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Sport Regional Leipziger Eishockey: Jubel am Mittwoch auch gegen Selb?
Sportbuzzer Sport Regional Leipziger Eishockey: Jubel am Mittwoch auch gegen Selb?
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23:20 20.03.2018
Damian Schneider (Icefighters #20) jubelt bei seinem 1:1 Tor beim Spiel Icefighters Leipzig vs ERC Bulls Sonthofen, Eishockey, Oberliga Nord, Play Off, 18.03.2018 (Archivbild) Quelle: Christian Modla
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Leipzig

Nach dem Kraftakt mit Happy End gegen Sonthofen (3:1) am Sonntag nahm Florian Eichelkraut, 33, seinen Sohn Marian auf den Arm und zum Jubeln mit aufs Eis. „Ich glaube, er hat nicht richtig mitbekommen, was passiert ist“, sagt der Kapitän der Icefighters schmunzelnd. Passiert ist, dass Leipzigs Eishockey-Cracks die Best-of-5-Serie gegen die Allgäuer nach 1:2-Rückstand noch umgebogen haben und ins Oberliga-Viertelfinale eingezogen sind. Papa Eichelkrauts Treffer am Sonntag in Minute 54 zum 2:1 war so erlösend wie entscheidend. Marian, achteinhalb Monate alt, saß im Publikum, schaute zu und machte schon einen zufriedenen Eindruck.

„Er scheint der Glücksbringer zu sein“, sagt Eichelkraut Senior über seinen Junior. „Die letzten sieben der acht Spiele, in denen er in der Halle war, haben wir gewonnen.“ Da sollte Marian unbedingt auch am Mittwoch in die kw-rent Arena kommen – um 19 Uhr beginnt die Viertelfinalserie (wieder Best-of-5) gegen die Selber Wölfe.

Selber Wölfe und Leipziger Icefighters: Alte Bekannte

Selb also. Eichelkraut freut sich. „Wir kennen sie und sie kennen uns.“ Damit ist nicht nur das Wiedersehen mit Marco Suvelo gemeint, der früher mal Goalie bei den Blue Lions war und aktuell „Equipment-Manager“ bei den Selber Wölfen ist. Gegen die Franken bestritten die Icefighters im September 2017 zwei Testspiele – dem 4:2-Heimsieg folgte eine 1:5-Auswärtsniederlage. „Das hat jetzt gar nichts zu sagen. Das Team ist gereift. Selb hat eine Top-Reihe, die seit sieben Jahren zusammenspielt. Sie sind sehr offensivstark.“ Mit 7:6, 4:3 und 6:1 schalteten die Wölfe Duisburg im Achtelfinale aus. „17 Tore gegen Duisburg in drei Spielen, das ist ganz stark“, meint Leipzigs Kapitän. Der sieht beim Gegner aber auch Defizite. „Die Reihen scheinen nicht ganz ausgeglichen besetzt. Und sie haben vielleicht Schwächen in der Defensive. Das sagen mir Spieler aus der Südstaffel, die ich kenne.“ Trotzdem gilt für Florian Eichelkraut: „Wir sind Außenseiter, aber das Heimrecht ist mega-gut“ Die Chancen stünden, wie soll es auch anders sein, fünfzig zu fünfzig.

Top 8: Ein Riesenerfolg

Dass es die Exa Icefighters, für die Florian Eichelkraut seine sechste Saison spielt, überhaupt so weit geschafft haben, ist in den Augen des Kapitäns „ein Riesenerfolg“. „Dass wir zu den Top 8 von 26 Vereinen gehören, hätte uns doch niemand zugetraut. Ich glaube auch nicht, dass wir zu den besten acht Teams gehören, wenn man nur den Kader anschaut. Duisburg oder Hamburg sind auf dem Papier gewiss besser besetzt als wir, die haben es nicht so weit geschafft.“

Also, was hat sein Team besser gemacht, was ist das Geheimnis? „Wir sind anders besetzt, wir sind clever besetzt. Unser Vorteil ist, dass wir als Mannschaft funktionieren. Wir können miteinander und wir wollen miteinander“, erklärt Eichelkraut und hat Beispiele parat. „In den letzten beiden Matches hat Hannes Albrecht gefehlt, ein Top-Scorer. Wir haben das kompensiert. Marvin Miethke hat nach seinem langen Ausfall noch wenig Eiszeit. Doch der mosert nicht, sondern motiviert uns. Und ein Torwart-Wechsel während der Playoffs ist auch sehr ungewöhnlich. Unser Coach vertraute in den letzten beiden Spielen einem 19-Jährigen – es hat funktioniert.“

Wer rasiert verliert

Wohin kann die Reise der Icefighters noch gehen? „Überall hin. Wir haben gegen Sonthofen die Serie gedreht. Das war für den Kopf ein Riesending, unheimlich wichtig für Moral.“ Die kann, ja soll der Schlüssel in den Spielen auch gegen Selb sein. Glücksbringer Marian wird helfen, auch sonst werden alle Register der Playoff-Rituale gezogen. „Wer rasiert verliert“, zitiert „Eichi“ einen alten Playoff-Spruch. Selbstverständlich rasiert sich in diesen Tagen keiner der Icefighters, auch wenn nicht alle Spieler mit Bartwuchs á la Eichelkraut gesegnet sind. Sein Bart könnte noch richtig lang werden.

Spieltermine gegen Selb

Mittwoch 19 Uhr Heimspiel / Freitag (23.3.) 20 Uhr auswärts / Sonntag (25.3.) 17 Uhr Heimspiel / evtl. Dienstag (27.3.) 19.30 Uhr auswärts / evtl. Donnerstag (29.3.) 18 Uhr Heimspiel

Uwe Köster

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