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Rücktritt: Lok-Coach Jörg Seydler gibt endgültig auf

Rücktritt: Lok-Coach Jörg Seydler gibt endgültig auf

Lok-Trainer Jörg Seydler hat das Handtuch geworfen. Nach dem 0:1 (0:0) der Probstheidaer am Sonnabend beim Oberliga-Aufsteiger VfL Halle, der vierten Pflichtspielpleite in Folge, bot der 53-Jährige seinen Rücktritt an, den der Vorstand nach einem einstündigen Gespräch am Sonntag annahm.

Leipzig. „In den letzten Wochen hat sich die Unzufriedenheit, vor allem der Fans, auf mich fokussiert. Deshalb möchte ich gerade vor dem Sechs-Punkte-Spiel am Sonnabend gegen Pößneck den Weg frei machen für eine Neuausrichtung“, sagt Seydler.

Lok-Chef Steffen Kubald weist indes darauf hin, dass die Klubführung den Coach nicht entlassen hätte. „Er besaß unser vollstes Vertrauen. Wir wollten uns nach dem letzten Spiel vor der Winterpause zusammensetzen, die Lage analysieren und danach entscheiden, wie es weiter geht“, sagte Kubald.  Er fügte aber an, dass er Seydlers Entscheidung nachvollziehen könne. Co-Trainer Uwe Trommer wird mit Teammanager Peter Milkau die Mannschaft auf das Heimspiel gegen Pößneck vorbereiten. „Jetzt können auch die Fans wieder kommen, die Seydlers Rauswurf forderten.

Zudem ist das Team in der Pflicht zu zeigen, was es drauf hat. Es kann sich nun nicht mehr hinter dem Trainer verstecken“, spricht der Lok-Boss Klartext. Seydlers Entschluss habe ihm wie auch den Vorstandsmitgliedern menschlich weh getan, „weil wir gesehen haben, wie akribisch Seydler gearbeitet hat.“ Das sahen offenbar auch die meisten Spieler so, denn der Mannschaftsrat hatte Kubald bereits am Sonnabend gebeten, an Seydler festzuhalten.   

Erst in der nächsten Woche könnte ein Entscheidung über den Nachfolger fallen. Namen wollte Kubald noch nicht nennen. „Da müssen viele Aspekte berücksichtigt werden. Es ist ja auch kein Geheimnis, dass da finanzielle Faktoren eine Rolle spielen.“ Seydler werde in Zukunft wieder als Nachwuchskoordinator im Klub arbeiten. 

Manuel Starke, einer der Leistungsträger, bedauert den Schritt Seydlers: „Schade, er hatte viele gute Ansätze. Wir als Spieler waren es ja, die seine guten Ideen nicht umsetzen konnten. Deshalb sollten wir alle zuerst die Fehler bei uns selbst suchen, die dazu führen, dass es nicht so läuft, wie wir uns das vorstellen.“ 

Der Fußball-Lehrer blieb selbst in diesen für ihn schweren Stunden fair. Er machte keine Abstriche am Willen seiner Schützlinge. Es habe keiner gegen ihn gespielt: „Wir waren auch in Halle wieder auf Augenhöhe mit dem Gegner. Aber uns fehlt einfach die Torgefahr in Strafraumnähe.“ 

Allein Christian Haufe ließ innerhalb von Sekunden (38.) zwei hochkarätige Möglichkeiten aus, als er zweimal am glänzend parierenden Hallenser Keeper Rene Hartleib scheiterte. Die Gastgeber zeigten sich cleverer. Bei einer ihrer wenigen Chancen jagte Jannick Hempowicz die Eingabe von Tobias Cramer die Kugel zum entscheidenden 1:0 (74.) in die Maschen.

„Unser Sieg in einem von beiden Seiten fair geführten Spiel war verdient, weil wir das Tor geschossen haben und Lok nicht“, meinte VfL-Coach Torsten Weber.

Lok scheint derzeit  das Pech gepachtet zu haben. Seydler war froh, mit Zugang Raimund Linkert wieder auf einen starken Kreativmann zurückgreifen zu können. Doch statt gegen Halle die Aktionen zu ordnen, saß der Zugang vom FC Eilenburg wieder draußen. Der 26-Jährige hatte nach seinem Einsatz beim 0:3 gegen Auerbach derart starke Schmerzen, dass ihm die Mediziner einen Gipsverband um den Knöchel legten.

Schlecht für den 1. FC Lok, der in dieser kritischen Situation jeden Oberliga tauglichen Spieler braucht, um seine sportliche Krise zu überwinden.    

Norbert Töpfer

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