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Sport Regional Leipziger Icefighters verkaufen ihr Eiszelt bei Ebay
Sportbuzzer Sport Regional Leipziger Icefighters verkaufen ihr Eiszelt bei Ebay
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16:14 31.05.2018
Das Eiszelt, noch steht es in Taucha, soll verkauft werden. Quelle: Christian Modla
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Leipzig

 Da staunen die Leipziger Eishockey-Fans nicht schlecht. Seit Sonntag wird das Tauchaer „Eiszelt“ – bis vor kurzem kultige Spielstätte des Oberligisten Icefighters Leipzig und Schauplatz legendärer Eishockey-“Schlachten“ – auf dem Onlineportal Ebay zum Verkauf angeboten. Unter der Beschreibung „Erhöhtes Festzelt/Zelthalle 40x80 Meter“ wird ein Abholpreis von 149.000 Euro zzgl. Mehrwertsteuer aufgerufen, Verhandlungsbasis versteht sich. Ist mit dem Verkauf des Zeltes die Frage der künftigen Spielstätte der Icefighters geklärt? Schließlich galt das Zelt bis zuletzt noch als allerletzter Ausweg, falls mit dem Kohlrabizirkus doch nichts wird.

Verkauf soll angeschoben werden

„Ganz klar: Wir wollen in den Kohlrabizirkus“, sagt André Krüll, Geschäftsführer der Icefighters. „Aber das muss alle klug vorbereitet werden.“ Dazu gehöre halt auch, den Verkauf des Zeltes schon mal anzuschieben. „Niemand kann so ein Zelt von heute auf morgen loswerden. Wir wollen jetzt auch nicht einfach abbauen und das Zelt irgendwo zwischenlagern, das kostet alles Geld. Im Idealfall einigen wir uns mit dem potenziellen Interessenten, dass das Zelt ab- und dann sofort bei ihm aufgebaut wird. Aber das Zelt wird ohnehin erst verkauft, wenn mit unserer Spielstätte alles klar ist.“

Chancen stehen bei 80 Prozent

Und das ist weiterhin das Problem. Die Verhandlungen mit den Besitzern des Kohlrabizirkus, der Vicus Group, würden auf Hochtouren laufen. Eine Betreibergesellschaft müsse gegründet, jedes Detail sauber geklärt werden. Verhandelt wird schon lange, allerspätestens Anfang September brauchen die Icefighters zur Saisonvorbereitung eine Eisfläche, die Punkspiele beginnen Ende September. „Ja, die Zeit drängt, aber es darf trotzdem kein Schnellschuss werden“, sagt Krüll. Etwa vier bis sechs Wochen werde man für die Umrüstung des Kohlrabizirkusses auf Eisbetrieb brauchen, von Kosten von 1 bis 1,5 Millionen Euro war einmal die Rede. „Wir werden mit weniger auskommen, weil wir erst einmal ein Dach über den Kopf brauchen. Die Halle werden wir dann peu à peu nach unseren Vorstellungen umbauen und einrichten“, sagt Krüll. Rechnet man den Zeitplan rückwärts, müsste also spätestens bis Mitte Juli eine Einigung mit der Vicus Group erfolgt sein. „Ich hoffe auf Ende Juni“, sagt Krüll, der die Chancen auf besagte Einigung mit „80 Prozent“ beziffert.

Und wenn doch noch alles scheitert? Dann ist ja immer noch das Zelt da, was an einer anderen Stelle wieder aufgebaut werden könnte. Der letzte Ausweg sozusagen, nicht nur für Krüll der „worst case“. Übrigens, ein Interessent hat sich auf die Ebay-Anzeige (Stand Donnerstag, 16 Uhr) nicht gemeldet.

Von Uwe Köster

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