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Leipziger Degen-Fechter Jörg Fiedler löst in Paris das Ticket für die Olympischen Spiele 2012

Leipziger Degen-Fechter Jörg Fiedler löst in Paris das Ticket für die Olympischen Spiele 2012

Die Nervenkostüme von ziemlich vielen Leuten - das eigene eingerechnet - hatte Jörg Fiedler bis aufs Äußerste strapaziert. Doch am Sonnabend kam die erlösende Nachricht: Der Degen-Europameister vom FC Leipzig sicherte sich beim Weltcup in Paris als einziger Deutscher in dieser Disziplin das Olympia-Ticket für London.

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Jörg Fiedler, Degen-Europameister vom FC Leipzig, sicherte sich beim Weltcup in Paris das Olympia-Ticket für London.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Vor dem erfolgreichen Musketier-Streich war bereits Judofrau Heide Wollert (JCL) für die Messestadt qualifiziert. Weitere Kandidaten kämpfen in den kommenden Wochen um die Fahrkarte für die Spiele.

Europameister Fiedler, 34, setzte ungewollt auf Hochspannung. Schon zur WM im italienischen Catania ("Ich werde mich noch eine Weile ärgern. Es war eine riesige Chance, im Kampf ums Olympiaticket die Konkurrenz auf großen Abstand zu halten") sowie den folgenden Weltcups hätte der 1,92 m große Klingenspezialist die London-Teilnahme klarmachen können. Doch es lief auf Paris hinaus - ein gutes Pflaster. Denn hier gewann Linkshänder "Fiedel" 2004 und 2010 den Weltcup, verkündete vor zwei Jahren seinen Wechsel von Tauberbischofsheim zurück in die Heimatstadt zum FCL.

Am Sonnabend läuteten in der französischen Hauptstadt die Alarmglocken. Jörg Fiedler schied in der 32er-Runde aus, zu früh, um sicher den Lohn für jegliche Mühen einzustreichen. Frust beim Sportler, finstere Miene bei Bundestrainer Didier Ollagnon. Fiedler lenkte sich ab, indem er die unwahrscheinlichen Varianten für ein Happy End erläuterte.

Zu jenem Zeitpunkt konnten als letzte, noch verbliebene Konkurrenten der Italiener Matteo Tagliariol und Dmitri Karuchenko (Ukraine) dem Leipziger gefährlich werden. Tagliariol verlor im Achtelfinale gegen Fabian Kauter (Schweiz), war somit aus dem Rennen. Kauter leistete im Viertelfinale Schützenhilfe für Fiedler, als er Karuchenko mit 15:8 bezwang. Glückstag für Leipzig. "Ich werde wohl einige Tage brauchen, um das zu verarbeiten. Ich bin froh, dass es vorbei ist", gestand der 34-Jährige, der nach 2000 in Sydney und 2004 in Athen (Team-Bronze) seinen dritten Spielen entgegenblickt.

Ende gut, alle pflegen ihr Nervenkostüm. "Die gesamte Mannschaft hat bis zum Ende in der Halle ausgeharrt und mit Jörg gebangt und gehofft. Die Belohnung folgte auf dem Fuße, die Getränke in der Pizzeria übernahm der Olympiastarter komplett", berichtete Karin Strauch vom Fecht-Förderverein. Daumendrücken auch zu Hause.

FCL-Trainer Wernfried Frommolt verfolgte das Geschehen im Internet. "Das war knapp und Spannung pur, aber es hat gereicht. Da freut man sich schon über vier ­Backen", sagte Frommolt, der am Wochenende mit seinen jungen Athleten zur sächsischen B-Jugend-Meisterschaft in Oelsnitz unterwegs war. Djamila ­Crustewitz holte Doppel-Gold.

Kerstin Förster

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