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Sport Regional Philipp Weber und Katja Kramarczyk gründen neuen Handball-Club in Leipzig
Sportbuzzer Sport Regional Philipp Weber und Katja Kramarczyk gründen neuen Handball-Club in Leipzig
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17:25 13.03.2018
Katja Kramarczyk und Philipp Weber vom Amazonen Athletic Club.  Quelle: Christian Modla
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Leipzig

 Zunächst war es nur eine Schnapsidee, jetzt haben neun Mitstreiter einen neuen Handballverein in Leipzig gegründet. Der „Amazonen Athletic Club“ (AAC) will bei den Frauen in der kommenden Saison in den Spielbetrieb einsteigen. Geplant ist ein Start in der sechsten Liga. Hinter dem Projekt stehen DHfK-Profi Philipp Weber und die ehemalige Nationaltorhüterin Katja Kramarczyk. Freunde und Bekannte helfen den beiden Sportlern. Gerade wurde alle Formalien in einem Notariat in der Leipziger Südvorstadt erledigt.

„Wir wollen den Fans die Möglichkeit geben, ehemalige Stars noch einmal auf der Platte zu sehen und sie zu bestaunen“, so Weber. Er ist künftig Sport-Vorstand im Verein und muss auch einen Trainer suchen. „Ich bin jetzt eine Art Matthias Sammer des Frauenhandballs“, spielt er auf die einstige Führungskraft des FC Bayern München an. Eine Reihe ehemaliger Spielerinnen hat er bereits angefragt. Nora Reiche-Hupel gehört dazu.

„Wir sind eine richtige Handball-Clique“

„Ich bin seit zwei Jahren Mama und arbeite 40 Stunden die Woche“, sagt die 34-Jährige. Erstmal müsse sie schauen, wie sich alles vereinbaren lasse und wie fit sie noch sei. Lust hat Reiche-Hupel aber schon. „In Leipzig gibt es eine richtige Handball-Clique, wir sind eng vernetzt und gut befreundet“, freut sie sich schon auf bevorstehende Trainingseinheiten. Wer noch mitmacht, muss sich jetzt finden.

Katja Kramarczyk könnte im Tor stehen. Im Sommer beendet sie ihre aktive Karriere in der Bundesliga bei Bayer Leverkusen und arbeitet dann in Leipzig als Lehrerin. Die ehemalige Nationaltorhüterin kann sich noch einige weitere Einsätze vorstellen: „Aber nur für ein, zwei Highlightspiele“, sagt sie. Sie haben den Gründungsurkunde zwar nicht selbst unterzeichnet, begeistere sich aber von Anfang für die Idee des AAC. Den Namen des neuen Vereins findet Kramarczyk prima. „Amazonen stehten für Stärke, Leidenschaft und Kampf“, sagt die 33-Jährige.

 Angefragt ist auch Ulrike Mertesacker. Die ehemalige HCL-Spielerin, damals noch unter ihrem Mädchennamen Stange, steht wenn überhaupt wohl nur für Gastspiele zur Verfügung. Ihr Mann Per beendet zwar im Sommer ebenfalls seine Laufbahn als Profi bei Arsenal London und das Paar besitzt ein Haus am Zwenkauer See, seine berufliche Zukunft sieht der Fußballprofi aber bei den Gunners.

Traum von der Champions League

Wo es mit dem AAC einmal hingehen soll, steht noch in den Sternen. Klar, ein Aufstieg gleich im ersten Jahr wäre nicht schlecht. Philipp Weber träumt auch bereits: „Das Final Four in der Champions League wäre 2026 super“, sagt er. Er fügt aber sofort an: „Das ist Wunschdenken, mehr nicht.“ Und auch Reichel-Hupel sagt: „Der HCL oder eine andere Mannschaft muss keine Angst vor uns haben. Der Verein findet sich erst.“

Von Matthias Roth

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