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22:00 29.08.2018
Das Radfahren gilt als Paradedisziplin von Marcus Herbst. Beim Halb-Ironman muss er 90 Kilometer strampeln. Quelle: Fotos: That Camera Man
Leipzig/Port Elizabeth

Mehrere Monate schweißtreibendes Training liegen mittlerweile hinter Marcus Herbst. Fast täglich hat der 30-Jährige im Wasser, auf dem Rennrad oder zu Fuß Kilometer um Kilometer abgespult – zuletzt acht Wochen lang vor allem selbstorganisiert in seiner Wahlheimat Leipzig. Das alles, um optimal fit zu sein für sein ganz persönliches Abenteuer. Denn am Sonntag (7.30 Uhr Ortszeit) ertönt in der südafrikanischen Küstenmetropole Port Elizabeth der Startschuss zur diesjährigen Halb-Ironman-WM. Und Herbst gehört zu den rund 50 Männern im Profifeld.

113 Kilometer sind zu stemmen

Auf dem Programm stehen 1,9 Kilometer Schwimmen in der Nelson Mandela Bay, 90 Kilometer auf dem Rad und zum Abschluss ein Halbmarathon, also 21,1 Kilometer Laufen. In der Summe ergibt das 113 Kilometer, das heißt die halbe Ironman-Distanz, oder eben 70,3 Meilen – daher der offizielle Name 70.3-WM. Insgesamt haben 6000 Teilnehmer gemeldet.

„Klimatisch wird alles okay sein“, meint Daniel Fleckenstein, der Herbst seit einem Jahr trainiert. In Port Elizabeth, der „Friendly City“, kündige sich gerade der Frühling an, es sei relativ mild bei 20 bis 22 Grad Celsius, so der 28-Jährige. Allein der Wind könne von Tag zu Tag variieren. Worauf es beim Rennen ankommt? „Marcus muss einen kühlen Kopf bewahren und sein eigenes Rennen machen“, sagt Fleckenstein. Gerade beim Radfahren, der stärksten Disziplin seines Schützlings, bestehe die Gefahr zu überziehen.

Dreimal Platz 5 in der Vorbereitung

Für Marcus Herbst sind es im Elitebereich die ersten globalen Titelkämpfe, für die er bereits seit Monaten qualifiziert ist. Die Halb-Ironman-Rennen im französischen Aix-en-Provence, in Luxemburg und im schwedischen Jönköping dienten der idealen Vorbereitung. Bei allen drei Starts wurde er Fünfter. Auf Wettkämpfe in der Region hat er weitgehend verzichtet, um lange Trainingsphasen zu generieren. Im Juni nahm der gebürtige Altmärker am Dresden-Triathlon teil, wurde Erster auf der olympischen Distanz.

Die spezifische WM-Vorbereitung hat Herbst, der beim SC DHfK vor Jahren mal ein Erststartrecht für das Zweitliga-Team besaß, ausschließlich in Leipzig absolviert – insbesondere, um Reisestress zu vermeiden. Die Bedingungen in der Messestadt seien ideal gewesen. Der Dreikämpfer trainierte 30 Stunden pro Woche – unter anderem in der Schwimmhalle West beim SSV Leutzsch, wo er Mitglied ist. In Südafrika vertritt er die Farben der Triathlonfüchse Osterburg.

„Jugendlicher Übermut“ am Kulkwitzer See

Dass er 2011 beim LVB-Triathlon am Kulkwitzer See abgekürzt hatte und anschließend vom Landesverband für sechs Monate gesperrt wurde, spielt für Herbst keine Rolle mehr. Die Aktion sei „jugendlicher Übermut“ gewesen, urteilt er in der Rückschau. Daniel Fleckenstein meint: „Das Abkürzen war Mist. Aber jeder macht mal Fehler. Irgendwann muss man die Dinge auch mal ruhen lassen.“

Abgehoben in Richtung afrikanische Südspitze sind Athlet und Trainer vor wenigen Tagen. Das Duo will sich die Voraussetzungen vor Ort noch einmal genau anschauen. Das Ziel ist ein Platz unter den besten Zehn bis Zwölf. „Wenn man einem Rennen monatelang alles unterordnet, will man nicht nur teilnehmen“, betont Herbst, der mit der Nummer 27 an den Start geht. Das Starterfeld ist sehr erlesen. Die Favoriten sind Titelverteidiger Javier Gomez, London- und Rio-Olympiasieger Alistair Brownlee sowie der Peking-Olympiasieger und zweifache Ironman-Weltmeister Jan Frodeno.

Ironman ist nächster Schritt

Und was kommt nach der WM? „Das hängt vom Verlauf ab“, sagt Herbst. Ziel sei der Ironman Emilia-Romagna. Der findet am 22. September an der Küste der gleichnamigen italienischen Region statt. Von der Mittel- auf die Langdistanz – es wäre der nächste logische Schritt für den Triathleten aus Leipzig.

Von Matthias Klöppel

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