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22:41 26.12.2017
Patrick Raaf-Effertz von den Exa Icefighters Leipzig in Aktion. Quelle: André Kempner
Leipzig

Welch Dramatik: Anfangs schien sich das Schlafwagen-Derby vom Freitag zu wiederholen. Doch angetrieben von den Fans zeigten die Exa Icefighters Leipzig am zweiten Weihnachtstag gegen den Erzrivalen Halle eine wahre Energieleistung. Vor fast 2000 Zuschauern in der ausverkauften kw-Rent Eisarena in Taucha entwickelte sich nach frühem 0:2-Rückstand ein echter Derby-Kampf mit Toren, Strafen und Emotionen. Die Gastgeber schossen die erneut starken Saale Bulls aus Halle noch 4:3 (0:2, 2:1, 2:0) aus der Halle, schafften damit die Revanche für das 1:2 vor dem Fest und verkürzten den Abstand zu Spitzenreiter Tilburg.

Das Match begann mit leichtem optischen Vorteil für die Sachsen. Headcoach Sven Gerike: „Wir wollten mit mehr Energie ins Spiel gehen und haben das gar nicht so verkehrt gemacht.“ Doch die Gäste zeigten sich äußerst effektiv. Tim Dreschmann (7.) und Bulls-Kapitän Kai Schmitz (20.) brachten die Hallenser auf die vermeintliche Siegerstraße. Beide Tore fielen nach fast identischem Spielzug. „Die zwei Stellungsfehler dürfen so nicht passieren“, haderte Gerike. Sein Kollege Dave Rich war bis dato zufrieden: „Wir haben super begonnen.“

Die Leipziger Icefighters waren nach der kürzlichen Niederlage gegen die Saale-Bulls auf Revanche aus. Mit dem Team aus Halle lieferten sich die Leipziger ein packendes Duell. (Bilder: André Kempner)

Im zweiten Durchgang zündeten die Icefighters das erhoffte Feuerwerk, drängten die Saalestädter ins eigene Drittel. Mehrfach hagelte es Strafen für die langsamen Bullen. Der zweifache Gäste-Torschütze Kai Schmitz brachte seinen Ex-Verein Leipzig mit doppelter Herausstellung zurück aufs Eis. „Wir haben uns in der Phase stark das Übergewicht erarbeitet“, erklärte Gerike. In Überzahl gelangen Neuzugang Niklas Hildebrand (24.) und Jakob Weber (26.) zwei schnelle Treffer zum Ausgleich. Das Publikum war wachgeküsst. Es wurde das Spiel auf ein Tor. Doch Dominik Patocka scheiterte am Pfosten – und Kevin Beech bewahrte die Bullen vor dem Rückstand. Ein weiteres Mal kippte das Match. Leipzig kassierte nun selbst Strafen. „Damit haben wir uns selbst in die Bredouille gebracht“, suchte Gerike keine Entschuldigung. Ein Foul beförderte Halles Top-Scorer Nathan Robinson gar ins Krankenhaus (Verdacht auf Gehirnerschütterung). Halle traf zum 2:3, war aber ohne „Anführer“ Robinson offensiv später ungefährlich.

Einer der Matchwinner war letztlich der neue Icefighter Niklas Hildebrand. Ausgerechnet ihm gelang nach 50 Minuten das 3:3 – es war das 1000. Heimtor der Vereinsgeschichte. „Meine Vorfreude auf das Match war riesig. Der Ausgang ist umso geiler“, strahlte Hildebrand. Die Partie blieb umkämpft. Als alle mit der Verlängerung rechneten, schenkte Hannes Albrecht im Nachsetzen 1:23 Minuten vor Schluss den Gästen reinen Wein ein. Der Torjubel glich einem Orkan – fegte durch ganz Taucha. „Diesmal haben wir den Lucky Punch geschafft, am Freitag gelang das Halle. Heute haben wir ein echtes Derby gesehen“, sagte ein glücklicher Gerike.

In der Siegesfreude bekam Geschäftsführer André Krüll noch eine Strafzeit aufgebrummt. „Mir total egal, der Sieg zählt“, sagte er lächelnd. Für den Tabellenzweiten geht es am Donnerstag bereits wieder nach Duisburg, am Sonnabend startet die Meisterrunde mit einem Heimspiel ebenfalls gegen die Füchse (19.30 Uhr). Und am 2. Januar geht es nach Tilburg. War das dramatische 4:3 das letzte Derby der Saison? Halle muss im Kampf um die Meisterrunde morgen Essen schlagen. „Ich hoffe, wir sehen uns wieder und wir holen mit zwölf Mann einen Sieg. Heute haben wir alles versucht“, sagte Rich enttäuscht.

Martin Bergau

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