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Sport Regional DDR-Radsportidol Täve Schur kommt nicht in die Hall of Fame
Sportbuzzer Sport Regional DDR-Radsportidol Täve Schur kommt nicht in die Hall of Fame
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12:01 28.04.2017
DDR-Radsportidol Täve Schur hatte mit Äußerungen zum Doping in der DDR Kritik auf sich gezogen. Quelle: dpa
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Frankfurt/Main - 

DDR-Radsportidol Gustav-Adolf „Täve“ Schur wird nicht in die Ruhmeshalle des deutschen Sports aufgenommen. In der Jury gab es keine Mehrheit für Schur, wie die Stiftung Deutsche Sporthilfe am Freitag in Frankfurt mitteilte.

Die Nominierung Schurs hatte Kritik ausgelöst. Der zweimalige Rad-Weltmeister, frühere Abgeordnete der DDR-Volkskammer und des Bundestags, hatte jüngst in einem Interview im „Neuen Deutschland“ Doping in der DDR heruntergespielt.

Schur bei der Rad-WM der Straßenamateure am 13. August 1960 auf dem Sachsenring. Quelle: dpa

Kein dritter Anlauf

Michael Ilgner, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Sporthilfe, erklärte die Entscheidung der Jury. „Schur ist nicht gewählt worden, und es wird in dieser Weise keinen dritten Anlauf geben“, sagte Ilgner. Die Sporthilfe sei überzeugt, dass statt eines Entscheids einer Jury eine grundsätzliche Diskussion über die deutsche Sport-Vergangenheit nötig sei. 2011 war Schur schon einmal vorgeschlagen worden.

In die Hall of Fame wurden vier neue Mitglieder gewählt: die Weitspringerin Heike Drechsler, der Skispringer Sven Hannawald, der nordische Kombinierer Franz Keller und Fußball-Nationalspieler Lothar Matthäus.

Von LVZ

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