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Sport Regional SC DHfK Leipzig besiegt TBV Lemgo mit einem Halbzeitrekord
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14:56 14.03.2018
Philipp Weber vom SC DHfK setzt gegen Lemgo-Keeper Piotr Wyszomirski zum Wurf an. Quelle: PICTURE POINT
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Leipzig

 Was waren das denn für erste 19 Minuten vom SC DHfK? Die Gastgeber kamen gegen Lemgo überhaupt nichts ins Spiel. Wie schon in den vergangenen Partien blieb die Offensive ohne Glück und Durchschlagskraft. Coach Michael Biegler erkannte die Defizite sofort und reagierte schon nach fünf Minuten mit der ersten Auszeit. „Ich habe da zu mehr Mut und Entschlossenheit aufgefordert“, so der Übungsleiter. Die Gesprächsrunde blieb zunächst ohne Wirkung. Lemgo spulte sein Programm herunter und lag nach zwölf Minuten mit 5:2 in Führung.

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Mit 26:19 (12:13) hat der SC DHfK Leipzig den TBV Lemgo nach Hause geschickt. Die Messestädter starteten dabei eine furiose Aufholjagd.

Dem Coach der Grün-Weißen reichte es. Er zog die zweite Auszeit. Wieder verpuffte die Ansprache. Im Gegenteil: Es wirkte so, als ob TBV-Trainer Florian Kehrmann seine Mannschaft noch einmal stärker redete. Nach 17 Minuten führten die Gäste bereits mit 8:2 und das Publikum raunte schon. „Das war schon eine Extremsituation, in der wir uns befanden“, meinte Biegler. Umso wichtiger sei es gewesen, dass die Fans weiter hinter der Mannschaft standen. Die Leipziger brachten in dieser Phase im Angriff einfach nichts zu Stande. Anspiele kamen nicht an, ein Siebenmeter blieb ungenutzt, Konter wurden völlig frei vergeben. „Da lief es nirgendwo gut bei uns, warum, weiß ich nicht“, analysierte Maximilian Janke.

Furiose Aufholjagd

Als niemand damit rechnete, begann plötzlich die furiose Aufholjagd. Innerhalb von dreieinhalb Minuten war der SC DHfK mit vier Toren in Folge zurück im Spiel. Mit dem 7:9 in der 23. Minute hatte das Team seinen Gegner wieder auf Schlagdistanz. Mutig, schön und vor allem erfolgreich: Andreas Rojewski bediente in der 28. Minute Philipp Weber, der per Kempa-Trick zum 10:11 vollendete. Mit einem Tor Rückstand für die Leipziger endete auch die erste Hälfte.

Hellwach ging es in die zweite Halbzeit. Rojewski und Lucas Krzikalla warfen die Gastgeber beim 14:13 erstmals in Führung. Es blieb spannend an diesem Sonntagmittag vor 3933 Zuschauern: Ein Tor hier, ein Treffer auf der anderen Seite. Die Entscheidung fiel zehn Minuten vor Schluss: Weber und Lukas Binder erhöhten mit einem Doppelschlag auf 20:16. Hinten vernagelte Torhüter Milos Putera seinen Kasten. „Wir wollten unbedingt ein Zeichen setzen, es spricht für unsere Moral, wir haben uns zurückgekämpft“, so der DHfK-Keeper.

Nur sechs Gegentore – Saisonrekord

Davon erholte sich Lemgo nicht mehr. „Da hat uns die Erfahrung und auch die Kraft gefehlt“, sagte TBV-Trainer Florian Kehrmann. Der SC DHfK ließ in der zweiten Hälfte gerade sechs Tore zu, Saisonrekord in der Bundesliga. Am Ende gewannen die Grün-Weißen nach einer Steigerung in allen Bereichen, müssen aber in den nächsten Spielen die Startviertelstunde in den Griff bekommen. Findet auch Philipp Weber, mit neun Toren bester Schütze: „Wir müssen die Anfangsphase aufarbeiten. Es kommen auch wieder Gegner, wo wir das nicht mehr aufholen.“

Randnotiz vom Spielbeginn: Sekunden vor dem Anpfiff musste Youngster Gregor Remke seinen Platz auf dem Parkett wieder räumen und für Rojewski Platz machen. Trainer Biegler lieferte die Erklärung: „Roje hatte ein Unwohlbefinden im Schuh, konnte des Problem aber gerade noch rechtzeitig lösen.“

SC DHfK: Vortmann, Putera - Rojewski 4/1, Jurdzs, Krzikalla 3, Binder 3, Janke 2, Pieczkowski 3, Kunkel, Roscheck, Weber 9/1, Rivesjoe, Strosack, Remke 1, Meschke, Milosevic 1

TBV Lemgo: Wyszomirski, Johannesson - Kogut 2, Villaplana 2, Ebner, van Olphen 1, Theuerkauf 1, Hornke 5/1, Hangstein, Hübscher, Suton 1, Engelhardt, Bartók 1, Klimek 2, Zieker 4, Rose

Zeitstrafen: DHfK 8 Minuten, TBV 8 Minuten (rote Karte für Suton nach drei Zeitstrafen)

Siebenmeter: DHfK 2/3 , TBV 1/2

Zuschauer: 3933

Von Matthias Roth

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