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Sport Regional Das Glück der Huong Do Thi aus Leipzig: Plötzlich deutscher Meister
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23:08 05.03.2018
Huong Do Thi aus Leipzig (Archivbild) Quelle: Christian Modla
Leipzig

„Wir erwarten einen Autokorso am Leipziger Hauptbahnhof“, sagte Kai Wienholz mit einem Augenzwinkern. Auch wenn der vom Cheftrainer der Leutzscher Füchse erhoffte Massenauflauf nicht zu Stande kam: Grund zu feiern hatten die Leipziger auf dem Heimweg von den deutschen Tischtennis-Meisterschaften allemal.

Mit an Bord war die frischgebackene Meisterin Huong Do Thi. Zusammen mit Sabine Winter (Kolbermoor) gewann die gebürtige Leipzigerin in Berlin den Titel im Doppel. Doch nicht nur für den Schützling von Kai Wienholz war dieser Triumph der größte Karriereerfolg, auch der Leipziger Tischtennissport erlebte eine Sternstunde: Noch nie zuvor kam ein deutscher Meister aus der Messestadt. Der Erfolg war mehr als unverhofft: Erst am Donnerstag erfuhr Huong Do Thi, dass sie beim Doppel antreten würde. Petrissa Solja, die planmäßige Partnerin von Winter, fiel krankheitsbedingt aus. Kurzerhand fragte die Ex-Europameisterin per Textnachricht, ob die Leipzigerin einspringen würde – sofort sagte diese zu.

Zwar kennen sich beide schon ewig und forderten sich als Schülerinnen oft gegenseitig heraus, gemeinsam an der Platte standen sie bislang noch nie. Entsprechend holprig verliefen die ersten Spiele. Denkbar knapp gewannen sie das Achtelfinale mit 3:2 Sätzen. Das Viertel- und Halbfinale wurde schon eine recht sichere Beute (jeweils 3:1), denn die langjährigen Freundinnen kamen im Laufe des Turniers immer besser in Fahrt.

Eben jenes 3:1 stand auch am Ende des viel umjubelten Finals zu Buche: Huong Do Thi und Winter krönten sich gegen Jessica Göbel und Tanja Krämer aus Busenbach zu Doppel-Champions. „Ich bin einfach überglücklich, es ist unglaublich, was am Wochenende passiert ist“, kommentierte die Leutzscherin ihren Überraschungscoup.

Auch ihre drei Teamkolleginnen zeigten starke Vorstellungen. Tho Do Thi, die Schwester der Meisterin, schied im Einzel nach starkem Turnierverlauf erst in der Hauptrunde gegen die spätere Finalistin Tanja Krämer aus. Soraya Domdey musste sich erst im Achtelfinale Do This Doppel-Partnerin Sabine Winter geschlagen geben. Lediglich Anna-Marie Helbig scheiterte bereits in der Gruppenphase. Die ehemalige Juniorenmeisterin, durch zwei Siege und einer Niederlage eigentlich qualifiziert, zog nur aufgrund der unglücklichen Gruppenkonstellation nicht in die K.o.-Runde ein. Fazit: Das Ergebnis von Berlin gibt Auftrieb für die 2. Bundesliga.

Leon Heyde

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