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Sport Regional L.E. Volleys mit Sieg und Niederlage
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19:06 08.11.2015
Wuchtig: Volleys-Außenangreifer Jannik Kühlborn. Quelle: Christian Modla
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Leipzig

Der Sportsgeist schwebte mit ganzer Kraft. Schon bevor die L.E. Volleys am Samstagabend beim Zweitliga-Gipfeltreffen gegen Eltmann mit 3:1 (25:23, 28:26, 16:25, 25:22) obenauf waren, verdiente sich der starke Konkurrent einen „fetten Applaus“, wie Volleys-Präsident Manfred Wiesinger in der L.E. Playhalle Leplaystraße kundtat. Hatten die Gäste aus Unterfranken im Oktober zunächst der Spielverlegung aufgrund der Hallenproblematik zugestimmt, halfen sie aktuell mit dem zweiten Schiedsrichter aus. Co-Trainer Peter Knieling übernahm das Amt für den durch Abwesenheit glänzenden Referee. Gern hätten die Eltmänner freilich auch die drei Punkte eingeheimst, doch die schnappten sich die Volleys-Herren von Trainer Steffen Busse vor ausverkauftem Haus weg (199 wie erlaubt).

Die erste Tanzeinlage des Tabellenführers erfreute die Fans nach fünf, schon sehr unterhaltsamen Minuten. Sebastian Hähner, Erik Wichert und Kapitän Jan Günther verzückten mit Parade-Einlagen. Aber auch der gegnerische Auftritt war nicht von schlechten Volleyball-Eltern. Apropos: Viel Spaß hätte Mutti am ausgelebten Reinigungstick der Jungs von „Papa“ Jozef Janosik gehabt. Denn die Helfer-Kinder waren permanent am Wischen. Man(n) weiß: Wo viel Schweiß auf den Hallenboden tropft, muss klar Schiff gemacht werden. Sekunden später.....

Der spektakuläre zweite Durchgang mit Satzball-Krimi-Happy-End für Leipzig hatte wohl zu viel Energie beim Stammpersonal gekostet. Coach Busse reagierte und gönnte den Dauerbeschäftigten eine Pause. Der Satz ging flöten. Danach wurden noch einmal alle Kräfte mobilisiert. Frech und frohlockend spielten sich die Volleys ins Ziel. Als wertvollster Akteur wurde Martin Burgartz geehrt. Auffallend in der Partie war die permanente Wechsel-Taktik zwischen den Liberos Kristof Thater und Samuel Rodiek. „Kristof, der auch ein guter Abwehrspieler ist, sollte seine Anteile bekommen. Der Test hat gut funktioniert“, stellte Trainer Steffen Busse fest und verteilte noch ein Extralob: „Sebastian Hähner war überragend.“

Der geschätzte Außenangreifer („Hat er das wirklich gesagt?“) ließ sich geschafft auf dem Hallenboden nieder, gleich neben Eltmanns Sven Kellermann. Dieser reichte seinem Ex-Kollegen in Gothaer Bundesligazeiten ein weißes Päckchen rüber. Aufklärungsbedarf: Kellermanns Onkel ist Fleischer und dessen Käse-Bockwürste vom Feinsten. Die Bestellung aus Leipzig wurde prompt erledigt.

Mit weißer Weste fuhren die Volleys am Sonntag nach Grafing und holten sich beim 2:3 (25:16, 25:15, 13:25, 15:25, 12:15) den ersten Saison-Fleck.

Mit Erfolgshunger traten am Sonnabend auch die Engelsdorfer Dinter-Volleyballerinnen beim Schlusslicht TV Holz an. Verständlich, denn die drei letzten Pleiten lagen den Frauen von Coach Ronny Lederer schwer im Magen. Trotz personeller Engpässe gingen die Engel konzentriert zur Sache und feierten einen 3:0 (25:13, 25:23, 25:20)-Pflichtsieg. „Wir sind gut ins Spiel reingekommen und waren komplett als Team erfolgreich. Als es im dritten Satz 10:15 gegen uns stand, haben wir mit cleveren Aktionen gekontert“, berichtete Trainer Lederer. Im Bus zurück gab es Sekt, wurde der Sieg und die Geburtstagskinder Franziska Thiam (21) und Emily Langguth (19) gefeiert. Trainer Lederer, Kämpfernatur im besagten Sternzeichen (17.11.), hofft auf eine „Zeit der Skorpione“.

L.E. Volleys: Rodiek, Thater, Roscher, Weber, Freese, Oswald, Hähner, Günther, Kühlborn, Wichert, Metelskiy, Burgartz.

Dinter-Volleys Engelsdorf: Eichholz, Heinze, Langguth, Peter, Schmidt, Seifert, Thiam, Trapp.

Von Kerstin Förster

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