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Radrennfahrer Erik Mohs nimmt Kurs auf Paralympics 2016 in Rio

Radrennfahrer Erik Mohs nimmt Kurs auf Paralympics 2016 in Rio

Radrennfahrer Erik Mohs hat bei den Paracycling-Bahnweltmeisterschaften in Mexiko mit dem sehbehinderten Tim Kleinwächter (25) zwar einen Podestplatz verpasst, doch das Ziel Paralympics Rio 2016 hat das Tandem-Duo nicht aus den Augen verloren.

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Ein hoffnungsvolles Duo: Der Leipziger Erik Mohs (l.) hat mit dem sehbehinderten Bad-Windsheimer Tim Kleinwächter die Paralympics 2016 im Visier.

Quelle: Nitsche

Der Leipziger ärgert sich ein wenig. "Zwei Plätze besser wären dringewesen. Aber wir haben den Abstand zur Weltspitze verkürzen können", sagt der 27-Jährige, der zwei Bahn-WM bei den Profis bestritt.

Die respektable Platzierung bedeutet für das seit Januar zusammenfahrende Team eine besserer Förderung. "Ich besitze jetzt wieder den Kaderstatus", ist Mohs froh. Den hatte der sächsische Athlet verloren, als er nicht mehr für die Bahn-Nationalmannschaft berücksichtigt wurde. Dennoch behält Mohs seine Ausbildung im Auge. "Ich bin weiter in der Sportförderung. Wenn alles normal läuft, bin ich Ende August Polizeimeister."

Für Mohs/Kleinwächter gilt es, bei Weltcups Punkte zu sammeln für die Paralympics-Quali. Zudem muss das Duo auch bei den deutschen Meisterschaften (14./15. Juni in Elzach) Patrick Kromer, Bundestrainer Radsport des Deutschen Behindertensportverbands, überzeugen. "Wir wollen zeigen, dass wir das beste Tandem sind", gibt sich der sonst so zurückhaltende Mohs kämpferisch.

Dafür müssen die Jungs hart arbeiten. "Unsere Harmonie auf dem Tandem ist zwar besser geworden. Aber wir müssen zwei Wochenenden im Monat gemeinsam trainieren." Das ist mit großem Aufwand verbunden, denn die Fahrer wohnen 320 km entfernt voneinander. Die übrige Zeit üben sie getrennt. Mohs vertraut seit acht Jahren dem Leipziger Trainer Dietmar Junker (71). Deshalb wäre es ihm am liebsten, wenn Kleinwächter nach den Plänen des Radsport-Professors trainieren würde. "Junker ist ein Guru. Das wäre für uns ideal. Aber Tim hat eben seinen langjährigen Trainer in Nürnberg. Vielleicht kann ich ihn doch noch überzeugen", hofft Mohs.

Kleinwächter, der nur noch zwei Prozent des normalen Sehvermögens besitzt, muss sich in seinem Wohnort Bad Windsheim Partner suchen, die bei Trainingstouren vor ihm sitzen und das Tandem nur lenken.

Renzo Wernicke, Teamchef und Sponsor der Delitzscher Amateur-Formation Ur-Krostitzer Giant steht voll hinter dem Paralympics-Zielen von Mohs, obwohl der Sprinter im Zuge dieser Rio-Ambitionen auch bei einigen wichtigen Amateur-Rennen auf der Straße fehlen wird. "Das ist eine wunderbare Sache. Er hat unsere Rückendeckung und zwei Jahre Zeit, sich darauf zu konzentrieren. Wenn Erik den Sprung nach Rio schafft, stärkt er auch uns als Team. Selbst ein WM-Start schafft kein anderer von uns."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.05.2014

Norbert Töpfer

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