeburg und der kommende Neuanfang in Großwallstadt. „Ich denke, man macht sich erst Gedanken, wenn alles gelaufen ist. Am 31. Dezember fliege ich in den Urlaub. Dann habe ich Zeit, eine Bilanz zu ziehen“, erklärte Biegler. Aber schon jetzt ist klar, dass er sich in Magdeburg sehr wohl gefühlt hat. „Das, was ich früher zu Zeiten mit Stefan Kretzschmar und der alten Mannschaft immer als positiv herausgestellt habe, hat sich auch in den letzten Monaten nicht geändert. Die Arbeit hat Spaß gemacht und ich konnte rein von den Trainingsmethoden her neue Wege einschlagen“, betonte er.

Sportlich wie privat sei er mehr als zufrieden gewesen. „Die Schwierigkeiten bestanden auf anderen Ebenen“, sagte er, wollte aber nicht auf Details eingehen. Es ist seit langem ein offenes Geheimnis, dass Biegler und Magdeburgs Geschäftsführer Eckhard Lesse nicht auf einer Wellenlänge funken.

Beim TV Großwallstadt erwartet Biegler eine neue Herausforderung. „Das Ziel in Großwallstadt ist eine einstellige Platzierung, daher wird es eine schwere Rückrunde“, meinte der erfahrene Handball- Trainer, rechnet aber auch mit Unterstützung. „Erstmal komme ich da in ein gemachtes Haus und werde dann gucken, was man verändern kann. Vieles ist schon eingespielt. Arbeitstechnisch will ich schnell auf der Höhe sein. Man muss aber einen klar definierten Ordnungsrahmen einhalten“, erklärte er und stellte klar, dass er sich bis zum Spielende gegen Lemgo ganz auf den SC Magdeburg konzentrieren will.

Für das kommende Jahr hofft er, an der neuen Stätte schnell Fuß zu fassen und einen guten Draht zur Großwallstädter Mannschaft zu finden. „Privat wünsche ich mir, dass ganz schnell ein Einleben passiert mit meiner Lebensgefährtin und der kleinen Jule“, sagte Biegler und fügte fast entschuldigend an: „Ein großer Wünscher bin ich nicht.“

Frauke Sievers, dpa

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