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Judo-Bundesliga: Leipziger Frauen verlieren, Männer mit Remis

Judo-Bundesliga: Leipziger Frauen verlieren, Männer mit Remis

Die Einzelkarriere hat Vorrang vor der Bundesliga. Der internationale Terminkalender nimmt keine Rücksicht auf die deutsche Mannschaftsmeisterschaft. Diese alte Weisheit traf die Leipziger Judoka am Wochenende mit voller Wucht.

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Ein Ippon-Sieg im ersten Bundesligakampf gelingt Kristin Faltin (l.).

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Wenn Verletzungen hinzukommen, sind die Bundesliga-Kämpfe nicht zu gewinnen. Zum Saisonstart unterlagen die JCL-Frauen trotz der Unterstützung von gut 300 Fans daheim gegen den JC Wiesbaden mit 5:9. Über einen Teilerfolg freuten sich die JCL-Männer beim Gastspiel in Ettlingen - dies endete 7:7.

Die parallel laufenden internationalen Auftritte endeten recht erfolgreich: Heide Wollert sammelte beim Grand Slam in Baku als Dritte im Mittelgewicht wichtige Weltranglistenpunkte. Am Start in der 70-kg-Klasse waren 14 Kämpferinnen. Die Ex-Europameisterin feierte drei Siege und verlor einen Kampf. "Ihre einzige Niederlage gegen eine Britin war sehr umstritten. Eine Bestrafung gab den Ausschlag", sagte Männer-Trainer Haiko Seidlitz, dessen Schützling Hannes Conrad (Rang sieben) sich im zweiten Duell am Ellbogen verletzte und aufgeben musste. Beim Europacup in London wurde Marie Branser Siebte. Und beim U21-Europacup in Kaunas verlor Danny Hanke (2.) nach drei Siegen erst im Finale, Robert Uniewski und Anton Krivickij (alle JCL) kamen auf Platz drei.

Nach dem Bundesliga-Heimkampf war Teamchefin Melanie Gerber keineswegs unzufrieden. Sie griff nach dem 5:9 gegen Wiesbaden spontan zum Mikro und bedankte sich bei den Fans für die Unterstützung und bei ihrer jungen Mannschaft für die Moral. Gleich vier Bundesliga-Neulinge hatte der Titelverteidiger auf die Tatami geschickt, während die Olympiazweite Kerstin Thiele gemeinsam mit Juniorentrainer Martin Rumpf coachte. Besonders stark der Auftritt von Kristin Faltin. Die aus Schkeuditz stammende 18-Jährige musste gleich als Erste auf die Matte und siegte mit Kontertechnik nach einer knappen Minute. "Ich dachte, Kristin wäre aufgeregter. Aber sie hat gegen eine unbequeme Kontrahentin richtig cool und abgeklärt gekämpft", sagte "Melle" Gerber, die selbst zwei Mal kurzen Prozess machte. Nach dem 3:1 für Leipzig zogen die Hessinnen vorbei und davon.

Die JCL-Männer konnten sich auf beide rumänische Gaststarter verlassen, die vier Punkte beisteuerten. Schock kurz vor Beginn: Bei Laszlo Szoke fehlte eine Marke im Wettkampfpass, die mit etwas Glück besorgt werden konnte. "Wir haben bis auf die 60-Kilo-Klasse gut gepokert. Wichtig war, dass auch unsere Verletzten mit über die Waage gegangen sind. So konnten wir den Gegner auf eine falsche Fährte locken", sagte Kapitän Norbert Fleischer. In dem ausgeglichenen Duell lag der JCL meist ein Pünktchen zurück, beim Stand von 6:7 kämpfte René Kirsten gegen den erfahrenen, aber zehn Kilo leichteren Dennis Huck. Mit einer umjubelten Festhalte sicherte Kirsten das Remis.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.05.2014

Frank Schober

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