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Motorsport-Supertalent Marvin Kirchhöfer besteht Feuertaufe in GP3

Motorsport-Supertalent Marvin Kirchhöfer besteht Feuertaufe in GP3

Hans hielt es nicht auf seinem Sitz. Der Vierjährige (bald fünf Jahre, wie die ­kleinen Finger unmissverständlich zeigten) war als großer Fan von Motorsport-Supertalent Marvin Kirchhöfer (20) am frühen Samstagabend mit Bruder Max (16) sowie den Eltern Annett (41) und Frank Hellmuth (41) zum Public Viewing in die Münzbar gekommen, um mit weiteren Anhängern die GP3-Premiere des Leipzigers in Barcelona live zu verfolgen.

Leipzig. Hans jubelte, als Freund Marvin im 400-PS-Boliden als Zweiter in die Startposition rollte.

Kurz darauf die Schrecksekunde. Kirchhöfer, der vom Eurosport-Moderator als "eines der hoffnungsvollsten Talente in Deutschland überhaupt" gepriesen wurde, signalisierte Probleme. Doch alles gut, es gab eine weitere Einführungsrunde. Endlich: Vollgas auf dem 4,655 km langen Circuit de Catalunya. Der einzige deutsche Pilot im 27 Fahrer starken Feld schoss am Engländer Alex Lynn (Carlin) vorbei an die Spitze. Turbulente Szenen. Kirchhöfer (ART Grand Prix) hatte so viel Speed, dass er einen Schlenker über die Auslaufzone machte und sich zurück in der Spur auf Position drei einreihen musste. Das Manöver kostete ihn zwei weitere Plätze. Unangefochten gewann schließlich Lynn das 30-minütige Rennen - als Fünfter bestand Kirchhöfer seine Feuertaufe in der "Vorstufe zur Formel 1". Die Fans in der Münzbar applaudierten laut.

"Marvin wollte vielleicht gleich ein bisschen zu viel. Aber er fährt vorn mit und hat in der Saison noch alle Möglichkeiten", freute sich Heiko Agater, der als Initiator des Myelin-Projektes den Nachwuchs-Champion Marvin Kirchhöfer vor zwei Jahren für die Junior-Schirmherrschaft gewonnen hatte. Auch Sponsor Ulf Brandt (bmsr Taucha) war mit dem Einstand des jungen Überfliegers zufrieden. MK-Partner Steffen Göpel hatte sogar mit seinem Tipp richtig gelegen. "Das erste Rennen ist immer ein bisschen wie Lotterie. Ich glaube, er schafft es unter die Top 5", hatte der ehemalige Motorsport-Meister und Chef der GRK-Holding prophezeit. Gestern kam Marvin Kirchhöfer auf regennassem Kurs beim Sieg des Engländers Dean Stonemann (Marussia Manor Racing) erneut auf Platz fünf - es wurde in umgekehrter Reihenfolge des Klassements gestartet. Kurz vor Schluss gelang dem Leipziger die schnellste Runde. Im Gesamtranking nimmt er Platz sieben ein (16 Punkte). Erster "Häuptling" der ungestümen GP3-Bande ist Alex Lynn (31). Kirchhöfers Teamkollege Dino Zamperelli belegt Rang fünf (18).

"Das erste Rennwochenende lief richtig gut", lautete Kirchhöfers Gesamtbilanz. Zur Einzelkritik: "Im Training und Qualifying lag ich permanent vorn. Leider ist mir in den Rennen der eine oder andere Fehler passiert. Ich muss so viele Dinge dazulernen. Und als Rookie ist es schwer, in dem hochkarätigen Fahrerfeld vorn mitzumischen." GP3-Station zwei folgt am 21./22. Juni in Spielberg (Österreich). Heißt: Neues Glück auch für Klein-Hans, den großen Fan.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.05.2014

Kerstin Förster

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