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Sport Regional Rund 1500 Teilnehmer schwitzen beim Leipziger Triathlon
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18:28 22.07.2018
Die Sieger des 35. Leipziger Triathlons: Per Bittner und Yvonne van Vlerken. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Ein besseres Hochzeitsgeschenk hätten sich Per (33) und Yvonne (39) van Vlerken kaum machen können. Vier Tage nach ihrer Heirat stürmten die zwei Ausdauer-Asse am Sonntag beim 35. Leipziger Triathlon aufs Siegerpodest über die Olympische Distanz (1,55 Kilometer Schwimmen, 42 Kilometer Radfahren, zehn Kilometer Laufen) – und wiederholten damit ihren Triumph aus dem Vorjahr. Die Titelverteidigung musste sich das frisch gebackene Ehepaar jedoch hart erkämpfen. Beide hatten es am Kulkwitzer See mit starker Konkurrenz zu tun.

Siebter Sieg für Lokalmatador

Für Per van Vlerken, ehemals Bittner, war es der siebte Sieg in Leipzig (1:53:54 h). Der Lokalmatador setzte sich mit einer starken Rad- und Laufleistung durch. Nach dem Schwimmen lag er noch auf Platz fünf: „Vielleicht habe ich den Start verpennt. Als ich aus dem Wasser bin, habe ich drei Leute vor mir gesehen, plus einen Unbekannten. Ich dachte: Okay, jetzt musst du hart arbeiten.“

Der „Unbekannte“ war Georg Leidhold aus Leipzig. Der 18-Jährige, der für den SC Neubrandenburg startete, wechselte als erster von Kiemen- auf Lungenatmung, konnte das hohe Tempo aber nicht durchhalten. Am Ende hieß es Platz acht für ihn.

Plauener bietet lange Paroli

Das Schwimmen mit Neopren-Anzug war wieder erlaubt – 21,9 Grad Wassertemperatur machten es möglich. Als das Auftrieb verschaffende Textilstück nicht mehr gebraucht wurde, entwickelte sich ein enges Duell zwischen van Vlerken und Marcus Wöllner. Bis zur ersten von zwei Laufrunden führte der 29-jährige Plauener. „Ich bin so hart Rad gefahren, wie es ging. Als mich Per dann beim Laufen nach 1,5 Kilometern eingeholt hatte, sagte ich zum ihm: ,Lauf, ich kann nicht mitkommen’“, so Wöllner im Zielbereich (1:55:41 h), bevor er erschöpft zu Boden sackte.

Am Sonntag hat der 35. Leipziger Triathlon am Kulkwitzer See stattgefunden.

Van Vlerken zollte seinem Kontrahenten „riesen Respekt“. Zum Rennen meinte der Leipziger Seriensieger: „Nach dem Radfahren hatte ich eine gute Ausgangsposition. Die Beine waren schwer, aber beim Laufen lief es überraschend gut. Nervös bin ich zu keiner Zeit geworden.“

Platz drei sicherte sich Christian Altstadt aus Erfurt (1:58:59 h). Christoph-Paul Clauß wurde Vierter, Michael Wegricht Fünfter (beide SC DHfK).

Spannendes Duell bei den Damen

Spannend war auch der Zweikampf bei den Damen. Caroline Pohle stieg als Vierte des gesamten Starterfeldes aus den Fluten, war bis zur vierten Radrunde bestplatzierte Frau. Am Ende reichte es nicht ganz für die DHfK-Sportlerin (2:05:35 h), die am Freitag noch bei der Triathlon-EM im estnischen Tartu Platz 17 erreichte.

Wie 2017 musste sie sich Yvonne van Vlerken (2:04:58 h) geschlagen geben. „Aller guten Dinge sind drei. Im nächsten Jahr werde ich wieder angreifen“, sagte die 22-Jährige, die in zwei Wochen in der 1. Triathlon-Bundesliga in Tübingen an den Start geht.

Damen-Champion van Vlerken hatte gehofft, das Rennen genießen zu können – auch weil die Hochzeitsnacht „ganz schön hart“ gewesen sei, wie sie mit einem Augenzwinkern erzählte. Doch Pohle verlangte der Niederländerin alles ab: „Sie hat mir das Leben echt schwer gemacht. Ich musste von Anfang an Gas geben.“

Flitterwochen müssen warten

In die Flitterwochen geht es für die van Vlerkens im Oktober bis November. Das Paar reist dann für einige Wettkämpfe nach Thailand und will sich zwischendurch etwas Urlaub gönnen.

Beim Fitness-Triathlon der Männer siegte Tim Siepmann aus Potsdam (56:42 min) vor Lokalmatador Kai Witzlack-Makarevich (1:01:25 h). Kathrin Bogen vom SC DHfK war mit 1:06:32 h Schnellste bei den Damen.

Wettkämpfe bleiben unfallfrei

Böse Überraschungen blieben in allen Wettkämpfen aus. „Wir haben weder Stürze noch sonstige Unfälle erlebt“, freute sich Renndirektor Sven Bemmann.

Sein Leipziger Triathlon-Verein organisierte das Event für 1500 Sportler wieder souverän, mehrere tausend Zuschauer fühlten sich trotz teilweise leichten Niesels bestens unterhalten.

Matthias Klöppel

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