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Sport Regional Exa Icefighters besiegen Sonthofen 3:1
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22:51 18.03.2018
Michal Velecky (Icefighters #15) gegen Jörg Noack (r., Sonthofen) beim Spiel Icefighters Leipzig vs ERC Bulls Sonthofen. Quelle: Christian Modla
Taucha

Was für ein Match, was für eine Serie, was für ein Happy End: Die Exa Icefighters bezwingen in Spiel fünf des Achtelfinals den ERC Sonthofen 3:1. Am Ende pure Freude und euphorischer Jubel in Taucha. Nichts da mit letztem Match im Zelt – am Mittwoch geht es im Viertelfinale gegen Selb weiter.

Dominik Patocka schafft das 1:0

Der Schlüssel zum Weiterkommen war der Sieg  am Freitag in Sonthofen – es war das für unmöglich gehaltene Comeback. Nach der Schlappe in Spiel drei im heimischen Eiszelt waren die Leipziger mit einem Bein raus aus den Playoffs 2018. Oft ist nach so einer Niederlage der Ofen aus – wie bei Ligakonkurrent Halle bei der 2:8-Klatsche  in Regensburg.  Doch bei den Sachsen loderte das Feuer. Die Jubelstürme  nach dem Overtime-Siegtreffer vom Freitag  in Sonthofen (5:4)  holten das emotionale Momentum der Serie nach Leipzig zurück. Einer der Matchwinner war Dominik Patocka. Ihm gelang der Dosenöffner zum 1:0, er war an drei weiteren Treffern maßgeblich beteiligt: „Das war ein unnormales Gefühl beim Siegtreffer. Wir waren alle so glücklich“, erzählt Patocka.  In seinem Glück sah der 24-jährige auch „ein angeschlagenes Sonthofen“. Sven Gerike sah das auch, Leipzigs Coach  erwartete dennoch eine „weitere Schlacht in einer völlig offenen Serie.“

Schlüsselfrage: Wer hat die besseren Nerven im Tauchaer Hexenkessel? Es waren die Sachsen. Die Icefighters bezwangen vor 1400 Zuschauern  Sonthofen gestern mit 3:1 (1:1, 0:0, 2:0) und zogen verdient ins Viertelfinale ein. Denn gestern spielte nur eine Mannschaft Eishockey. Die Gäste kamen tatsächlich mit leerem Tank die lange Busfahrt in den Osten.

Ein Spiel mit viel Druck

Druckvoll gingen die Eiskämpfer in die entscheidende Begegnung – doch das erste Tor schossen die Allgäuer. Martin Guth traf mit einem Blueliner zur Führung (5.). Doch angetrieben von ihren Anhängern steckten die Gastgeber nicht auf. Angriffswelle auf Angriffswelle rollte. Nach 13 Minuten tobte die Menge. Florian Eichelkraut schickte Damian Schneider in den freien Raum, der verwertete den Alleingang zum Ausgleich.

Der Wahnsinn nahm seinen Lauf. Doch Sonthofen-Keeper Patrick Glatzel brachte die Leipziger ein ums andere Mal zur Verzweiflung. Parade, Latte, geblockte Schüsse – nichts ging rein. Die Angst war groß, dass Sonthofen mit einem Konter in Führung geht. 12:4 Torschüssen im zweiten Abschnitt sprachen Bände. Dennoch nur 1:1 zur zweiten Pause. „Irgendein dreckiges Tor muss einfach fallen, haben wir uns in der zweiten Pause gesagt“ erklärte Sven Gerike.

Nach 54. Minuten dann die Erlösung. Florian Eichelkraut erzielte so ein „dreckiges“ Tor zum 2:1. Sonthofen war stehend k.o. – eine kaputte Scheibe half kurz zum Luftholen. Nur Momente nachdem der Puck wieder aufs Eis fiel gelang Dominik Patocka das 3:1. Die Bulls waren geknackt – Leipzig feierte.

Ab Mittwoch startet das Viertelfinale

„Nach so einem Spiel ist es schwer die richtigen Worte zu finden. Das Spiel haben die Fans gewonnen. Ich habe in meiner Karriere noch keine besseren Fans erlebt“, sagte Gäste-Trainer Heiko Vogler voller Respekt. Auch Sven Gerike hatte nur lobende Worte für den Gegner: „Es war eine riesen Playoff-Serie von beiden Mannschaften. Sonthofen war eine harte Nuss, sie haben sich alle in die Schüsse geworfen und sie hatten einen starken Torhüter.“

Viel Zeit zum Jubeln bleibt freilich nicht. Schon ab Mittwoch startet das Viertelfinale. Durch das überraschende Ausscheiden der Saale Bulls starten die Exa Icefighters Leipzig mit Heimrecht. Um 19 Uhr steigt Spiel eins in der kw-Rent Eisarena gegen die Selber Wölfe. Großes Achtung: Selb hat die Füchse Duisburg im Achtelfinale mit 3:0-Siegen rausgekegelt.

Von Uwe Köster

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