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Sport Regional Icefighters feiern Derbysieg gegen Saale Bulls Halle
Sportbuzzer Sport Regional Icefighters feiern Derbysieg gegen Saale Bulls Halle
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23:19 28.12.2016
Halle musste in den Hexenkessel der Icefighters Leipzig und verlor. Quelle: Christian Modla
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Leipzig

Zeit für ein Derby. In Mitteldeutschland heißt das: Der Finanzkrösus gastiert beim Arbeiterverein, Sachsen-Anhalt gegen Sachsen, volle Reihen gegen Rumpftruppe oder einfach Halle muss in den Hexenkessel der Icefighters Leipzig. Der Eishockey-Drittligist hat tatsächlich die Saale Bulls Halle in einem hochdramatischen, spektakulären und packenden Match mit 2:1 (0:1, 2:0, 0:0) vor der mit 2.300 Fans ausverkauften KW-Rent Eisarena in die Knie gezwungen. Zu Beginn machte das allerdings noch gar nicht den Anschein danach.

Die Gäste von der Saale begannen saustark und waren zuerst druckvoll überlegen. Patrik Cerveny, war mit seinen 19 Jahren hoch konzentriert und parierte ein paar Mal sehr hervorragend. Die Dominanz der Gäste wurde durch Überzahlspiel größer. Die heimischen Eiskämpfer warfen alles in die Waagschale, kassierten trotzdem den verdienten Gegentreffer. Igor Bacek behielt im Gedränge vor dem Tor die Übersicht und ließ die zahlreichen Gästefans jubeln. „Wir haben im ersten Drittel keinen Zugriff auf die Partie bekommen. Halle kam da immer mit Schwung“, betonte Cheftrainer Sven Gerike. Mit dem Rückstand wurde dieser Zugriff auf die Begegnung zunehmend besser – jedoch ohne wirklich brandgefährliche Torgefahr zu erzeugen. Die Führung der Hallenser bis dato verdient.

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Zeit für ein Derby. In Mitteldeutschland heißt das: Der Finanzkrösus gastiert beim Arbeiterverein, Sachsen-Anhalt gegen Sachsen, volle Reihen gegen Rumpftruppe oder einfach Halle muss in den Hexenkessel der Icefighters Leipzig. Der Eishockey-Drittligist hat tatsächlich die Saale Bulls Halle in einem hochdramatischen, spektakulären und packenden Match in die Knie gezwungen.

Was die Mannschaft von Gästetrainer Georgi Kimstatsch im zweiten Abschnitt bot, hinterließ einige Fragezeichen. Die Icefighters bekamen ihr Forecheck-Eishockey besser auf das Eis zelebriert, während die Saale Bulls praktisch das Spielen einstellten. Die Gastgeber waren immer einen Tick schneller und schnürten die Hallenser ein. Mit Glück und einem hervorragenden Sebastian Albrecht im Tor hielten die Gäste lange dem immensen Druck stand. „Es ist ein bisschen schade, dass wir uns nicht belohnt haben. Wir waren, fand ich, über die gesamte Spielzeit die bessere Mannschaft. Leider gab es katastrophale Fehler im zweiten Drittel“, ärgerte sich Halle-Trainer Kimstatsch. Die Dominanz der Icefighters wurde weiter größer, weil die Saale Bulls sich nur noch mit Strafzeiten zu helfen wussten.

Der mittlerweile längst überfällige 1:1 Ausgleich fiel endlich in Minute 32. Florian Eichelkraut traf nach mustergültiger Vorlage von Hannes Albrecht und Edward Gale bedient. „Wir laufen beim Ausgleich in einen ganz blöden Konter“, befand Kimstatsch. Die Gäste ließen die Hausherren weiter schalten und walten. Die Icefighters drängten weiter unaufhörlich und wurden belohnt. Eine erneute Traumkombination vollendete Hannes Albrecht zum 2:1 (38.). Ausgerechnet Eichelkraut und Albrecht muss man in Halle wohl sagen. Beide stehen als Synonym für die bitteren Derbypleiten der letzten Jahre. Im Schlussabschnitt besannen sich die Gäste auf ihre Stärken und drückten immer wieder auf den Ausgleich.

Die Icefighters kämpften, machten ihren Namen aller Ehren und hatten mit Cerveny einen Turm in der Schlacht. Der Leipziger-Torhüter ist gerade mal 19 Jahre und entschied das Goalieduell eindrucksvoll gegen seinen Wiedersacher Albrecht. „Es war ein Abnutzungskampf mit Playoff-Charakter“, sagte Sven Gerike. Der Hexenkessel Taucha bebte förmlich dem Ende entgegen. Kurz nach 22:06 Uhr kannte der Jubel keine Grenzen mehr: Derbysieg. Da die Konkurrenz patzte, stehen die Icefighters dicht vor dem Einzug in die Top 8 – ein schöner Nebeneffekt eines wahren Krimis kurz vor dem Jahreswechsel.

Martin Bergau

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