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Sport Regional Leipziger Kanu-Asse vor scharfem Saisonstart
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19:24 02.04.2014
Startklar für die Wettkampfsaison (v.l.): Die Leipziger Rennkanuten Johanna Handrick, Sebastian Hennig, Melanie Gebhardt, Robert Nuck, Tina Dietze, Stefan Holtz, Anne Knorr und Peter Kretschmer bereiten sich im heimischen Revier auf die erste nationale Qualifikation in Duisburg vor. Quelle: Christian Nitsche

Höhepunkt sind die Weltmeisterschaften Anfang August in Moskau, zuvor steht die Heim-EM in Brandenburg an.

Die Kanu-Königin, leicht verschnupft, schließt ihr Rad am Bootshaus Klingerweg ab und soll geradewegs ihr Saisonziel formulieren. "Das Jahr wird hart", zögert Tina Dietze (26) keine Sekunde mit der Antwort. Die LVB-Kajakfahrerin, dekoriert mit Olympiagold und Weltmeistertiteln, legt schnell nach: "Natürlich will ich gewinnen." Was die Sache etwas komplizierter macht, geht auf die erste Vorbereitungsetappe zurück. Denn bis Weihnachten hatten für Sportsoldatin Tina diverse Bundeswehr-Lehrgänge Priorität. Jetzt ist die Ausbildung beendet, Frau Dietze zum Feldwebel ernannt, und in den nächsten zwei Jahren liegt der Fokus auf Training, Wettkampf, Training - Olympische Spiele 2016 in Rio. "Dort will jeder von uns hin." Falls es mit dem Kanu schiefgeht, könnte "alternativ" das Ruderboot ins Spiel kommen. Denn im Trainingscamp in Sevilla erhielt die Leipzigerin von Weltmeister Marcel Hacker, der mit seinen Ruder-Kollegen zeitgleich im Einsatz war, diese Offerte: "Willst du auch mal?" Tina Dietze gab flugs ihr Ja-Wort ("Wollte ich schon immer mal ausprobieren"), stieg um und merkte schnell: "Das ist nichts für mich, schwieriger als gedacht."

Jeder bleibt bei seinen Leisten und es bleibt dabei: Die Leipziger Wasser-Fraktion (Kanurennsport, Kanuslalom, Rudern) soll erneut für internationalen Glanz sorgen. Die starke Gruppe am hiesigen Kanu-Stützpunkt unter Regie von Canadier-Bundestrainer Kay Vesely (38) bereitet sich intensiv auf die erste nationale Qualifikation am 12./13. April in Duisburg vor. Bereits an diesem Wochenende, spätestens am Dienstag fahren Athleten und Coach zur beliebten Regattastrecke im Sportpark Wedau. In Leipzig wäre kein Training möglich. "Wegen Reparaturarbeiten wird der Wasserspiegel am Palmgartenwehr um 60 Zentimeter gesenkt", begründet Trainer Vesely die vorgezogene Anreise. Nicht der einzige Knackpunkt. Manchmal und immer öfter kommen den sportlichen Spitzenkräften die Wassertouristen in die Quere. "Bis jetzt hatten wir Ruhe. Aber langsam geht es wieder los. Am Wochenende wird es besonders eng. Sonnabend müssen wir bis 14 Uhr mit dem Training durch sein. Sonntag kannst du knicken, da ist ein sauberes Streckentraining nicht möglich."

Die zunehmenden Engpässe für Kader-Athleten, aber auch den ambitionierten Nachwuchs nahm Olympiastützpunktleiter Winfried Nowack (59) kürzlich auf dem Stadtsporttag zum Anlass, ein separates Revier auf dem Elsterflutbecken (Wiederbelebung) einzufordern. Sportamtsleiterin Kerstin Kirmes sagte dazu: "Die Wassertiefe lässt einen Trainingsbetrieb nicht zu. Erst nach Umsetzung des Integrierten Gewässerkonzeptes (2027) ergibt sich ein Gestaltungsfenster. Insofern ist das eine Vision."

Also weiter mit den vorhandenen Möglichkeiten. Die Canadier-Männer des SC DHfK sind fit. Stefan Holtz (33) und Robert Nuck (31), die im Vorjahr im C2 über 200 Meter WM-Gold holten, wollen sich gegenseitig pushen. Die Besetzungsfrage im Einer gilt es zu klären. Sebastian Hennig (22) hofft auf den Zweier über die olympische 1000-m-Distanz. Und Neuzugang Peter Kretschmer (22), in London C2-Champion für Potsdam, betont: "Ich will das Bestmögliche draus machen." Wie nett sind die Leipziger? "Sie kümmern sich sehr um mich." Das erste Jahr Leistungsklasse steht Marc Keller (18) bevor.

In die Kajak-Auswahlboote wollen es Anne Knorr (24) und Melanie Gebhardt (20) schaffen, als Canadierin geht Johanna Handrick (alle SC DHfK) auf Kurs. Das Sportstudium hat die 19-Jährige aus Spremberg in die Messestadt gebracht. So oder so, ein gutes Revier.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.04.201

Kerstin Förster

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