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Sport Regional Slalom-WM in Rio: Leipziger Kanute Franz Anton ist Weltmeister
Sportbuzzer Sport Regional Slalom-WM in Rio: Leipziger Kanute Franz Anton ist Weltmeister
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16:36 29.09.2018
Der Leipziger Kanute Franz Anton ist Weltmeister. Quelle: Rebekka Anton
Rio de Janeiro

Was für eine Nachricht aus Rio de Janeiro, was für eine Top-Leistung von Franz Anton: Der Slalomkanute vom Leipziger KC ist am Samstag kurz nach 15 Uhr deutscher Zeit überraschend Weltmeister im Einercanadier geworden. Der 28 Jahre alte Landespolizist paddelte auf der schweren Olympiastrecke von 2016 wie drei Kontrahenten fehlerfrei - doch der Leipziger war in der Minute der Entscheidung der Beste. Franz Anton siegte mit knapp einer Sekunde Vorsprung auf den Briten Westley und knapp zwei Sekunden auf den Augsburger Sideris Tasiadis. Damit hat das deutsche Team bereits nach dem ersten Finale in den olympischen Bootsklassen sein Ziel, zwei Plaketten zu erringen, erfüllt.

Franz Anton bei der Siegerehrung. Quelle: Rebekka Anton

„Ich freue mich riesig“, sagte der LKC-Athlet, der mit dem olympischen Kurs noch eine Rechnung offen hatte - war er doch bei Olympia 2016 mit Jan Benzien auf Platz vier gelandet. Und eine weiteres, sehr trauriges Ereignis von 2016, setzte Franz in positive Energie um. „Ich habe hier vor zwei Jahren einen guten Freund verloren. Ich habe gerade in diesen Tagen sehr oft an Stefan Henze gedacht. Die guten Erinnerungen an ihn haben mir Kraft gegeben.“

Nötige Lockerheit fürs Finale

Franz Anton hatte bereits 2015 in London mit Jan Benzien im Zweiercanadier WM-Gold geholt. Damals war er auch in einer tollen Einer-Form, blieb aber in einer Walze hängen und verpasste die Einzelmedaille. Jan Benzien hat inzwischen seine Karriere beendet und verfolgte das WM-Finale aus der Ferne beim Herbstfest im Stadthafen. Sein Kommentar: „Franz hatte eigentlich eine sehr bescheidene Saison, dann ist er auch noch krank zur WM gereist. Er war unheimlich froh, im Finale zu stehen. Damit hatte er sein wichtigstes Ziel schon erreicht und vielleicht die nötige Lockerheit fürs Finale.“

Letztlich war es aber auch eine gehörige Portion Nervenstärke, die den gebürtigen Wittenberger, der in Meißen mit dem Paddeln begann, zum Sieg verhalf. Seit Ende August ging es bei dem Schützling von Felix Michel endlich bergauf - bei den letzten beiden Weltcups fuhr er endlich in der Spitze mit, holte Bronze und Silber. Nun die nächste Steigerung und vorläufige Krönung seiner Karriere mit WM-Gold.

Von Frank Schober

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