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Sport Regional Leipzigs Handball-Amazonen: „Wir machen unser eigenes Ding“
Sportbuzzer Sport Regional Leipzigs Handball-Amazonen: „Wir machen unser eigenes Ding“
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12:29 26.07.2018
DHfK-Spieler Philipp Weber (Mitte) ist Gründungsmitglied und Sportvorstand beim Leipziger „Amazonen Athletic Club“. Quelle: Christian Modla
Leipzig

Stark, unabhängig, selbstbewusst: So beschreiben die griechischen Heldensagen die Amazonen – geheimnisvolle Kriegerinnen, die männergleich in den Kampf zogen. Der unlängst formierte Leipziger „Amazonen Athletic Club“ (AAC) um Gründungsmitglied Philipp Weber vom SC DHfK hat sich diesen Mythos zum Vorbild genommen. Herzstück des Vereins ist die Frauen-Handballmannschaft, die in der kommenden Saison in der 7. Liga (Bezirksliga) startet. Welche Ambitionen das Team verfolgt, wie der Kader aussieht und wo gespielt werden soll – ein Überblick:

Die Philosophie: Der AAC will Leistungssport mit Breitensport verbinden, in jeder Altersklasse. Das sei wichtig, weil sich der Leistungssport immer mehr von den Menschen entferne, die daran teilhaben möchten, sagt Finanzvorstand Lars Kramarczyk, und der Breitensport seine Basis verliere. Demnach will der Verein jedem das bieten, was er sucht. „Jeder soll sich gut aufgehoben fühlen“, betont Kramarczyk. Das Motto lautet „Gemeinsam Spaß am Sport“.

Die Ziele: Als Konkurrenz für etablierte Clubs, etwa den HCL, sehen sich die „Amazonen“ nicht, so Sportvorstand Philipp Weber: „Wir machen unser eigenes Ding.“ Der Aufstieg in Liga 6 (Verbandsliga) binnen maximal zwei Jahren ist trotzdem das große Ziel. Langfristig seien mehrere Mannschaften denkbar – auch in anderen Sportarten. Auf jeden Fall sollen der Kinderbereich ausgebaut und eine breite Basis errichtet werden. Weber: „Wir haben viele Ideen im Kopf.“

Der Kader: 16 Spielerinnen sind fix. Alle passen menschlich gut ins Team, sind sehr motiviert, sagt Weber. Der AAC soll ihnen als Plattform dienen, um sich für Höheres zu empfehlen. Aber es gehören auch Sportlerinnen mit Erfahrung aus oberklassigen Ligen zum Kader. Etwa Anne Voigt, die mehrere Jahre beim Zweitliga-Team von Union Halle-Neustadt das Tor hütete. Ex-HCL-Torhüterin Katja Kramarczyk will schauen, wo es sie in nächster Zeit hintreibt, kann sich aber einige Einsätze in Highlight-Spielen vorstellen.

Der Spielort: Für Heimspiele und Training steht die Sporthalle in der Brüderstraße zur Verfügung. Dort sind auch die L.E. Volleys, die Uni-Riesen, der HCL und die Handballer der SG Leipzig aktiv. Philipp Weber ist dennoch optimistisch, alle Heimspiele in der Halle austragen zu können: „Es sieht gut aus.“ Auch deshalb, weil der Verein seinen Pflichten nachkommt und zwei Schiedsrichter für die neue Saison akquiriert hat.

Die Finanzierung: Über einen großen Geldgeber verfügt der AAC nicht. Weber, Kramarczyk und Co. sind jedoch gut ver­netzt. Das erleichtert die Suche nach Sponsoren. Finanzielle Unterstützung kommt zum Beispiel vom Mercure Hotel, Rewa Mobile, dem Upper West sowie dem Kanupark Markkleeberg.

Der Saisonauftakt: Ihr erstes Punktspiel bestreiten die „Amazonen“ am 1. September gegen die SG MoGoNo. Zuvor steht im Bezirkspokal das Duell mit dem SC DHfK an (26. August). Und bereits am 10. August messen sich die Leipzigerinnen im Abschiedsspiel von Katja Kramarczyk mit Bundesligist Leverkusen.

Von Matthias Klöppel

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