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Sport Regional DHfK Leipzig: 20:28-Pleite bei Einstand von Michael Biegler
Sportbuzzer Sport Regional DHfK Leipzig: 20:28-Pleite bei Einstand von Michael Biegler
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11:52 21.02.2018
Der DHfK musste am Sonntag eine Auswärtspleite einstecken. (Archivbild) Quelle: Christian Modla
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Kassel/Leipzig

In der Halbzeitpause platzte Karsten Günther vor der Fernsehkamera der Kragen. Und das hatte nichts mit dem Spiel zu tun. Auch wenn das Team des Leipzigers zur Pause mit vier Toren gegen Melsungen zurücklag, nach 60 Minuten 20:28 (10:14) verlor. Mal wieder ploppte die Personalie Christian Prokop auf. Günther, sonst ein Diplomat vor dem Herrn, flog der Pfropfen vom Kessel: „Es ist ein Unding, dass wenn mal ein Ding in die Binsen geht, so eine Staatsaffaire drausgemacht wird. Andere Trainer haben auch Spiele verloren.“

Der 36-Jährige sagte weiter: „Das sind erwachsene Männer, die sich an einen Tisch setzen können. Eine Entscheidung sollte schnell herbei geführt werden.“ Dem stimmte sein Konterpart Axel Geerken von der MT zu. Geerken pflegt allerdings einen andere Meinung über Prokop als Günther.

Auf dem Feld spielte das keine Rolle. „Es geht darum, welche Mannschaft am Ende ein Tor mehr gemacht hat“, erklärte Günther Handball. 10:14 lagen die Leipziger zur Pause hinten. Nicht, weil Melsungen den SC DHfK an die Wand spielte. Sondern, weil Leipzig im Aufbauspiel sich den ein oder anderen Fauxpas leistete. Die Tempogegenstöße der Hessen klingelten im Kasten von Milos Putera. Mehr Agressivität und Galligkeit forderte Michael Biegler bei seiner ersten Bundesliga-Pflichaufgabe als Trainer der Leipziger.

Viel liegen geblieben

Dabei ließ die 5:1-Abwehr der Hausherren den Leipzigern auch nicht viele Chancen. „Leipzig ist wie wie Kaugummi“, warnte MT-Trainer Michael Roth und forderte vor allem beim Verteidigen Konzentration. Die fehlte den Roten in Durchgang zwei aber vorn.

Denn nach Wiederanpfiff hätte Melsungen den Sack bereits schnüren können. Freie Würfe, Tempogegenstöße, Siebenmeter wurden liegen gelassen beziehungsweise machte Milos Putera seinen Kasten blickdicht. „Bis zum Schluss konznetriert bleiben, wie bei einem Kaugummi, der wird zu Ende gekaut“, erinnerte Roth.

So blieb Leipzig die Chance, sich ranzuknabbern. Was Biegler den Seinen auch versuchte einzuimpfen. „Wir sind kurz davor, das Ding umzudrehen“, hatte Biegler in der 38. Minute zur Auszeit gesagt. „Spielt geduldig und konsequent.“

Ausfälle wiegen schwer

Das Zeitfenster für den SC DHfK schloss sich schnell, MT zog auf Sieben davon (50.). Die Leipziger ließen wieder im Angriff die Bälle liegen. Wechsel-Impulse konnte Biegler auch nicht setzen. Die Ausfälle von Niclas Pieczkowski, Andreas Rojewski und Franz Semper im Rückraum wiegen schwer.

Das hatte der neue Coach vorab betont – eine neue Situation für die Leipziger. Philipp Weber allein konnte den DHfK nicht in der Spur halten, Aivis Jurdzs wurde oft geblockt und Nachwuchstalent Gregor Remke ist noch nicht soweit.

Alexander Bley

DHfK: Putera, Vortmann – Weber 8/1, Jurdzs 4, Meschke 2, Strosack 2, Binder 1, Janke 1, Kunkel 1/1, Remke 1, Roscheck, Krzikalla, Milosevic.

Bester MT-Werfer: Kühn: 10.

Siebenmeter: Leipzig 2/3 – Melsungen 3/4.

Strafminuten: 6/8.

Zuschauer: 4300.

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