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KFC-Ringer bezwingen Hallbergmoos - Wedekind und Türk sagen Tschüss

KFC-Ringer bezwingen Hallbergmoos - Wedekind und Türk sagen Tschüss

Den KFC-Ringern gelang am Sonntagnachmittag vor 200 Zuschauern in der kleinen Arena-Halle der erste Saisonsieg. Die Leipziger schlugen den Tabellenfünften Hallbergmoos mit 22:18. Trotzdem müssen die Sachsen die Bundesliga nach drei Jahren verlassen.

Leipzig. Die Emotionen schlugen noch einmal hoch. Denn mit Kai Wedekind (30) und Tilo Türk (31) bestritten zwei langjährige Leistungsträger ihren letzten Kampf. Und beide verabschiedeten sich mit eindrucksvollen Siegen von den Fans. Die Teamkollegen trugen Wedekind und Türk auf Schultern von der Matte. Die Zuschauer feierten die Routiniers, die sieben Zähler zum ersten Saisonerfolg der KFC-Staffel gegen den ersatzgeschwächten Gegner beisteuerten.

"Ich habe mich riesig darüber gefreut, dass so viele Leute heute gekommen sind, die lange nicht da waren", meinte Wedekind. Und Türk, der bei seinem 3:0-Sieg bis zur Erschöpfung fightete, entspannte sich anschließend ganz allein in der Vorbereitungshalle. "Mir ist das alles noch gar nicht bewusst", kommentierte er seinen Abschied.

Wolfgang Nitschke, beim KFC als einer der Vizepräsidenten verantwortlich für Marketing, gewinnt dem Abstieg auch positive Seiten ab. "Wir können die zweite Liga nutzen, um die Mannschaft neu aufzubauen für die Rückkehr nach oben. Unsere Vereinsphilosophie besteht darin, auf junge Sportler aus der Region zu setzen. Wir haben einige veranlagte Jungs, die aber noch Zeit brauchen." Nitschke nennt dabei Namen wie Erik Thiele (14), Rene Findt (18), Jan Richtsteig (16) oder Max Stuhr (19).

Der ehemalige Bundestrainer glaubt, dass selbst Männer wie Dustin Scherf (60 kg, klassisch) und Nico Graf (96 kg, Freistil), die zur deutschen Elite zählen, sich erlauben können, ein Jahr lang eine Etage tiefer zu kämpfen. "Sie können diese Zeit trainingsmethodisch nutzen, um zum Beispiel an ihrer Technik zu feilen oder bestimmte Kampftaktiken zu üben. Das ist in Liga zwei manchmal günstiger als in der obersten Klasse, wo sie immer auf starke Gegner treffen", meint der Leipziger, der 25 Jahre erfolgreich als Auswahltrainer für die Männer arbeitete. In einem Zwischenjahr vor den nächsten Olympischen Spielen 2012 sei so etwas machbar.

Zudem wären diese starken Männer auch wichtig als Zugpferde für die jungen KFC-Kämpfer, obwohl Graf (26) und Scherf (20) selbst noch nicht mal im besten Ringeralter sind. "Ich denke, es ist auch ein moralischer Anspruch für die beiden. Unser Ziel muss immer sein, dass wir so schnell wie möglich wieder hoch kommen." Das sei auch wichtig, weil das Mitteldeutsche Leistungszentrum in Leipzig beheimatet ist. Obwohl Athleten, die dort unter Anleitung bewährter Trainer üben, nicht Mitglied des KFC sein müssen. "Das ist auch eine Sache des Renommees", sagt Benedict Rehbein, Präsident des Ringer-Verbandes Sachsen.

So sieht es auch Uwe Neumeister. "Wenn es uns gelingt, die Mannschaft zusammenzuhalten, streben wir den sofortigen Wiederaufstieg an", sagt der KFC-Vize Sport. Allerdings müssen die Leipziger dabei auf Leistungsträger wie Kai Wedekind und Tilo Türk verzichten, was trotz veranlagter junger Leute das Unterfangen wesentlich schwieriger gestaltet.

Punkte für KFC:

Graf 4:0, Wedekind 4:0, Fuchs 4:0 (kampflos), Türk 3:0, Scherf 3:1, Wilde 2:3, Otto 2:3.

Norbert Töpfer

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