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Pflicht im Pokal - Kür in der Champions League

Pflicht im Pokal - Kür in der Champions League

Heine Jensen, Däne von Geburt, spricht ein äußerst respektables deutsch. Er weiß, wie man vor der Ausgangsposition des Pokalspiels seiner Mannschaft am Mittwoch in Rostock am besten warnt.

Leipzig. Trainer heben immer den Finger, auch wenn im konkreten Fall der deutsche Handball-Meister beim Letzten der zweiten Bundesliga antreten muss. "Wir dürfen", fordert Jensen, "nicht das Fell von einem Tier verkaufen, wenn wir das Fell noch gar nicht haben." Im Deutschen geht es bei dieser alten Weisheit bekanntlich um den Pelz des Bären, der bei der Jagd erst zur Strecke gebracht werden muss.

Man tritt den Rostockerinnen nicht zu nahe, um ihnen in dieser Partie die große Außenseiterrolle zu attestieren und dem HCL somit eine leichte Beute vorauszusagen. "Damit es leicht wird, müssen wir zu schnellen Toren kommen, also Tempo machen und konzentriert zur Sache gehen", fordert Jensen. "Wenn wir das nicht machen, kann auch dieses Spiel schwer werden."

Das sollte es nicht, denn seine Mannschaft erlebt nach dem Auswärtssieg gegen Koprivnica in der Champions League und der Wahl zur Mannschaft des Jahres in Sachsen gerade ein Stimmungshoch. Am Sonntag (15.45 Uhr, Arena) kann in der europäischen Eliteliga gegen Byåsen Trondheim die Runde der letzten acht Mannschaften erreicht werden. Wichtiges Ziel ist heute daher auch, dass sich keine Spielerin verletzt. Die gute Ausgangsposition soll schließlich möglichst mit voller Kapelle genutzt werden. Manager Kay-Sven Hähner weiß nur zu gut, wie wichtig es ist, auch solche Partien wie heute gegen Rostock mit voller Kraft zu bestreiten, "Wer das nicht macht, läuft viel eher Gefahr, sich zu verletzen." Er hofft, dass die Mannschaft die Pflicht im Norden nutzt, um sich für die Kür am Sonntag richtig in Schwung zu bringen.

Um 10.30 Uhr wird der HCL-Bus Richtung Norden abfahren, um 19 Uhr erfolgt der Anwurf. "Da sollten wir noch genügend Zeit haben, um pünktlich anzukommen." Er hat sich fast vor Ort über die Anreisebedingungen erkundigt: Seine Ehefrau Kati und die beiden Kinder sind derzeit bei den Schwiegereltern in Schwerin. "Wenn die Partie ausfallen würde, hätten wir große Mühe, einen Nachholtermin zu finden." Erst recht, wenn es mit der nächsten Runde der Champions League klappt. Auch für Sonntag hofft Hähner auf stabiles und ruhiges Wetter, damit möglichst viele Fans in die Halle kommen. "Bislang ist der Zuspruch schon sehr groß, aber am Sonntag würden wohl einige von der Reise nach Leipzig absehen, wenn es wieder so schneit wie am letzten Wochenende."

Der Schnee in Leipzig war freilich ein gutes Omen für den HCL angesichts seiner beachtlichen Erfolge am Sonnabend. Doch der Däne Jensen weiß auch: "Das ist der von gestern."

W.W.

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