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Nathalie Augsburg ist zurück in der Ersten Bundesliga: Spreefüxxe steigen auf

Nathalie Augsburg ist zurück in der Ersten Bundesliga: Spreefüxxe steigen auf

Zwölf Jahre lang spielte der Berliner Frauenhandball in der Bundesliga keine Rolle mehr. Damit ist jetzt Schluss. Die Spreefüxxe spielen ab der kommenden Saison im Oberhaus.

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Natalie Augsburg (rechts) noch im Trikot des HC Leipzig.

Quelle: Christian Nitsche

Berlin. „Wir haben brutale Lust auf die erste Liga, wollen die großen Teams ärgern“, sagte Nationalspielerin Natalie Augsburg der „BZ“.

Der Aufstieg der die Handballerinnen des Pokalsiegers Füchse Berlin stand bereits drei Spieltage vor der am vergangenen Wochenende beendeten Spielzeit fest. „Wir haben in den vergangenen Jahren gute Arbeit geleistet“, sagte Managerin Britta Lorenz. Innerhalb von nur drei Jahren schafften die Spreefüxxe den Sprung von der 3. in die 1. Liga. Wegen des sehr gut besetzten Kaders um die beiden Nationalspielerinnen Natalie Augsburg und Christine Beier galten die Berlinerinnen als Aufstiegsfavorit. „Wenn man mit guten Spielerinnen besetzt ist, heißt das nicht, dass alles harmoniert“, meinte Lorenz, „am Ende können wir aber sagen: Es hat sehr gut funktioniert.“

Für das DHB-Duo war der Wechsel zu einem Zweitligisten nicht ohne Risiko. Bundestrainer Heine Jensen gab den beiden nur die eine Saison lang Zeit, um wieder erstklassig zu spielen. Ansonsten wäre das Kapitel Nationalmannschaft beendet gewesen. Rückblickend sagte Augsburg: „Am Aufstieg habe ich nie gezweifelt.“ Das Duo hatte am Erstliga-Coup der Spreefüxxe entscheidenden Anteil.

Ein besonderes Lob verteilte Managerin Lorenz an Beier. „Sie ist eine herausragende Spielerin, die immer zwei Gegner gleichzeitig beschäftigt, das ist perfekt.“ Die Geadelte ist sich sicher, dass ihr Team die erste Liga bereichern wird. „Wir werden dort alles erfrischen“, sagte die 30-Jährige, „alle freuen sich, das Berlin zurück ist“. Eine tragende Rolle spielte auch Trainer Lars Melzer, einst bei Concordia Delitzsch als Spieler aktiv, der das Team nach dem überraschenden Rücktritt von Dietmar Rösicke übernommen hatte.

Lorenz ging das Risiko ein, einen Neuling als Coach zu verpflichten. „Er war zwar ohne Erfahrung, doch ich wusste, wie er sich mit Handball beschäftigt. Mir war schnell klar, dass er es kann“, erklärte Lorenz. Für die kommenden Saison haben die Spreefüxxe bereits vier neue Spielerinnen verpflichtet. Vom HC Leipzig kommt Torhüterin Julia Plöger. Außerdem haben die Berliner die erfahrene Kreisläuferin Susann Linke (Frankfurter HC), die U-20-Nationalspielerin Daniela Gustin (Harrislee) und die schwedische Nationalspielerin Frida Tegstedt (IK Sävehof) geholt.

Tegstedt hat schon Champions League gespielt und ist die Lebensgefährtin des Füchse-Abwehrchefs Jesper Nielsen. Die Spreefüxxe sind sich bewusst, dass sie im Schatten der Füchse-Männer stehen und in der Hauptstadt eine riesige Konkurrenz um Aufmerksamkeit und Sponsoren herrscht. Aus diesem Grund startet die Füchse-Frauen-Sparte ab dem ersten Juni ein Kampagne zum Thema Crowdfunding. Mit dieser Methode möchten die Spreefüxxe im Internet Geldgeber akquirieren. „Da können die Berliner zeigen: Wir stehen hinter euch.“

Matthias Bossaller

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