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Sport Regional Marta Arndt und Pavel Pasechnik ertanzen Doppelsieg in Leipzig
Sportbuzzer Sport Regional Marta Arndt und Pavel Pasechnik ertanzen Doppelsieg in Leipzig
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18:47 22.10.2017
Die Sieger Pavel Pasechnik und Marta Arndt. Quelle: Christian Modla
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Leipzig

Die Handküsschen fliegen massenhaft ins Publikum, das 0.25 Uhr putzmunter mit Standing Ovations in der Messehalle 3 begeistert zurückgrüßt. Marta- Marta-Rufe mischen sich in die ausgelassene Stimmung: Marta Arndt (27) und Pavel Pasechnik (32) haben gerade für Deutschland die  Weltmeisterschaft der Latein-Profis gewonnen  – und wissen mit ihren Glücksgefühlen kaum wohin. Die „Vize“ von 2015 bringen das gewisse Etwas aufs Parkett. Deshalb gibt’s für den hochkarätigen Final-Auftritt zum WM-Titel auch den erstmals vergebenen Zuschauerpreis (abgestimmt über eine App via Smartphone).

Erst Let´s dance, dann Tanz-WM

„Dass wir gleich zwei Preise mitnehmen, ist überraschend und sensationell zugleich. Die Stimmung war super“, sagt die blonde und von Let’s Dance bekannte Gold-Marta freudestrahlend, während sie das Bad in der Fan-Gemeinde genießt. Ihren Lieblingspartner Pavel, mit dem sie für den TSC Astoria Karlsruhe antritt, lässt die Anhängerschaft gleich mal in sportlich-emotionaler Manier hochleben. Zuvor auf dem Siegertreppchen stehen die neuen Champions mit dem Silberpaar Marts Smolko/Tina Bazykina aus Lettland und den drittplatzierten Chinesen Hou Yao/Zhuang Ting.

Tänze vor mehr als 2000 Gästen

Ausverkauftes Haus, 2200 nehmen Platz an Tischen oder auf den Rängen, um in den Pausen selbst der heimliche Star zu sein. Die Begrüßungszeremonie samt offiziellem Teil ist vergleichbar mit einer langen, wenn gleich unterhaltsamen Einlaufkurve. Turnierleiter-Debütant Oliver Thalheim nimmt den „Trostpreis“ in Vertretung vom diesmal dienstlich verhinderten Herrn Llambi kokett entgegen. Kurz streikt die Technik, das Publikum füllt klatschend die Pause. Tatsächlich, er wagt es: Sportbürgermeister Heiko Rosenthal (lieber Walken statt Walzer) dreht mit Gastgeberin Tina Spiesbach eine Runde im Dreivierteltakt. Gefällt. „Wir haben nicht geübt“, versichert Tanzlehrerin Tina.

32 Paare stehen im Rampenlicht, von denen sich 24 über die Vorrunde fürs Viertelfinale qualifiziert haben. Dazu gehören auch die deutschen WM-Neulinge Lars Pastor (26) und Natalia Szypulska (22). Sie kommen quasi direkt aus dem sonnig-warmen Miami vom Weltcup (2. Platz) und frösteln etwas. Zum Feuerwerk ins Halbfinale reicht es (noch) nicht. Dort sind nun die Mitfavoriten Pasechnik/Arndt alleinige Vertreter unter schwarz-rot-goldener Flagge. Frenetisch vom Fan-Block angefeuert, stößt diese lautstarke Unterstützung bei den direkt davor sitzenden Damen und Herren auf wenig Gegenliebe. Dafür lassen sich die da unten von der Atmosphäre tragen. „Das Publikum hat uns zusätzlich motiviert“, bekennt Marta-Marta nach dem Triumph.

Handküsschen begleiten den Sieg

Finale Grande in Leipzig und eine Neuerung: Offene Wertung. Mit der Samba geht’s los, Solo der sechs Paare. Musik aus, Noten auf die Leinwand gebannt. Vorteil für die Lokalmatadoren. Im Cha-Cha-Cha-Rhythmus treten die Finalisten gemeinsam an. Die Jury schaut genau hin, ob Technik, Musikalität, Choreografie und Harmonie auf den Punkt gebracht werden. Pasechnik/Arndt weiter vorn. Dann, kurz vor Mitternacht, auf zur Rumba, wieder alle zusammen. Warten auf das Ergebnis. Der Spannungsbogen wird zur Geduldsprobe. Das Netz spinnt – hat jeder von uns schon mal erfahren müssen. Hektisches Handeln im Hintergrund. Endlich: Pasechnik/Arndt weiter vorn. Paso Doble. Warten auf das Ergebnis. Die Übertragung vom I-Phone auf die Leinwand funktioniert nicht. Ansonsten alles gut. Der Chef-Juror entscheidet, es geht ohne offene Wertung weiter. Letzter Akt, Jive als Solo. Mit Hingabe und letzten Körnern nach einem langen Tag verabschieden sich die Paare vom Publikum, das es nicht mehr auf den Sitzen hält. Marta-Marta und ihr Mann haben gewonnen. Handküsschen fliegen.

Internationales Tanzfestival auf ein Neues 2018. Die ersten Vorbestellungen sind raus. 

Kerstin Förster

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