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SC DHfK Leipzig entscheidet Spiel gegen Erlangen in Hälfte zwei

Heimspiel SC DHfK Leipzig entscheidet Spiel gegen Erlangen in Hälfte zwei

Sieg für den SC DHfK Leipzig! Gegen den HC Erlangen brillierten die Hausherren am Sonntagmittag offensiv vor allem in der zweiten Hälfte. Am Ende stand ein deutliches 34:24 (15:13) zu Buche.

SC DHfK gewinnt im Heimspiel gegen Erlangen.
 

Quelle: Christian Modla

Leipzig.  Sieg für den SC DHfK Leipzig! Gegen den HC Erlangen brillierten die Hausherren am Sonntagmittag offensiv vor allem in der zweiten Hälfte. Am Ende stand ein deutliches 34:24 (15:13) zu Buche. Vor 3362 Zuschauern bewahrten die Gastgeber in engen Momenten die Nerven und blieben geduldig. Als sich ihnen später die Möglichkeit bot, spielten sie ihre Stärken aus und gewannen am Ende souverän und in der Höhe verdient.

„Wir haben heute in allen Mannschaftsteilen über 60 Minuten hervorragende Arbeit geleistet“, lobte DHfK-Coach André Haber. „Da möchte ich meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen. Unsere Abwehr stand über die komplette Zeit stabil. Im Angriff waren wir variabel. Die Torverteilung freut mich persönlich sehr.“ Zehn verschiedene Akteure hatten sich zuvor in die Torschützenliste eingetragen. Am treffsichersten: Yves Kunkel, der vom Punkt sieben Mal einnetzte.

Packendes Spiel: Gegen den HC Erlangen brillierten die Hausherren vom SC DHfK Leipig am 22.10.207 offensiv vor allem in der zweiten Hälfte. Am Ende stand ein deutliches 34:24 (15:13) zu Buche. Fotos: Christian Modla

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Viele Unterbrechungen

Wer auf eine schnelle und klare Angelegenheit gegen den Tabellen-16. der Bundesliga gehofft hatte, wurde zunächst eines Besseren belehrt. Ein packendes Handballspiel sah er dennoch. Beide Teams lieferten sich in Halbzeit eins einen engen und vor allem intensiven Schlagabtausch, dominiert von engagierter Defensivarbeit. Nicht immer blieb es bei fairen Mitteln: Die Unparteiischen Marcus Hurst und Mirko Krag entschieden allein in der ersten Hälfte zehn Mal auf Siebenmeter und verteilten fünf Zeitstrafen (vier davon für Erlangen). Die Partie musste oft unterbrochen werden. Spieler und Bänke diskutierten und reklamierten leidenschaftlich. Aus den ersten 30 Minuten wurden flugs 45 Minuten. Lukas Binder war vor allem mit der mentalen Leistung in dieser Phase zufrieden. „Wir schaffen es nicht immer so wie heute, wenn es eng wird.“

Der SC DHfK nahm einen Drei-Tore-Vorsprung mit in die Pause, hätte aber aufgrund mehrerer ungenutzter Gelegenheiten, darunter ein Siebenmeter, auch höher führen können. Die Gäste machten es den Hausherren allerdings schwer. Sie agierten in der Abwehr unbequem, rückten immer wieder frühzeitig heraus und waren bemüht, die Räume eng zu halten. Jeder Treffer musste mühsam und vor allem geduldig herausgearbeitet werden. Die Gelegenheit für Tempogegenstöße, eine Spezialität der Leipziger, ergab sich kaum. Tobias Wannenmacher hatte seine Sieben gut auf den Kontrahenten eingestellt. Die Grün-Weißen konnten sich im Verlauf der ersten Hälfte nie auf mehr als zwei Tore absetzen. Erst durch den Wurf von Benjamin Meschke mit der Schlusssirene gelang das erstmals.

„Mentalen Vorteil genutzt“

Ob es genau dieses Tor war, das den Bann brach, bleibt natürlich Spekulation. Coach Haber war aber davon überzeugt: „Das hat uns den mentalen Vorteil gebracht. Und den haben wir genutzt.“ Tatsache war, dass die DHfK-Sieben nach der Pause das Tempo merklich anzog. Nachdem Michael Haaß zunächst noch auf 15:13 verkürzt hatte, folgte ein Dreifachschlag von Lukas Binder, Andreas Rojewski und Peter Strosack. Nun kam der DHfK-Express ins Rollen, auch das Tempospiel klappte jetzt deutlich besser. Yves Kunel setzte vom Punkt noch einen drauf und schon stand da ein 19:13 auf der Anzeigetafel. Wannenmacher zog die Grüne Karte - Auszeit. Das nützte aber wenig. Der Vorsprung wuchs bis zur 41. Minute auf acht Tore an. Die heimischen Fans waren begeistert. Im stimmgewaltigen Gästeblock wurde es kurzzeitig etwas stiller. „Meine Mannschaft wollte, war aber gehemmt“, so der Gästecoach. „Aber die Jungs brechen viel zu schnell weg, obwohl noch gar nix passiert ist. Daran müssen wir arbeiten.“

Die Giftigkeit und Enge der ersten Halbzeit waren nun passé. Die Erlanger ließen ihren Gastgebern mehr Platz, konnten das kraftaufwändige Spiel des ersten Abschnitts nicht fortsetzen. Leipzig nutzte diese Räume und baute den Vorsprung weiter aus. Die Treffer fielen nun deutlich schneller, auch weil sich die Gäste zunehmend Fehler leisteten. Jens Vortmann im Leipziger Tor glänzte zudem mit mehreren starken Paraden, vereitelte so gute Gelegenheiten des HC, der am Ende klar das Nachsehen hatte. „Wir haben von Beginn an gut gespielt und das über 60 Minuten durchgezogen“, so Peter Strosack nach dem Abpfiff. „Entscheidend war sicher, dass wir in der Abwehr in der zweiten Häfte nochmal eine Schippe draufgelegt haben.“

Leipzig: Vortmann; Putera; Semper (3); Rojewski (2); Jurdzs; Krzikalla; Binder (4); Janke (2); Pieczkowski (4); Kunkel (7/7); Roscheck; Weber (2); Rivesjoe (1); Strosack (5); Meschke (4); Milosevic.

Erlangen: Skof; Walzik; Sellin (3); Link; Lux; Haaß (1); Gorpishin; Büdel (5); Bissel; Stranovsky (7/6); Link (4); Steinert (2); Thümmler (1); Schröder (1).

Siebenmeter: Leipzig 7/8; Erlangen 6/7.

Zeitstrafen: Leipzig 3; Erlangen 6.

Von Antje Henselin-Rudolph

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