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Sport Regional Leipziger Icefighters nach Torfestival Dritter
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21:22 04.03.2018
Rund 1500 Zuschauer sahen am Sonntag zu, wie die Leipziger Icefighters mit einem 7:3 (3:1, 2:2, 2:0)-Spektakel auf Rang drei der Tabelle sprangen. Quelle: André Kempner
Leipzig

Der Eishockey-Boom der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft und seine Folgen: Rund 1500 Zuschauer strömten am Sonntag in den Hexenkessel der Exa Icefighters Leipzig und sahen zu, wie die Mannschaft von Cheftrainer Sven Gerike sensationell mit einem 7:3 (3:1, 2:2, 2:0)-Spektakel sogar noch auf Rang drei in der Tabelle sprang.

Stadionsprecher Jens Thielemann begrüßte die Fans zum „letzten Punktheimspiel in Taucha“ – es sollte ein Spiel für gute Erinnerungen werden. Die Leipziger kamen wie die Feuerwehr aus der Kabine und setzten frühzeitig die Gäste aus Essen unter Druck. Die ersten Warnschüsse auf beiden Seiten kamen von Esbjrön Hofverberg (Leipzig) und Kyle De Coste (Essen).

Nach gut zehn Minuten drehten die Sachsen endgültig auf. Innerhalb von vier Zeigerumdrehungen versetzten Michal Velecky, Florian Eichelkraut und wieder Velecky mit ihren drei Toren das Publikum in Euphorie. Kurz darauf konnte Julian Lautenschlager zwar verkürzen (16.), was ein starkes Drittel von Leipzig nicht in Abrede stellen konnte.

„Ich kann nur den Hut ziehen vor unserer Mannschaft. Es war gar nicht so einfach ohne Spiel am Freitag. Wir waren aber brutal stark zu Beginn“, so der stolze IFL-Coach Sven Gerike.

Im Mittelabschnitt diktierte Essen das Geschehen, das schnelle 4:1 durch Antti Paavilainen (23.) sollte gewiss noch keine Vorentscheidung sein. Zu schnell konnte De Coste (24.) den Rückstand erträglicher gestalten. Essen blieb am Drücker, bekam sogar eine doppelte Überzahl.

Die Eiskämpfer fighteten mit Mann und Maus, kassierten kurz darauf das 4:3 durch Andrej Bires (37.). Das Match drohte zu kippen. „Es wurde nochmal richtig eng. Essen kam stark in dem Drittel. Aber wir haben heute endlich die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht“, erklärte Gerike.

Eines davon erzielte der Kapitän Florian Eichelkraut vier Sekunden vor Ende des zweiten Drittels. Das 5:3 der Nackenschlag für Essen. Im letzten Durchgang zeigte sich Leipzig souverän. Der aus Essen gekommene Niklas Hildebrand ebnete mit seinem Powerplaytor zum 6:3 den Weg zum ersten Heimrecht in den Playoffs. Gästecoach Frank Gentges lobte: „Das Heimrecht ging hochverdient heute an Leipzig. Das Spiel haben wir mehr als verdient verloren.“

Alle fragten sich, ob die Exa Icefighters mit einem weiteren Tor ihre insgesamt starke Saisonleistung mit noch Platz drei krönen? Es gelang tatsächlich, Hildebrand netzte ein zweites Mal ein.

Die Fans rieben sich über das 7:3 Torfestival die Augen und Gentges kam aus den Lobeshymnen nicht mehr raus: „Die Fans sind wirklich einmalig. Das war so ein Spektakel. Als Spieler wirst du da doch eine Nummer größer. Ich traue euch zu, ganz weit zu kommen.“

Erfolgscoach Gerike hat die nächsten Aufgaben vor Augen: „Platz drei hätte vor dieser Saison keiner auf der Rechnung gehabt. Jetzt genießen wir es 24 Stunden, dann ist alles Makulatur.“

Und zum Playoff-Gegner Sonthofen? „Ich habe meine Informationen. Daran arbeiten wir, genauso wie an unserer eigenen Stärke.“ Auftakt ist am Freitag 20 Uhr in der kw-Rent Eisarena.

Martin Bergau

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