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Keine Millionen aus Spanien – Megadeal des 1. FC Magdeburg ist geplatzt

Keine Millionen aus Spanien – Megadeal des 1. FC Magdeburg ist geplatzt

Die Aussichten waren verlockend. Mit bis zu 30 Millionen Euro eines spanischen Investors sollte Regionalligist 1. FC Magdeburg in den kommenden Jahren den Durchmarsch in die zweite Fußball-Bundesliga antreten.

Magdeburg/Leipzig. Bereits vor der ersten Überweisung ist der Traum vom vielen Geld geplatzt.

Die Asap-Gruppe, die im Sport- und Konzertmarketing tätig ist, hatte in der vergangenen Woche ein Papier eingereicht. Das Konzept hat die Elbestädter nicht überzeugt. Die Unterlagen seien gesichtet und kontrovers diskutiert worden, teilte der Verein mit.

Asap sei danach mehrfach aufgefordert worden, die Angaben nachzubessern. Die Spanier, so der 1. FCM, sollten belastbare Dokumente vorlegen, „um nachvollziehen zu können, wie ein Engagement aussehen könnte“. Zur Sitzung des Aufsichtsrates am Mittwoch seien Asap-Vertreter mehrfach schriftlich eingeladen worden. Teilgenommen habe niemand. Die eingereichten Unterlagen lassen nach Meinung der Vereinsverantworlichen keinerlei Ansätze für eine Zusammenarbeit erkennen.

„Um die anstehenden finanziellen und sportlichen Vorbereitungen auf die kommende Saison nicht zu gefährden, hat der Aufsichtsrat auf Basis der vorliegenden Erkenntnisse einstimmig beschlossen, dieses Thema nicht weiter zu verfolgen.“, sagte nun Lutz Petermann, Aufsichtsratsvorsitzender des 1. FC Magdeburg.

Der Kontakt zwischen Investor und dem Viertligisten besteht seit Dezember vergangenen Jahres. Eingefädelt haben die Gespräche der Hannoveraner Hans-Dieter Schmidt, in den 1990er Jahren Trainer in Magdeburg, und der frühere Clubchef Eckehardt Meyer. Ein erstes Treffen im Januar endete mit einer Absichtserklärung, sich erneut an einen Tisch zu setzen.

Zu diesem Zeitpunkt war bereits von einem Brustsponsor für die Rückrunde die Rede. Er sollte 200.000 Euro in die klamme Vereinskasse überweisen. Der große Einstieg war zur neuen Saison geplant. Von vier bis fünf Millionen Euro pro Spielzeit war bereits die Rede. Asap wollte angeblich spanische Talente mit nach Magdeburg bringen. Als Trainer wurde Vermittler Hans-Dieter Schmidt gehandelt. An seiner Seite sollte FCM-Urgestein Wolfgang Steinbach Platz nehmen.

„Ich möchte betonen, dass alle Gremien des Vereins die Chance, für den 1. FC Magdeburg einen Investor oder Geldgeber zu gewinnen, mit Bedacht und der gebotenen Sorgfalt bearbeitet haben. Eventuelle Zahlen und Investitionssummen sind uns bis heute ausschließlich aus Meldungen in den Medien bekannt, waren aber nie Gegenstand des bisherigen Austauschs von Schriftstücken“, berichtete Aufsichtsratschef Petermann. Von Verhandlungen könne deshalb keine Rede sein.

Matthias Roth

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