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Sport Regional Exa Icefighters verlieren gegen Sonthofen - Freitag gilt: Alles oder Nichts
Sportbuzzer Sport Regional Exa Icefighters verlieren gegen Sonthofen - Freitag gilt: Alles oder Nichts
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22:43 13.03.2018
Icefighters gegen ERC Bulls Sonthofen Quelle: Christian Modla
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Leipzig

Das hatten sich die Exa Icefighters Leipzig sicher ganz anders vorgestellt. Nach einer vom Ergebnis her klaren Niederlage gestern Abend stehen die Sachsen kurz vor dem Aus im Playoff-Achtelfinale der Oberliga. Gegen die Allgäuer des ERC Bulls Sonthofen setzte es eine 2:5 (0:0,1:2,1:3)-Niederlage.

Der erste Abschnitt vor den mehr als 1200 Zuschauern glich einem reinen Taktik-Festival. Beide Mannschaften neutralisierten sich und konnten gegen die kompakten Abwehrreihen wenige Top-Torchancen erspielen. Den Icefighters war spürbar der Druck im richtungsweisenden Match anzusehen. Im zweiten Durchgang nahm die Begegnung Fahrt auf. Durch eine Überzahl begünstigt übernahmen die Leipziger das Zepter und tasteten sich an das Gehäuse von ERC-Goalie Patrick Glatzel heran. Nach 25 Minuten brach der Bann. Kapitän Florian Eichelkraut sorgte für die erlösende Führung des Nordstaffel-Dritten. Es folgte der gleiche Nackenschlag wie im Allgäu am Sonntag. 24 Sekunden später, als die Sachsen im Kopf noch den Treffer feierten, ließ Derek Roehl Sonthofen jubeln.

Alles war wieder auf Anfang gestellt. Leipzig scheiterte mehrfach am starken Glatzel oder einmal sogar dem Torgestänge. Das Team aus Bayern machte es besser und erteilte den Icefighters eine Lehrstunde im Powerplay. Phillip Messing konnte in Überzahl das 1:2 erzielen. Der Führungstreffer höchst umstritten, denn die Bulls checkten Leipzigs Torwart Roßberg. Schiedsrichter Salewski gab jedoch das Tor. Leipzig war bedient und kassierte eine zehnminütige Bankstrafe. „Das war eine Katastrophe“, kommentierte Geschäftsführer AndrKrüll. Die Gäste spielten die Scheibe ab sofort nur noch tief und bauten ihr kompaktes Bollwerk auf.

Große Frage in der letzten Pause: Gelingt den Icefighters ein Comeback im Schlussdrittel? Nein – es endete im ergebnistechnischen Desaster. Der K.o.-Treffer fiel schon nach 45 Minuten. Fabian Voit schoss trocken in die lange Ecke. Voher zeigte der einseitig pfeifende Schiedsrichter eine Strafzeit gegen Hubert Berger, der eigentlich vom Gegenspieler in die Bande befördert wurde, an.

Dennoch war auch das Anrennen der Sachsen zu planos, das Aufbauspiel zu fahrig und die Bullystatistik eine reine Katastrophe. Wahres Playoff-Hockey war an diesem Abend in Taucha nicht mehr anzufinden.

Coach Sven Gerike probierte alles, zog die Auszeit, nahm Roßberg vom Eis. Leipzig warf zwar alles nach vorne, was auch die Statistik bewies: 40 zu 17 Schüsse aufTor. Immer wieder fehlten nur Zentimeter. Die mauernden Allgäuer taten weiter nicht mehr als nötig – Ralf Rinke schob ins verwaiste Tor zum 1:4 ein. Das Match war entschieden. Die letzten Treffer waren nur noch Ergebniskosmetik. Roehl 1:5 (59.) und Ian Farrell in der Schlussminute besiegelten den 2:5 Endstand.

Ob das Tor von Farrell das letzte der Geschichte im Tauchaer Eiszelt war? Geschäftsführer André Krüll sagte vor dem Spiel: „Wer das Spiel heute gewinnt, wird wohl die Serie für sich entscheiden.“ Nun wird der Tenor bei „Totgesagte leben länger“ liegen. Am Freitag hat der ERC Bulls Sonthofen Matchball im Allgäu. „Wir werden alles versuchen, um nochmal die Serie nach Taucha zu holen“, blieb Trainer Sven Gerike kämpferisch.

Martin Bergau

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