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Sport Regional Groß trumpft groß auf: Leipziger Bahnradprofi rast zu Gold bei Deutschen Meisterschaften
Sportbuzzer Sport Regional Groß trumpft groß auf: Leipziger Bahnradprofi rast zu Gold bei Deutschen Meisterschaften
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21:00 13.07.2018
Siegreich im Team (von links nach rechts): Jasper Frahm, Felix Groß, Lucas Liss und Leif Lampater gewinnen Gold in der 4000-Meter-Mannschaftsverfolgung. Quelle: Michael Deines/PROMEDIAFOTO
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Dudenhofen

War ihm in der Einerverfolgung der ganz große Coup noch verwehrt geblieben, so holte sich Felix Groß tags darauf doch noch die ersehnte Goldmedaille: Der 19-jährige Bahnradprofi aus Leipzig raste Donnerstagnacht im Mannschaftsvierer bei den Deutschen Meisterschaften im pfälzischen Dudenhofen auf den ersten Platz. „Die Freude ist natürlich riesig. Ich bin sehr stolz, dass wir das Rennen gewonnen haben“, sagte der vom SC DHfK ausgebildete Youngster. Für ihn ist es das erste Gold in der Eliteklasse der Männer.

Finalsieg gegen Sprintstar Levy

Die Entscheidung in der 4000-Meter-Mannschaftsverfolgung war mit Spannung erwartet worden. Der Startschuss fiel um 22.30 Uhr. Groß stand zusammen mit Jasper Frahm, Lucas Liss und Leif Lampater (Team Heizomat Rad-Net II) dem Team LKT Brandenburg um Sprintstar Maximilian Levy gegenüber. Bereits in der Qualifikation fuhr das schlagkräftige Heizomat-Quartett in 4:09,907 Minuten Bestzeit. Im Finale steigerte es sich noch einmal. Die Uhren stoppten bei 4:07,54 Minuten. Damit waren Groß und Co. mehr als eine Sekunde schneller als die Kontrahenten (4:08,824 Minuten).

Groß hat den Vierer als Anfahrer in Schwung gebracht, während die anderen in seinem Windschatten ihre Kräfte sparen konnten. „Wir hatten einen optimalen Lauf erwischt. Jeder wusste, was er zu tun hatte“, resümierte der Sachse und verwies auch auf die starke Vorbereitung in Frankfurt an der Oder: „Dadurch war der Körper sehr gut auf das Rennen eingestellt.“

Europameisterschaft und Weltcup als Ziele

Zeit zum Ausruhen gönnt sich Groß keine. Der Shootingstar, der bei der Tour de France Peter Sagan die Daumen drückt, aber an den nächsten Triumph von Christopher Froome glaubt, bleibt voll im Training, will seine Form halten und weiter ausbauen. Im August visiert er das Podest bei der Bahn-EM der U23 im italienischen Montichiari an. In der Einerverfolgung stünden die Chancen sehr gut, meint er. Und auch mit der Mannschaft rechnet sich der Radsportler etwas aus. Darüber hinaus hofft er, beim Weltcup Anfang Dezember in Berlin an den Start gehen zu können.

Couragierte Leistungen auf dem Dudenhofener Oval haben derweil auch zwei Leipzigerinnen gezeigt. Michaela Ebert vom SC DHfK ergatterte am Donnerstag im Madison zusammen mit Tatjana Paller die Silbermedaille, schaffte zudem Platz vier in der Einerverfolgung über 3000 Meter. „Damit hatte sie gar nicht gerecht“, verriet Trainer Roland Hempel. Jenny Hofmann (SC DHfK) kam im Madison mit Vanessa Wolfram auf den sechsten Platz.

Zeitfahr-Meister widmet Titel verunglückter Vogel

Für Aufsehen sorgte der alte und neue Zeitfahr-Meister Maximilian Dörnbach. Der Erfurter widmete seinen Titel noch vor der Siegerehrung Teamkameradin Kristina Vogel. Die zweifache Olympiasiegerin hatte sich am 26. Juni bei einem Sturz im Training schwerste Rückenverletzungen zugezogen.

Von Matthias Klöppel

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