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Sport Regional L.E. Volleys erobern Tabellenspitze
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20:10 18.10.2015
L.E. Volleys Quelle: Christian Modla
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Leipzig

Ausverkauft, Stimmung, Sieg. Klingt perfekt. War er auch, der lang ersehnte Heimstart der L.E. Volleys am Samstagabend in Liga zwei. Exakt 199 Zuschauer plus zugelassenen Mitarbeiterstab und Sympathisanten hatten die denkmalgeschützte „Notlösung“ L.E. Play-Arena Leplaystraße in ein Hammerquartier gegen Tabellenführer Hammelburg aus Unterfranken verwandelt. Obenauf war am Ende die von Volleys-Trainer Steffen Busse geführte stolze Riege, die mit 3:1 (25:17, 20:25, 25:23, 25:20) eine spannende Partie gewann und nun Spitzenreiter ist.

Trommelwirbel begleitete das Geschehen vom vielversprechenden Anfang bis zum umjubelten Ende. Applaus, Applaus für alle Akteure. „Wir hatten personelle Probleme und ein paar unglückliche Szenen. Aber ohne Frage: Leipzig hat stark gespielt“, sagte Gäste-Coach Tado Karlovic und sang noch ein Loblied auf den Spielort. „Wunderschöne Halle, die sieht ja eher wie ein Konzertsaal aus. Schade, dass nicht mehr Zuschauer hineinpassen.“ Heutiger Stand, früher war alles erlaubt und damit dicht gedrängt die Massen unten und auf der Empore. „Mitte der 70er Jahre haben wir im Europapokal vor über 1000 Fans gegen ein holländisches Team gespielt. Da war was los“, erinnerte Volleys-Co-Trainer Gunter Strotzer an legendäre Zeiten der SCL-Schmetterkünstler.

Zurück ins Aktuelle. Die Mannschaft traf sich vor dem scharfen Start auf Kaffee und Kuchen mit engagierten Vereinsmitgliedern und zuverlässigen Sponsoren. Nette Runde, in der Präsident Manfred Wiesinger auch die vier Neuzugänge präsentierte. Im Fokus standen dabei die Youngster Kristof Thater und Samuel Rodiek (Libero-Position). Zwischenruf vom später klasse agierenden Kapitän Jan Günther. „Der Welpenschutz läuft 18 Uhr aus.“ Für Gesprächsstoff sorgte die Personalie Junioren-Nationalspieler Rodiek, hatten die Volleys doch den Jura-Studenten dem Liga-Konkurrenten Delitzsch (3:2 gegen Eltmann) auf den letzten Pfiff weggeschnappt. Der Zeitaufwand habe beim Ja-Wort die Hauptrolle gespielt. „Von der Uni bin ich in fünf Minuten beim Training.“ Aber auch der zwischenmenschliche Faktor passe. „Cooles Team, ich denke, da geht was.“

Der Netzbetrieb Volleys gegen Hammelburg im Zeitraffer. Satz 1: Jannik Kühlborns erster Aufschlag sitzt, der Junge setzt Akzente ebenso wie der wertvollste Spieler Sebastian Hähner. Satz 2: Den Hausherren werden die Hammelbeine langgezogen. Günther: „Da stotterte der Diesel.“ Busse: „Wir müssen auch noch was zum Arbeiten haben.“ Satz 3: Spaß am Spiel. Satz 4: Packender Spaß am Spiel in den signalroten neuen Hosen. So muss es sein.

L.E. Volleys: Ehrhardt, Freese, Günther, Hähner, Kühlborn, Oswald, Roscher, Rodiek, Thater.

Von Kerstin Förster

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