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Grimmaer Volleyballerin Sandra Peter vor Wechsel nach Engelsdorf

Grimmaer Volleyballerin Sandra Peter vor Wechsel nach Engelsdorf

"Nach sechs Jahren ist Zeit für einen Tapetenwechsel", sagt Sandra Peter. Die ­Außenangreiferin bestreitet am Sonnabend ihr ­letztes Spiel für Volleyball-Zweitligist VV Grimma, der zum Saisonausklang auf Stuttgart trifft (19.30 Uhr).

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Sandra Peter

Quelle: Nitsche

Leipzig. Die 26-Jährige, die in Leipzig wohnt und als Bürokauffrau arbeitet, wird sich wohl Lok Engelsdorf anschließen. "Es gab bereits Vorgespräche, ich hoffe, dass es klappt."

Sandra Peter scheidet zwar mit etwas Wehmut aus Grimma, doch das letzte Jahr sei nicht mehr schön gewesen. "Mir fehlte der Spaß und das ständige Dazulernen." Zweimal in Folge war sie unter Trainer Jorge Munari Meister geworden, mit dessen Nachfolger Darko Despotovic wurde sie nie richtig warm. "Wir haben uns arrangiert, aber es war schwierig."

Und die gewohnten Erfolge blieben aus. Das nahezu unveränderte Meister-Team wird nach bisher 13 Siegen und acht Niederlagen wahrscheinlich auf Rang fünf landen. "Damit können wir nicht zufrieden sein, aber es kamen viele Probleme zusammen", meint Despotovic. Die Mannschaft sei erst spät komplett gewesen, habe viele Ausfälle verkraften müssen, und im Training sei er oft mit nur sechs, sieben Spielerinnen dagestanden. "Ich hatte das Gefühl, bei einigen fehlte die Motivation."

Der 43-Jährige hatte zuvor nur Herren-Teams trainiert und gesteht ein: "Es war eine große Umstellung für mich und manchmal schwer, zur richtigen Zeit die richtigen Worte finden. Frauen brauchen mehr verbale Streicheleinheiten und eine klarere Ansprache. Sie waren es gewohnt, dass man ihnen während des Spiels ständig sagt, was sie machen sollen." Despotovic orientierte auf mehr Selbstständigkeit auf dem Parkett und stieß auf Unmut. Vorwürfen, er sei auf Änderungsvorschläge des Teams nicht eingegangen, entgegnet er: "Im Leistungssport gibt es keine Demokratie."

Da zwei bis drei weitere Spielerinnen den VV Grimma verlassen, wird Despotovic in seinem zweiten Jahr neu aufbauen müssen: "Ich habe viel gelernt und bin zuversichtlich." Sandra Peter aber freut sich auf eine "neue Herausforderung bei einem ehrgeizigen Verein". Und falls Lok Engelsdorf wirklich noch durch die Hintertür den Zweitliga-Aufstieg schafft (die LVZ berichtete), steigen bald heiße Derbys mit Grimma.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.04.2014

Steffen Enigk

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