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Sport Regional Brisantes Boxduell im Leipziger Kohlrabizirkus
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22:01 02.05.2018
Fäuste hoch: Dominic Bösel (links) und Enrico Kölling. Quelle: Matthias Klöppel
Leipzig

Dem Leipziger Kohlrabizirkus steht ein brisanter Boxkampf bevor. In knapp sechs Wochen, am 9. Juni, verteidigt Dominic Bösel aus Freyburg/Unstrut (Kampfbilanz: 27-1-0) im Rahmen der SES-Box-Gala seinen Europameister-Titel im Halb-Schwergewicht gegen Pflichtherausforderer Enrico Kölling aus Berlin (Kampfbilanz: 25-2-0). Damit treffen nicht nur die beiden besten deutschen Halbschwergewichtler aufeinander. Es ist auch ein Duell zweier Stallkollegen.

Die beiden 28-Jährigen steigen für den Magdeburger Profiboxstall SES Boxing in den Ring – Bösel bereits über seine gesamte Profikarriere hinweg, Kölling seit Anfang dieses Jahres. „Der Kampf steht schon lange im Raum“, erklärte Bösel auf der Pressekonferenz am Mittwoch und ergänzte: „Ich freue mich riesig auf Leipzig und habe nur die besten Erinnerungen an meine Kämpfe hier.“ Der Gewinner darf sich berechtigte Hoffnung darauf machen, demnächst um den WM-Titel zu boxen.

Neuer Trainer für neue Impulse

Für diesen Schritt wollte Bösel neue Impulse setzen und kehrte kürzlich zu seinem langjährigen Jugendcouch Rainer Rauchfuß zurück. Mit ihm feierte er schon im Amateurbereich mehrere Erfolge. „Für mich war es wie ein Ritterschlag“, erzählte Rauchfuß, „dass Dominic nach zwölf Jahren, und nachdem er gerade Europameister geworden war, zu mir kam, mit der Bitte ihn nun zu trainieren.“

Damit Bösel seinen EM-Titel im SES-internen Duell behält, brauche er einen guten körperlichen Zustand, meinte Rauchfuß: „Dominic muss zwölf Runden in richtig hohem Tempo durchhalten. Daran arbeiten wir intensiv.“ Derzeit trainieren beide abwechselnd in Halle und Wittenberg.

An Selbstbewusstsein mangelt es auch dem Herausforderer aus der Bundeshauptstadt nicht. „Ich werde alles in die Waagschale werfen, um den Kampf vorzeitig für mich zu entscheiden“, betonte Kölling. Er sei fest entschlossen, „ordentlich dazwischenzuhauen“. Auch weil er wisse, was Bösel drauf habe und was nicht.

Veranstalter hofft auf bis zu 4.000 Zuschauer

Stattfinden wird das deutsch-deutsche Duell in der rechten Halle des Kohlrabizirkus, also in derjenigen, in der auch die Icefighters in der nächsten Saison ihre Heimspiele austragen wollen. An einem dauerhaften Engagement auf dem Areal ist Box-Veranstalter SES allerdings nicht interessiert. „Für uns ist das eine temporäre Geschichte“, sagte SES-Promoter Ulf Steinforth, obgleich der Kohlrabizirkus eine „Mega-Location“ sei.

Dass sein Team die gesamte Ausrüstung mitbringen müsse – Tribünen, Stühle, Licht, Ton, insgesamt zehn Tonnen Material, sei völlig unproblematisch. „Wir haben große Erfahrung mit dem Aufbau. Es ist unsere 129. Live-Veranstaltung.“ Angestrebt wird eine Kapazität von 3.500 bis 4.000 Zuschauern. Neben den Hauptkämpfern werden weitere namhafte Boxer erwartet, darunter auch Lokalmatadoren, wie Steinforth versicherte. Konkrete Namen nannte er aber nicht. „Wir sind noch in der Planungsphase.“

Von Matthias Klöppel

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