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Sport Regional Herzschlag-Finale im Markkleeberger Kanupark
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20:56 06.05.2018
Ein Herzschlag-Finale gab es am Sonntag im Markkleeberger Kanupark. (Archivbild) Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Spannender hätte der Kampf um die EM- und WM-Tickets für die Leipziger Kanuslalom-Artisten kaum laufen können. Am Ende haben die LKC-Asse ihren Heimvorteil im Kanupark Markkleeberg genutzt und Nervenstärke bewiesen. Nach holprigem Beginn in Augsburg qualifizierten sich in den vier olympischen Bootsklassen vier Leipziger für die EM am ersten Juni-Wochenende in Prag. Obwohl die offizielle Nominierung erst am Montag veröffentlicht wird, dürfte dieses Quartett auch im Hinblick auf die WM im September in Rio de Janeiro gute Chancen haben. Bereits vor vier Wochen hatten sich zwei Leipziger C2-Boote das Ticket für Prag gesichert.

Souverän löste Andrea Herzog bereits am Sonnabend die Quali-Aufgabe im Canadiereiner, nach ihrem Sieg brachte die 18-Jährige sogar die ideale Platzziffer Null in die Wertung. „Leider lief aber am Samstag mein Kajak-Halbfinale gar nicht gut. Ich war deprimiert und hatte keine gute Laune. So hatte ich auch vor dem C1-Finale etwas Bammel – doch nun bin ich super glücklich“, sagte die Junioren-Weltmeisterin.

Ihre Trainingskollegin Lena Stöcklin qualifizierte sich mit Platz zwei im Sonntag-Finale noch hauchdünn vor Kajak-Spezialistin Jasmin Schornberg. „Meinen Glücksschrei im Ziel hat man bis auf die Tribüne gehört“, sagte die 27-Jährige, die sich technisch so stark fühlt wie nie, die Quali-Wochen aber als extrem nervenaufreibend empfand.

Optimales Wochenende

Bei den C1-Männern sprach Franz Anton von einem „optimalen Wochenende“. Nachdem der Schwabe Sideris Tasiadis in Augsburg beide Heimrennen gewonnen hatte, wollte es Anton seinem nationalen Dauerkontrahenten gleichtun. Dies gelang dem C2-Weltmeister von 2015 eindrucksvoll.

Überraschend paddelte Lennard Tuchscherer in dieser extrem spannenden Bootsklasse in seinem ersten Männerjahr auf Platz drei der Rangliste. „Das harte Training im Winter hat sich ausgezahlt. Ich habe mich sehr verbessert, obwohl es im Training oft schwer ging. Aber seit einer Woche läuft es wie geschmiert“, sagte der 19-Jährige.

Leipziger in Duisburg

Auch in Duisburg hatten zwei Leipziger Paddler Grund zum Jubeln. DHfK-Canadierspezialist Peter Kretschmer (26) und Teamkollegin Melanie Gebhardt (24) im Kajak haben bei der zweiten nationalen WM-Qualifikation ihren Platz im erweiterten DKV-Team gesichert. London-Olympiasieger „Kretsche“ nimmt in der Gesamtrangliste hinter Sebastian Brendel (Potsdam) den zweiten Platz ein. Dritter wurde der Magdeburger Yul Oeltze, mit dem der Leipziger letztes Jahr EM- und WM-Gold holte.

Sonntag sollte eigentlich die Zweier-Bande wieder loslegen. Die Vorzeichen standen bestens. Doch das Quali-Rennen fiel ins Wasser, weil der dritte gemeldete C2 mit Conrad-Robin Scheibner (sagte ab) und Stefan Kiray nicht starten konnte. „Klar wäre dieser Test gut gewesen. Man hätte ja gegen U23-Boote fahren können. Wollte man nicht. Also sehen wir uns zum Weltcup“, formulierte Bundespolizist Peter Kretschmer schon einmal die Kampfansage für den Einsatz in drei Wochen an gleicher Stelle. Dann geht es darum, bester deutscher Zweier zu werden. Zum erweiterten U23-Team gehört Nico Pickert.

Gute Karten für die internationalen Aufgaben hat ebenso Melanie Gebhardt. Sie wurde in Abwesenheit der Gesamtranglisten-Führenden Franziska Weber (Potsdam) Dritte hinter Steffi Kriegerstein (Dresden) und Jasmin Fritz (Magdeburg). Über die Einsatzkonzeption zum Weltcup wird sich Bundestrainer Kay Vesely aus Leipzig aufgrund von Wackelkandidatinnen noch den Kopf zerbrechen müssen.

Frank Schober, Kerstin Förster

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