Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -7 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Maik Nowak wechselt aus Aue an die Seite von Heine Jensen – Leipziger Duo betreut DHB-Team

Maik Nowak wechselt aus Aue an die Seite von Heine Jensen – Leipziger Duo betreut DHB-Team

Leipzig. Der Leipziger Handballtrainer Maik Nowak wechselt zum Deutschen Handball Bund (DHB). Der 47-Jährige wird zur neuen Saison Assistent von Frauen-Bundestrainer Heine Jensen.

Außerdem kümmert er sich als hauptamtlicher Leistungskoordinator um den weiblichen Nachwuchs, teilte der DHB am Mittwoch mit.„Ich möchte einen Beitrag leisten, damit wir mit Blick auf die Olympischen Spiele 2016 und die Heim-WM 2017 wieder mehr erreichen. So langfristig ist auch das Projekt veranschlagt. Es gibt viel zu tun“, sagte Nowak.Seine jetzige Tätigkeit als Übungsleiter des EHV Aue gibt er nach mehr als sieben Jahren auf. „Es ist keine Entscheidung gegen Aue, sondern pro DHB“, erklärte Nowak auf der Vereinshomepage. Seine Tätigkeit im Erzgebirge wolle er mit dem Aufstieg in die zweite Bundesliga beenden. Aue liegt in der 3. Liga Ost derzeit an der Tabellenspitze.Laut Rüdiger Jurke, Manager beim EHV, war der Verein seit Wochen in die Pläne Nowaks eingeweiht. „Wir sind somit darauf vorbereitet und bereits im Gespräch mit einem potentiellen Nachfolger“, sagte Jurke. Der neue Mann solle aber erst zum Saisonende präsentiert werden.

Vor seinem Engagement in Aue trainierte der studierte Diplom-Sportlehrer Nowak jahrelang die Frauen des HC Leipzig, mit denen er dreimal die Deutsche Meisterschaft gewann, zweimal den DHB-Pokal eroberte und zudem 1997 das Finale des Europapokals der Pokalsieger erreichte. „Ich freue mich, dass wir Maik wieder für die Sache Frauenhandball haben begeistern können”, sagte Bundestrainer Jensen, der vor seinem Wechsel zur Nationalmannschaft ebenfalls den HCL coachte.Entscheidend für seinen Wechsel zum DHB sei für ihn die Ansprache durch Jensen gewesen, sagt Nowak: „Heine will nicht nur für das A-Team, sondern auch für das gesamte System etwas bewegen. Kommunikation ist die Grundvoraussetzung, damit wir unsere Top-Talente gemeinsam mit den Vereinen zielgerichtet entwickeln können und sich so unsere Situation verbessert.”Nowak weilt bereits seit Sonntag mit der A-Nationalmannschaft in Grünberg. Seine ersten Pflichtspiele als Co-Trainer wird er am Donnerstag in Nyíregyháza und am Sonntag in der Arena Trier jeweils gegen Ungarn erleben. Der Vater von zwei Töchtern hat als Lehrer des Sportgymnasiums Leipzig übrigens auch während seiner Zeit beim EHC Aue einen engen Kontakt zum Frauenhandball gepflegt: Unter anderem hat er als Handballlehrer die Karriere von HCL-Kreisläuferin Luisa Schulze (21) begleitet.

Der DHB hat mit der Verpflichtung von Nowak im weiblichen Bereich seine Personalrochade abgeschlossen, die vor Jahresfrist mit dem Amtsantritt von Jensen als Nachfolger des seinerzeit erkrankten Rainer Osmann begonnen hatte. Der Däne hingegen setzt bei seiner Mannschaft weiter auf einen schleichenden Umbau. Nicht mehr dabei sind die zurückgetretenen Nadine Krause, Sabine Englert und Mandy Hering sowie Rekord-Nationalspielerin Grit Jurack und Sabrina Richter.

Stattdessen rücken gegen Ungarn Debütantin Kim Birke (Oldenburg), die unerfahrene Marlene Zapf (Leverkusen) sowie nach fünf Jahren Auswahlpause Angie Geschke (Oldenburg) ins Team. „Ich denke, sie sind bereit, den Druck auszuhalten“, sagte Jensen voller Vertrauen und fügte an: „Wir freuen uns auf dieses Spiel.“

Der Däne hofft auf einen Lernprozess seiner Spielerinnen, mit Druck umgehen zu können. „Wir haben immer Druck, denn wir wollen besser werden, um zur Weltspitze zu gehören. Wir suchen die Konstanz“, sagte Jensen, „wir müssen Erfahrung bekommen.“ Dies habe seinem Team wohl bei der WM gefehlt. Das Spiel gegen die Ungarinnen soll nun der erste Gradmesser für Fortschritte sein.

Deutschland und Ungarn sind in der Gruppe 1 in jeweils zwei Partien ungeschlagen. Das Rückspiel findet am Sonntag (15.00 Uhr) in Trier statt. Ende Mai und Anfang Juni folgen für die DHB-Auswahl die abschließenden Gruppenspiele gegen Weißrussland und Aserbaidschan. Die ersten beiden Mannschaften qualifizieren sich für die EM in den Niederlanden vom 2. bis 16. Dezember.

Matthias Roth/dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr

Alle Wettquoten zu Spielen von RB Leipzig gibt es bei SmartBets.