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Sport Regional Erzgebirge Aue siegt glücklich mit 1:0 in Rostock - Hansa Hoffnung schwindet
Sportbuzzer Sport Regional Erzgebirge Aue siegt glücklich mit 1:0 in Rostock - Hansa Hoffnung schwindet
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16:01 25.03.2012
Aues Torschütze Jan Hochscheidt (links) jubelt mit Ronny König über den Treffer zum 0:1. Quelle: Bernd Wüstneck
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Rostock

Jan Hochscheidt (22.) erzielte das Siegtor für die Sachsen, die dem Ligaverbleib ein erhebliches Stück näher kamen. „Das waren ganz wichtige drei Punkte. Wir haben uns viele Chancen herausgespielt, müssen aber die auch nutzen“, betonte Aues Torhüter Martin Männel.

Bei strahlendem Sonnenschein und beinahe frühlingshaften Temperaturen starteten die Hanseaten das letztlich erneut vergebliche Unterfangen auf den dritten Saisonsieg mit einem neuen Torhüter. Routinier Jörg Hahnel ersetzte U20-Nationalspieler Kevin Müller, der bis dato noch keine Minute gefehlt hatte, wegen einer Oberschenkelverletzung aber kurzfristig passen musste.

Saisondebütant Hahnel konnte sich über den Einstand gegen seinen ehemaligen Verein aber nur eine knappe Viertelstunde freuen. Exakt nur 12 Minuten, denn sah Rostocks Stephan Gusche wegen groben Foulspiels die Rote Karte. Der Innenverteidiger hatte Aues Angreifer Fabian Müller in Strafraumhöhe mit hohem Bein zu Fall gebracht. Schiedsrichter Tobias Walz ahndete die ungeschickte Aktion des Youngsters mit Feldverweis - eine harte Entscheidung.

Nur zehn Minuten danach musste Hansas Ersatznummer eins auch noch hinter sich greifen. Michael Wiemann schlug im eigenen Strafraum über den Ball, Hochscheidt sagte danke und verwandelte eiskalt zur Führung für die Erzgebirger, die bis dahin nicht einmal gefährlich vor dem Rostocker Tor aufgetaucht waren. Hätte Ronny König in der 32. Minute nicht jegliche Zweitligatauglichkeit vermissen lassen, als er einen Abstauber aus Nahdistanz ans Außennetz setzte, wären die hanseatischen Hoffnungen schon nach einer guten halben Stunde vollends dahin gewesen.

So aber blieb sie noch ein wenig erhalten, und Hansa-Trainer Wolfgang Wolf versuchte sie mit zwei neuen Leuten nach der Pause zu nähren. Als dann auch noch Kevin Schlitte den Rostocker Tobias Jänicke von den Beinen holte und Schiedsrichter Walz auf Elfmeter entschied, schien die Wende möglich. Freddy Borg zeigte aber Nerven und scheiterte kläglich an Gäste-Keeper Männel (52.). „Ich wusste, dass er in die von mir aus gesehene rechte Ecke schießen wird. Ich bin dort hingesprungen, der Ball war aber auch nicht platziert geschossen“, meinte der Torhüter, der sich der Bedeutung seiner tat bewusst war: „Wenn zu dieser Zeit der Ausgleich fällt, bekommt die Partie eine Eigendynamik.“

Die dezimierten Hausherren steckten auch noch diesen neuerlichen Schock weg und blieben klar spielbestimmend. Zwingende Chancen blieben gegen die aufmerksame Auer Abwehr allerdings weiter Mangelware. Die beste hatte noch Borg, aber Männel blieb auch diesmal klarer Sieger (81.). „Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Wenn wir einen Elfer bekommen, müssen wir das Tor auch machen. Trotzdem ist noch nichts verloren, es kommt jetzt darauf an, wer im Abstiegskampf den längeren Atem hat“, meinte Hansas Dominic Peitz.

Trainer Wolf glaubt, dass sich alles gegen Hansa verschworen hat. „Aue hat zwar gewonnen, weiß aber sicher nicht, warum. Wir haben vornehmlich in der 2. Halbzeit auf ein Tor gespielt, uns aber wieder nicht belohnt“, meinte der Coach, der auch die Schiedsrichterleistung kritisierte: „Die Rote Karte war sehr strittig und er kann, vielleicht muss er auch, noch einen zweiten Elfmeter pfeifen.“

Gert Glaner, dpa

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