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Sport Regional Lok dampft auf Platz drei
Sportbuzzer Sport Regional Lok dampft auf Platz drei
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08:29 08.01.2010
Manuel Starke (vorn, Lok) und Marc Benduhn (Chemnitz) kämpfen um den Ball. Quelle: Christian Nitsche
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Leipzig

1300 Zuschauer sorgten  beim Budenzauber für eine prächtige Kulisse.

Die Blau-Gelben lieferten allerdings gestern keine Heldentaten ab, quälten sich ins Halbfinale, wo der Chemnitzer FC Endstation bedeutete (3:5). Nach einem Sieg im Neunmeterschießen gegen Halle holte das Team von Uwe Trommer immerhin Platz drei.

Den nicht kleinen Pokal schleppten am Ende eines selten hochklassigen Turniers die Untergebenen von CFC-Coach Gerd Schädlich nach Hause. „Keiner hat sich verletzt“, freute sich Schädlich, „und den Turniersieg nehmen wir natürlich gerne mit.“ Für Schädlichs Geschmack wurde auf dem glatten Untergrund etwas zu oft die Grätsche ausgepackt. „Grätschen sollten in der Halle  grundsätzlich verboten werden“, regte der langjährige Zweitliga-Trainer von Erzgebirge Aue eine Regeländerung an.

Im Endspiel gewannen die himmelblauen Männer um den Ex-Leipziger Benny Boltze 3:2 nach Neunmeterschießen gegen Kopenhagen, das den auffälligsten aller Kicker im Team hatte. Keeper Jens Waltorp Sörensen fiel mit langer Matte und wallendem Bart auf. Zum dänischen Robinson Crusoe fehlte am gestrigen Donnerstag nur noch sein treuer Insel-Gefährte Freitag. Sörensen hielt übrigens klasse.

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Prominentester und bestbezahlter Fußballer des Abends war Albert Streit. Der bei Schalke-Schleifer Felix Magath in Ungnade gefallene Streitbare mischte bei der U23 der Königsblauen mit, fiel weder auf noch ab. Streit kassiert auf Schalke über zwei Millionen Euro pro Jahr, soll schleunigst runter von der Gehaltsliste. Problem: Kein Klub will so viel Geld für den nicht eben leicht zu führenden Mittelfeldspieler ausgeben.

Der Brasilianer Ze Roberto II, bei den S04-Profis ebenso extrem unten durch und in Bälde wohl gar ein Fall für die Gerichte, stieß kurz vor knapp zu den Jungknappen, wurde zum Ausdauertraining auf dem Sportplatz des DHfK verdonnert. Also zog er bei Minusgraden und dick eingepackt einsam seine Runden. Das hatte nun gar nichts Glamouröses.

Regionalligist ZFC Meuselwitz kam gewissermaßen aus der Kalten zum Leipziger Turnier. „Wir haben vorher nur einmal in der Halle trainiert“, erklärte ZFC-Coach Damian Halata den sprichwörtlichen Kaltstart seiner Fußballer. „Als wir uns an den Boden gewöhnt hatten und wussten, was hier läuft, war das Turnier fast schon wieder vorbei.“ Halatas Team verabschiedete sich nach zwei Auftakt-Niederlagen ritterlich von den 1300 Fans: Mit einem lässigen 3:0 gegen seltsam dünnbrüstige Schalker.

Gastgeber SV Nordwest erreichte zwar nicht die Finalrunde, feierte aber den ersten Hallen-Sieg seit vielen Monden. 4:2 gegen Krostitz, da floss das Bier noch in der Kabine in Strömen.

Der Blick in den VIP-Bereich war keine Offenbarung. Bis auf Schauspieler Dieter Bellmann und Ex-Sportbürgermeister Holger Tschense ließen sich kein bekannten Gesichter blicken.

Guido Schäfer

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