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Sport Regional Dominik Kaiser bleibt dem Profifußball erhalten – Termin für Abschiedsspiel wackelt
Sportbuzzer Sport Regional Dominik Kaiser bleibt dem Profifußball erhalten – Termin für Abschiedsspiel wackelt
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16:55 27.03.2018
Wenn RB im Finale der Europa League am 16. Mai spielt, müsste der Termin von Kaisers Abschiedsspiel noch einmal verschoben werden. Quelle: dpa
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Leipzig

Der 13. Mai soll den krönenden Abschluss einer sechsjährigen Beziehung zwischen Dominik Kaiser und RB Leipzig bilden. Von der Regionalliga bis in die Champions League, kein anderer Fußballer verkörpert den steilen Aufstieg des Vereins besser als der Mittelfeldspieler. Doch die Europa League könnte dem 29-Jährigen einen Strich durch die Rechnung seiner Pläne für ein Abschiedsspiel machen. Schafft das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl im ersten internationalen Jahr den Einzug ins Finale des Wettbewerbs am 16. Mai in Lyon, müsste der Termin noch einmal verschoben werden.

Die Planungen für die Partie des langjährigen RB-Kapitäns mit der Trikotnummer 24 sind trotzdem in vollem Gange. Die ersten Einladungen hat Kaiser bereits verschickt. In seiner Mannschaft „Domme&Friends“ werden langjährige Leipziger Weggefährten wie Tim Sebastian, Timo Röttger und Daniel Frahn kicken.

Einige Fragezeichen bei der Aufstellung zwischen Domme&Friends gegen RB Leipzig

Als Trainer soll Alexander Zorniger verpflichten werden, unter dem er bereits zweimal spielte, bei Normannia Gmünd sowie in Leipzig. Der zweimalige RB-Aufstiegscoach muss allerdings am 14. Mai mit seinem aktuellen Verein Bröndby IF in der dänischen Liga ran. Kaiser hätte bereits einen Plan B für den Posten: „Ralf Rangnick. Dem traue ich das auch zu, falls Zorniger absagt“, erklärt Kaiser mit einem Augenzwinkern. Schwierig könnte es auch mit der Teilnahme von Joshua Kimmich werden, sollten die Bayern in der Champions League weit kommen. „Ich bin aber zuversichtlich, dass er da ist, weil wir eine sehr freundschaftliche Verbindung haben“, meint Kaiser.

Bleibt es beim Anpfiff am 13. Mai um 16 Uhr, steigt das Abschiedsspiel über zweimal 30 Minuten nur einen Tag nach dem Bundesligafinale von RB Leipzig bei Hertha BSC Berlin. Weil ein Großteil der Nationalspieler anschließend auf WM-Reisen geht und es vor allem um den Spaß an der Sache geht, soll auch das Trainerteam die Chance auf Einsatzzeiten beim Gegner von „Domme&Friends“ haben. Ralph Hasenhüttl ist als ehemaliger Stürmer ein heißer Kandidat.

Die Partie samt buntem Rahmenprogramm für Kinder ist gleichzeitig der Saisonabschluss von RB Leipzig. Die Einnahmen des Tages werden einem guten Zweck gespendet. „Der Abschied aus Leipzig wird nicht einfach. Ich habe so viel miterleben dürfen. Das verbindet einen mit den Fans, den Mitspielern, der Stadt“, sagt Kaiser jetzt schon voller Wehmut.

Kaiser Zukunft liegt im Profifußball

Es wird sein letzter Auftritt in der Red Bull Arena sein, die aktive Karriere will der 29-Jährige aber nicht beenden. „Ich werde mich von Leipzig, aber nicht vom Profifußball verabschieden“, erklärte der gebürtige Schwabe am Dienstag. In welcher Liga und welchem Land sich Kaiser künftig sportlich verwirklicht, steht noch in den Sternen. Das wichtigste Kriterium: „Ich will vor allem regelmäßig jedes Wochenende auf dem Feld stehen“, sagte der 29-Jährige. In dieser Saison blieben seine Einsatzzeiten,mit gerade einmal 136 Minuten in der Bundesliga, deutlich hinter den persönlichen Erwartungen zurück.

Hat sich der Verein schneller entwickelt als er selbst? „Ich weiß nicht, ob man das so bezeichnen kann. Ich hätte gerne öfter die Chance erhalten zu zeigen, dass es nicht so ist. Auch wenn wir eine riesen Qualität auf der Position haben, sehe ich auch, dass ich mich vor keinem verstecken muss. Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass das Abschiedsspiel nicht mein einziges in den nächsten Wochen hier ist“, sagte der Rekordspieler mit bisher 165 Partien für RBL.

Auch wenn auf ihn bis Mitte Mai noch einige Herausforderungen in Bundesliga und Europa League mit seinem aktuellen Verein zukommen, zog Kaiser bereits ein kleines Fazit zu seinen Trainern bei RB Leipzig. Alexander Zorniger: „War sicher am zornigsten von allen.“ Ralf Rangnick: „Mit ihm haben wir den großen Schritt in die Bundesliga gemacht.“ Ralph Hasenhüttl: „Hatten wir jetzt zwei richtig gute Jahre.“ Eine Rückkehr nach der aktiven Karriere nach Leipzig schließt Kaiser nicht aus.  

Info: Der Vorverkauf hat bereits am Dienstag begonnen. Karten kosten für Vollzahler zehn Euro, ermäßigt fünf Euro. Kinder unter 14 Jahren erhalten freien Eintritt.

Anne Grimm

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