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Sport Regional Doppel-Gold für Leipzig
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19:14 26.08.2018
Die Leipzigerin Tina Dietze (l.) feiert mit Franziska Weber (Potsdam) den Weltmeister-Titel über 200 Meter. Quelle: Ute Freise
Montemor-o-Velho

Tränen flossen üppig. So nah am Wasser gebaut, mit der Hymnen-Melodie im Ohr, hatte Tina Dietze (30) schon ein paar Tage ihrer glanzvollen Kanu-Karriere nicht mehr. „Ich habe lange nicht mehr vor Freude geweint“, gestand die LVB-Paddlerin nach ihrem Titel bei der Weltmeisterschaft im portugiesischen Montemor-o-Velho. Dass sie und ihre ebenso routinierte Bootskollegin Franziska Weber (29) am Sonnabend über 200 Meter triumphierten, war eine überraschende Demonstration der Stärke.

Während die Leipzigerin nach einem Schulterbruch erst spät in die Saison einsteigen konnte, büffelte die Potsdamerin intensiv fürs Studium. „Wir fahren das achte Jahr zusammen. Wir haben Vertrauen zueinander und jede kann sich auf die andere verlassen“, erklärt Tina Dietze das Erfolgsgeheimnis der Golden Girls, die 2012 mit „Franzi“ den Olympiasieg über 500 m feierte. Am Sonntag wollte das Duo mit Steffi Kriegerstein (Dresden) und Conny Waßmuth (Potsdam) nachlegen. Aber für den K4 reichte es nur zum fünften Platz. „Leider hat es nicht mit einer Medaille geklappt“, bedauerte Frauen-Bundestrainer Kay Vesely. Der Leipziger hatte gleich nach dem Rennen mit seinen Damen nach Gründen gesucht, doch schlüssige Antworten blieb aus. „Das Rennen war gut. Die individuelle Leistung war da. Aber wir konnten das hohe Tempo nicht über die gesamte Distanz bringen“, meinte der Coach. Im Vergleich zu den siegreichen Ungarinnen und zweitplatzierten Neuseeländerinnen habe das deutsche Boot aus bekannten Gründen an der Besatzung basteln müssen. „Da fehlen ein paar Rennen.“ Wie geschmiert lief es am Sonntag dagegen für das Männer-Paradeboot. Der Kajak-Vierer verteidigte über 500 Meter mit Max Rendschmidt, Tom Liebscher, Ronald Rauhe und Max Lemke dank eines furiosen Endspurts seinen WM-Titel und setzte den goldenen Schlusspunkt für die DKV-Flotte. Diese holte bei den zehn Starts in zwölf olympischen Bootsklassen vier Mal Gold, eine Silber- und eine Bronze-Medaille – Ziel übererfüllt. „Ich hätte bei allem Optimismus nicht gedacht, dass wir so abschneiden würden“, bilanzierte Präsident Thomas Konietzko und lobte die Trainer: „Was sie abgeliefert haben, bewerte ich als hohe Schule im Trainer-Alltag.“

Für den goldenen Anfang hatte der Leipziger Peter Kretschmer (26) mit Yul Oeltze (24) aus Magdeburg am Freitag gesorgt. Die Canadier-Asse verteidigten über 1000 m ihren WM-Titel mit historischer Note. Zuletzt gelang das 1990 und 1991 der Besatzung Ulrich Papke und Ingo Spelly aus Potsdam. Am Sonntag sprang über die Hälfte der Distanz der fünfte Rang heraus. Der Ärger dauerte kurz. „Man versucht immer zu gewinnen. Aber die andern wollen das auch. Beim Start sind wir nicht gut weggekommen, das fehlte am Ende“, resümierte DHfK-Athlet Kretschmer. Canadier-Kollege Sebastian Brendel (30) sorgte indes für ganz großes Kino. Der Potsdamer holte auf seiner Paradestrecke nach 2014, 2015 und 2017 sein viertes WM-Gold in Serie.

Eine weitere Plakette für Leipzig erkämpfte Melanie Gebhardt (DHfK) mit Sarah Brüßler (Karlsruhe) im K2 über 1000 m.

Verdiente Ferien? Fehlanzeige, vorerst. Ab Mitte der Woche werden in Hamburg die deutschen Meister ermittelt – die WM-Fahrer mittendrin.

Von Kerstin Förster

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