Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Sport Regional Leipzigerin Viktoria Fross mischt im Tourenwagensport mit
Sportbuzzer Sport Regional Leipzigerin Viktoria Fross mischt im Tourenwagensport mit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:34 17.09.2014
Die Leipzigerin Viktoria Fross am Steuer ihres Mini. Quelle: Jürgen C. Braun

So wie Viktoria Fross aus Leipzig.

Markenpokale sind das A und O bei der Förderung des Motorsport-Nachwuchses. Da treten junge Frauen und Männer in identischen Fahrzeugen gegeneinander an, stellen meist im Rahmenprogramm großer Serien wie Formel 1, DTM, oder Tourenwagen-WM ihr Können unter Beweis und hoffen darauf, irgendwann "bei den Großen aufzuschlagen". Oft setzen die Auto-Hersteller, wie in diesem Falle die BMW Group mit ihrem Lifestyle-Ableger Mini, noch einen drauf, verpflichten einen Promi-Starter bei Gastevents, um die Serie medienwirksam "aufzupeppen."

Aus dem Grund wurde einst auch die Mini Challenge ins Leben gerufen. Ab 2012 hieß die Serie Mini-Trophy und seit Beginn dieser Saison werden die Rennen im Rahmen der ADAC Procar Serie, der Tourenwagen-Challenge des Deutschen Motorsportbundes, ausgetragen. Dort firmieren die flotten Damen und Herren im Mini John Cooper Works Challenge mit 211 PS als "Division 3" und zeigen ihr Können im Rahmen der ADAC GT Masters, die sich selbst als "Liga der Traumsportwagen" bezeichnet.

Eine der Probanden ist eine junge Dame aus Leipzig, die "mit unheimlich viel Leidenschaft für den Motorsport und dem Willen, in jedem Rennen besser zu werden", in den britischen Sportwagen steigt. So jedenfalls charakterisiert sich Viktoria ("Vicky") Fross, selbst. Die 23-jährige aus der Messestadt arbeitet bei einem Leipziger Unternehmen als Immobilien-Kauffrau und ist eine klassische Seiteneinsteigerin. "Ich hatte ja keine Kart-Erfahrungen wie die meisten meiner Konkurrenten", erzählte sie beim Rennen auf dem Nürburgring.

Autorennen seien schon immer ihre "heimliche Liebe" gewesen. 2011 war sie beim Finale der ADAC GT Masters auf dem Hockenheimring gewesen. Durch Kontakte und Beziehungen hatte sie ein Jahr später Gelegenheit, zwei Gaststarts im Mini John Cooper Works Challenge zu absolvieren. "Nach diesen beiden Auftritten am Lausitzring und am Hockenheimring wurde ich für gut und motorsporttauglich befunden. Danach war es um mich geschehen. Ich wollte unbedingt in die Mini-Trophy rein."

Acht Rennwochenenden auf verschiedenen europäischen Strecken mit jeweils zwei Rennen über 25 Minuten pro Wochenende umfasst die Serie. Vicky ist längst im Reigen der Konkurrenten angekommen, eine feste Größe in der Division 3 der ADAC Procar Serie. Als junge Rennamazone bringt sie neben Stärken wie Begeisterung und Lernfähigkeit aber auch noch Schwächen mit. "Ich setze mich mitunter zu stark unter Druck. Dann will ich zu viel auf einmal. Ich muss einfach geduldiger werden", schätzt sie sich selbst ein.

In Tourenwagen-Rennsport will die junge Leipzigerin aber auf jeden Fall bleiben. "Es soll weiter beim Mini John Cooper Works bleiben. Ich möchte das Auto noch besser kennenlernen. Das Auto und die Strecken." Bis jetzt kann sie zufrieden sein mit ihren Ergebnissen. Ein guter Mittelfeldplatz und zahlreiche Aktionen auf den Rennstrecke, in denen sie ihr Talent zeigen konnte, werden die Fahrerin des Teams IMC-Motorsport weiter voranbringen.

Den Saisonabschluss darf sie am Wochenende auf einer ihrer Lieblingsstrecken feiern. Die beiden letzten Rennen dieses Jahres sind quasi ein Heimspiel für sie, auf das sie sich besonders freut. "Der Sachsenring liegt mir besonders. Das werden sicher zwei emotionale Rennen mit einem hoffentlich guten Abschluss dieses Rennjahres für mich."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.09.2014

Jürgen C. Braun

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Weichen sind gestellt. Am Sonnabend starten die Volleyballerinnen von Lok Engelsdorf mit Dampf gegen den VC Offenburg in ihre erste Zweitliga-Saison. Trainer Ronny Lederer hatte das Team vor zwei Jahren in Liga drei übernommen, kam vom Liga-Konkurrenten Grimma.

17.09.2014

Viereinhalb Jahre Aufbauarbeit tragen Früchte: Erst freute sich das in Leipzig ansässige Girls-Team Sachsen über das Ticket von Radamazone Michaela Ebert zur Junioren-WM.

19.05.2015

Ihren Frust hat sie in die Tatzen von Trainer Torsten Müller geschlagen, mit ihrer Wut die Sandsäcke in der Halle im Sportforum unaufhörlich bearbeitet. Die Leipziger Boxerin Sandra Atanassow ist als Zweite von den internationalen deutschen Meisterschaften im bayerischen Weißenburg zurückgekehrt, ein Grund zum Feiern war das für die 30-Jährige mit den lila-pink gefärbten Haaren nicht.

15.09.2014
Anzeige