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Erste Anklagen nach Brandiser Fußballrandale

Erste Anklagen nach Brandiser Fußballrandale

Nach dem brutalen Überfall auf Fußball-Fans bei der Bezirksklasse-Partie zwischen FSV Brandis und Roter Stern Leipzig am 24. Oktober bittet die Polizei um Mithilfe.

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Gewalttätiger Überfall beim Fußballspiel zwischen Brandis und Roter Stern Leipzig.

Leipzig. Es geht um die Identifizierung von bisher unbekannten mutmaßlichen Tatverdächtigen.

Es werden in diesem Zusammenhang Hinweise zur Identität von sechs Personen erbeten. Diese sind verdächtig, sich an den gewalttätigen Auseinandersetzungen beteiligt zu haben.

Bei dem nach wenigen Minuten abgebrochenen Spiel hatte eine Gruppe von etwa 50 Angreifern den Sportplatz in Brandis gestürmt. Die Schläger hatten es gezielt auf Anhänger des Gäste-Vereins Roter Stern Leipzig abgesehen. Sie gingen mit Eisenstangen und Holzlatten auf Fans los.

Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft erste Anklagen erhoben. Fünf Männer im Alter von 19 bis 28 Jahren müssen sich unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei gestern mit. Die Beschuldigten sollen der Neonazi-Szene angehören. Bei dem Überfall waren vier Menschen verletzt worden, einer davon schwer.

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Nach dem brutalen Überfall auf Fußball-Fans bei der Bezirksklasse-Partie zwischen FSV Brandis und Roter Stern Leipzig am 24. Oktober bittet die Polizei um Mithilfe. Es geht um die Identifizierung von bisher unbekannten mutmaßlichen Tatverdächtigen. Es werden in diesem Zusammenhang Hinweise zur Identität von sechs Personen erbeten.

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Die fünf Männer waren am 25. November festgenommen und in Untersuchungshaft gebracht worden. Zwei von ihnen kamen nach Haftprüfungsterminen wieder frei. Ein weiterer Verdächtiger wurde am vorigen Montag gefasst. Er sitzt in Untersuchungshaft.

In den vergangenen Wochen vernahmen die Fahnder der Ermittlungsgruppe Brandis und der SOKO REX des Landeskriminalamts Sachsen 320 Zeugen. Es wurden bisher neun Wohnungen durchsucht. 29 Personen konnten bisher identifiziert werden. Gegen sie wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. Zudem wurden zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung sowie übergebene Lichtbilder ausgewertet, so dass die Fahnder davon ausgehen, dass insgesamt 35 Personen aktiv an den gewalttätigen Übergriffen beteiligt waren.

Das Sportgericht des Leipziger Fußball-Verbandes (LFV) hatte am 2. Dezember entschieden, die Partie neu anzusetzen. Das Gericht begründete dies damit, dass die gastgebenden Brandiser alle geeigneten Maßnahmen zur Vorbereitung der Partie ergriffen hätten und die Ausschreitungen auch durch eine andere Vorgehensweise des Vereins nicht zu verhindern gewesen wären. Verbandspräsident Rainer Hertle hatte erklärt: "Den Verein trifft keine Schuld."

Gestern kündigte Roter Stern Berufung gegen das Urteil an. Der Verein muss seinen Einspruch in den nächsten Tagen noch begründen, damit die Berufung wirksam wird.

fm/dpa

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